FACHSCHAFT KLASSISCHE PHILOLOGIE & ANTIKE KULTUR

Die Alten Sprachen haben heutzutage einen schweren Stand an Schulen,
an Universitäten, in der Bildungspolitik. Latein und Altgriechisch zu
erlernen erscheint vielen als irrelevant und nicht mehr zeitgemäß. Dass
eine humanistische Bildung unser Leben jedoch auf vielfältige Weise
bereichern und eine Quelle der Lebensfreude und des Vergnügens
darstellen kann, dürfte wohl niemand besser zum Ausdruck bringen als
Jürgen von der Lippe. Auf Einladung des Instituts für Klassische Philologie
der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf wird der ebenso vielseitige wie
vielbelesene Entertainer/Comedian/Musiker/Schauspieler/Romanautor in
seinem Vortrag schildern, welchen Einfluß die humanistische Bildung auf
seine künstlerische Laufbahn hatte.


In seinen eigenen Worten:
„Vulgo: Wer lang hat, lässt lang hängen. Was macht man nach 7 Jahren
Latein, 5 Jahren Griechisch, 14 Semestern Germanistik, Linguistik und
Philosophie, und der überraschenden Auskunft, dass diese
Fächerkombination in Berlin -anders als in NRW- nicht lehramtsfähig
ist? Man macht das, was man seit Jahren erfolgreich nebenher betreibt,
zum Beruf und wird Komiker. Die Voraussetzungen waren ja alle da:
Sangeslust, Fabulierwut, Hang zum Klugscheißern, kindliche Freude an
der Provokation durch genitalreferentielles und antiklerikales Material
sowie große Begeisterung für Fremdwörter und ihre Herleitung.
Schließlich habe ich als Schüler mit Latein und Griechisch-Nachhilfe
Geld verdient. Und da bin ich wohl einer der wenigen Comedians, die
gern mit dem xenologophilen Pfund wuchern. Eckart von Hirschhausen
baut auf Medizin, Vince Ebert auf die Physik, Sebastian Schnoy auf
Geographie, Tom Pauls aufs sächsische Idiom, Konrad Beikircher aufs
Rheinische plus klassische Musik. Suum cuique. Daraus erhellt, dass
dieser Vortrag ein Gepäckmarsch durch meine Arbeit wird, bestehend
aus Texten aus den Büchern und Bühnenprogrammen, sowie einigem
bisher Unveröffentlichten. Fiktionales, Standup-Material, ein bisschen
Theorie, immer zumindest peripher mit Bezug auf die alten Sprachen,
sodass der Altphilologe sich wie zuhause fühlen kann. Denn hier wächst
zusammen, was zusammengehört: Wittgenstein hat gesagt, er könne
sich ein ernsthaftes und gutes philosophisches Werk vorstellen, das nur
aus Witzen bestehe, und Zeus hat angeblich nach seiner Geburt sieben
Tage lang ununterbrochen gelacht. Und so wie er und die Kollegen es
im griechischen Götterhimmel haben krachen lassen, schließt sich doch
ein Kreis.“

Wünsche & Anregungen

Es gibt ein Thema der Antiken Kultur, das ihr total spannend findet, zu dem aber leider noch nie eine Veranstaltung angeboten wurde?

Schreibt uns einfach eure Ideen, Wünsche und Anregungen für mögliche Veranstaltungen und wir versuchen sie zusammen mit dem Lehrstuhl umzusetzen.

Schreibt uns eure Vorschläge am besten per Mail an antikeuni-duesseldorfde, wir freuen uns über Anregungen aller Art.

Lateintutorium

Probleme in der Lektüreübung oder im Sprachkurs? Im Lateintutorium (bei Bedarf auch Graecumstutorium) habt ihr die Möglichkeit, in einer kleinen Gruppe zielgerichtet Grammatik zu wiederholen oder eure offene Fragen zu beantworten. Der Unterricht richtet sich nach den Kenntnissen der Teilnehmer - ihr könnt außerdem auch noch zu einem späteren Zeitpunkt im Semester einsteigen.

Bei näheren Fragen schreibt uns gerne eine Mail an antike@uni-duesseldorf.de