Historische Wohnorte von bekannten Frauen der Düsseldorfer Kulturszene


Magda Spiegel



Die berühmte Altistin, 1887 geboren, zieht 1911 in die Feldstr. 24 mit einem festen Stadttheater-Engagement. Zu dieser Zeit wird die aus Prag stammende Sängerin bereits als "vorzüglich singende Künstlerin" in Düsseldorf sehr geschätzt ("Düsseldorfer Tageblatt", 7.11.1911). Von 1914-1918 lebt sie auf der Grafenberger Allee 360. Als "Azucena" im Troubadour" von Verdi ist Magda Spiegel 1916 so erfolgreich, dass sie im folgenden Jahr für eine Gastrolle in Frankfurt verpflichtet wird und eine Berufung zur ersten Altistin erhält. Nach dem Sprungbrett Düsseldorf beginnt für sie eine glanzvolle Karriere, die sie zu Gastspielen an die wichtigsten Bühnen im In- und Ausland führt Nach1935 wird es für die Jüdin immer schwieriger aufzutreten. 1942 wird sie verhaftet und in Auschwitz ermordet.

Text: Ruth Sandhagen

(Quelle: Dem Vergessen entgegen. Frauen in der Geistesgeschichte Düsseldorfs. Lebensbilder und Chroniken. Dokumentation einer Ausstellung des Frauen-Kultur-Archivs. Neuss 1989)


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