INSTITUT FÜR SOZIALWISSENSCHAFTEN

Ziele des Projekts

In der zweijährigen Projektphase von AnaGramm werden zwei wesentliche wissenschaftliche Ziele verfolgt:

Erstens soll der Anwendungsbereich des mechanismenbasierten Erklärungsansatzes erweitert werden. Bis auf einzelne Ausnahmen, wie etwa die Bildungssoziologie, sind viele Teilbereiche der Soziologie bis jetzt kaum systematisch aus analytischer und mechanismenbasierter Perspektive erforscht worden. Mit AnaGramm wird das Forschungsprogramm der Analytischen Soziologie für spezifische Fragestellungen aus Teilbereichen der theoretischen Soziologie, der Mediensoziologie und der Einstellungsforschung nutzbar gemacht. In diesen drei Teilbereichen wird zwar von Zeit zu Zeit auf bestimmte Mechanismen verwiesen, doch eine systematische Anwendung des Forschungsprogramms steht bislang noch aus.

Zweitens soll das Spektrum der angewandten empirischen Methoden im Rahmen
mechanismenbasierter Erklärungen erweitert werden. Bei der empirischen Umsetzung des Forschungsprogramms dominieren derzeit Computersimulationen nach dem Verfahren der agentenbasierten Modellierung. Im Rahmen von AnaGramm werden theoretische Erklärungsmodelle der analytischen Soziologie in quantitativ-empirische Forschungsdesigns übersetzt, was bisher ebenfalls kaum geleistet wurde.

Die Projektphase gliedert sich in folgende drei Module:

  • Theoriemodul: Konstruktion von Brückenannahmen
  • Empiriemodul 1: Dissonanzreduktion im sozialen, kulturellen und medialen Wandel
  • Empiriemodul 2: Moderatoreffekte, Mediationsmodelle und der Mechanismus der Schweigespirale