INSTITUT FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN

Mario Datts

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Mario.Dattsuni-duesseldorfde

Dissertationsprojekt

Erstbetreuer: Prof. Dr. Stefan Marschall
Zweitbetreuer: Prof. Dr. Gerhard Vowe
Ansprechpartner: Dr. Carsten Koschmieder

Titel: Parteikommunikation in der Online-Welt

Untertitel: Eine quantitative Untersuchung der Nutzung sozialer Medien durch die kommunalen Gliederungseinheiten der deutschen Parteien

Die Politik- und Kommunikationswissenschaft widmet sich seit einigen Jahren intensiv der Erforschung der sozialen Medien und ihren Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft. Die politischen Parteien stellen dabei einen viel beachteten Untersuchungsgegenstand dar, schließlich handelt es sich bei ihnen um das zentrale Bindeglied zwischen der Gesellschaft und dem Staat. Eine Analyse der Nutzung sozialer Medien durch die kommunale Basis der Parteien existiert bislang so gut wie nicht und das obwohl den kommunalen Gliederungen in der Parteienforschung eine zentrale Bedeutung für die Gesamtorganisation zugeschrieben wird. Diese Forschungslücke über das Rückgrat der Parteien soll durch die Dissertation geschlossen werden.

Bislang ist nur relativ wenig über die Nutzung der sozialen Medien durch die Parteien bekannt. Was empirisch als vergleichsweise gut belegt gelten kann ist, dass es eine erhebliche Spannbreite in der Nutzung der sozialen Medien zwischen den kommunalen Parteiverbänden gibt – und das nicht nur zwischen den Parteien, sondern auch innerhalb ein und derselben Partei. Die Leitfrage des Forschungsprojektes lautet vor diesem Hintergrund wie folgt:

In welchem Umfang nutzen die kommunalen Parteigliederungen in Deutschland die sozialen Medien und welche Faktoren beeinflussen das Nutzungsverhalten?

Die Daten für das Nutzungsverhalten der Parteien werden mittels einer bislang in den Sozialwissenschaften kaum genutzten, innovativen Datenerhebungsmethode generiert: der automatisierten Erhebung von Interaktionsdaten im Social Web. Dadurch ist eine realitätsgetreue Abbildung des Nutzungsverhaltens möglich, dass nicht durch non-response und subjektive Interpretationen verzerrt ist. Um den Einfluss der theoretisch hergeleiteten Faktoren empirisch überprüfen zu können, werden sämtliche Kreisverbände der CDU, CSU, SPD, Grünen, Linken, FDP und AfD befragt. Darüber hinaus wird auf statistische Daten staatlicher Behörden zurückgegriffen. Diese Daten werden anschließend mit den automatisiert erhobenen Daten gematched. Auf dieser breiten empirischen Grundlage werden hypothesentestende statistische Verfahren durchgeführt.


Title: Party Communication in the Online World

Subtitle: A quantitative study of the usage of social media by the local units of the German parties

Political and communication science has devoted itself intensively to researching social media and its impact on politics and society for several years. The political parties constitute a highly regarded subject of investigation, after all, they are the central link between society and the state. An analysis of the usage of social media by the local party associations has so far hardly been conducted, and this despite the fact that the local structures of parties are attributed to be of central importance for the whole organization. This research gap about the backbone of the parties is to be closed by the dissertation.

So far only relatively little is known about the use of the social media by the parties. What may have been empirically proven so far is that some party associations use social media much more intensively than others. Significant differences exist not only between the parties, but also within the same party. In view of the above, the main question of the research project is as follows:

To what extent do the local associations of parties in Germany use social media and which factors can explain this usage?

The data for the social media usage by parties are captured by using a self-developed program that is able to collect automatically the interaction data on facebook and that processes this kind of data to make it available for social science data analyses. This allows a true-to-life depiction of the usage behavior that is not distorted by non-response, a lack of representativeness and other biase, like subjective interpretations. In order to be able to empirically examine the effect of the theoretically derived factors, all associations of the CDU, CSU, SPD, Greens, Left, FDP and AfD are consulted. Statistical data from government authorities are also used. These data are then matched with the automatically collected data. On this broad empirical basis, hypothesis-based statistical methods are carried out.

