INSTITUT FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN

Ziele und Untersuchungsdesign

Das Forschungsprojekt widmet sich der Frühphase einer romantischen Beziehung. Sein übergeordnetes Ziel ist es zu untersuchen, unter welchen Bedingungen sich eine junge Beziehung glücklich entwickelt und stabil bleibt, und welche Faktoren vielmehr dazu beitragen, dass Unzufriedenheit entsteht, die unter Umständen zur Auflösung der Beziehung führen kann.

Für die Beantwortung dieser Fragen ist von entscheidender Bedeutung, dass Informationen von beiden Partnern über einen längeren Zeitraum vorliegen. Ersteres ist deshalb so wichtig, weil eine Beziehung immer aus zwei Individuen besteht, die unterschiedliche Vorstellungen, Wünsche und Bedürfnisse haben. Genauso wichtig ist auch die zweite Anforderung. Die Aufbauphase der Beziehung ist eine sehr dynamische Phase und unterliegt vielen Veränderungen, die folgenreiche Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Partner haben können. Deshalb bedarf es einer kontinuierlichen Beobachtung, wenn man die Ursachen für den Erfolg der jungen Paarbeziehung untersuchen möchte.

Um diesen zwei Anforderungen gerecht zu werden, sollen die Beziehungen von 400 zufällig ausgewählten jungen Paaren für den Zeitraum von ca. einem Jahr mitverfolgt werden. Dabei sollen beide Partner in etwa zweimonatigen Abständen an sechs kurzen Online-Befragungen teilnehmen. Die Befragungen werden vom LINK Institut für Markt- und Sozialforschung durchgeführt.

Basierend auf theoretischen Überlegungen und bisherigen Forschungsergebnissen werden Informationen über verschiedene Bereiche und Aspekte des Beziehungslebens erhoben, die für die Zufriedenheit der Partner miteinander und deren Wunsch nach Weiterführen der Beziehung relevant wären. Solche wären beispielsweise verschiedene Persönlichkeitseigenschaften, die Einstellungen und das Verhalten der Partner zueinander, ihre Übereinstimmung in wichtigen Lebensbereichen oder aber auch Informationen über die Randbedingungen der Beziehung wie die Beziehungsdauer, die gemeinsam verbrachte Zeit, die Religionszugehörigkeit der Partner oder auch das Vorhandensein von Alternativen.