Forschungsinteressen

Parteienforschung, Neue Medien (insbesondere soziale Medien), Einstellungs- und Partizipationsforschung, Methoden der empirischen Sozialforschung (insbesondere automatisierte Datenerhebungsmethoden, Online-Befragungen)

Vorträge

September 2017


Präsentation eines Papers auf der 2. Tagung der Themengruppe Internet und Politik, Bochum



 

  • Titel: Soziale Medien und das Gefühl der Kommunikationsautonomie: eine empirische Analyse der Nutzung sozialer Medien durch Parteien während des Bundestagswahlkampfes 2017

 

September 2016


Präsentation eines Papers auf der 1. Tagung der Themengruppe Internet und Politik, Heidelberg


  • Titel: Die Messung von facebook-Aktivitäten der Parteien mit Hilfe von web scraping. Eine Analyse von Informations-, Dialog- und Vernetzungsaktivitäten auf kommunaler Ebene


Juli 2016


Präsentation eines Papers auf der ECPR Graduate Conference 2016, Tartu

 

  • Titel: Analyzing the usage of social media by local associations of the German parties

 

Publikationen

Datts, Mario; Schultze, Martin (2017): Die facebook-Aktivitäten etablierter Parteien auf kommunaler Ebene. Empirische Analysen auf Basis automatisiert erhobener Daten. In: Mitteilungen des Instituts für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung 23, S. 25–36.

Koschmieder, Carsten; Datts, Mario (2016): Mehr Demokratie und mehr Ungleichheit. In: Alexander Hensel, Daniela Kallinich, Julia Kiegeland, Robert Lorenz und Robert Müller-Stahl (Hg.): Demokratie in Aufruhr. Stuttgart: ibidem-Verlag (Jahrbücher des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, 2015), S. 125–128.

Datts, Mario (2014): Innerparteiliche Mitbestimmung in der Piratenpartei. Eine empirische Analyse der Partizipation am Liquid-Feedback im Landesverband Berlin. Otto-Stammer-Zentrum. Berlin.

Lehrveranstaltungen und Betreuung von Studienabschlussarbeiten

Wintersemester 2017/2018


Aufbauseminar: Einführung in die politische Theorie



BA-Arbeit: „Wahlkampf und Social Web – Eine Analyse zur Publikumsresonanz anhand von Nachrichtenwertfaktoren

Sommersemester 2017


Aufbauseminar: Politische Partizipation



BA-Arbeit: „Welche Faktoren beeinflussen die Nutzung sozialer Medien durch Ratsmitglieder?“

Wintersemester 2016/2017


Aufbauseminar: Einführung in die politische Theorie

Sommersemester 2016/2017


Aufbauseminar: Analyse politischer Systeme



Vertiefungsseminar: Innerparteiliche Demokratie unter besonderer Berücksichtigung digitaler Instrumente

Wintersemester 2015/2016


Aufbauseminar: Einführung in die politische Theorie


Werdegang

seit 04/2015

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg "Linkage in Democracy. Politische Repräsentation in heterogenen Gesellschaften" (LinkDe), Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

10/2010-10/2014

Masterstudiengang Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin (Abschluss: “sehr gut”)
Masterarbeit: Innerparteiliche Mitbestimmung in der Piratenpartei (Bewertung: “sehr gut”)

10/2012-10/2014

Studentische Hilfskraft am Otto-Stammer-Zentrum, Freie Universität Berlin 

05/2011-01/2013

Zusatzqualifikation Praxis der Personalarbeit, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin (Abschluss: “sehr gut”)
Abschlussarbeit: Das Mitarbeitergespräch als eine vertrauensvolle Kommunikationsbeziehung (Bewertung: “sehr gut”)

03/2012-11/2012

Weiterbildung zum Multiplikator für die historisch-politische Jugendbildung an der Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung, Berlin
Abschlussprojekt: Erarbeitung eines Konzepts für die Jugendbildung

03/2012-05/2012

Projektbezogene Mitarbeit am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

09/2011-11/2011

Praktikum bei der Kienbaum Berlin GmbH

04/2011-08/2011

Praktikum im Projekt Language, Cognition and Gender des Fachbereichs Erziehungswissenschaft und Psychologie der Freien Universität Berlin

10/2007-09/2010

Bachelorstudiengang Politikwissenschaft, Leibniz Universität Hannover (Abschluss: “sehr gut”)
Bachelorarbeit: Über die Funktion sozialer Bewegungen” (Bewertung: “gut”)

08/2009-09/2009

Praktikum im Aktionsreferat bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen