Teilprojekt Einflusswahrnehmung (Forschergruppe Politische Kommunikation in der Online-Welt) 2011-2014

Die Fragestellung des Teilprojekts (TP) lautet: Welcher politische Einfluss wird welchen Online-Medien von wem unterstellt, auf welche Ursachen ist das zurückzuführen und welche Konsequenzen hat dies für politische Vorstellungen, Einstellungen und Verhaltensweisen?

Das TP verfolgt das Ziel, durch Ermittlung der politischen Bedeutung, die Online-Medien im Vergleich zu traditionellen Medien zugeschrieben wird, und der politischen Folgen dieser Zuschreibung einen Beitrag zur Theorie der subjektiven Seite des Wandels der politischen Kommunikation zu leisten – in Form eines Erklärungsmodells und angemessener Methodik.


Theoretische
Basis bilden vor allem Ansätze zu indirekten Medienwirkungen (Third-Person-Effect und Influence-of-Presumed-Media-Influence).


Den methodischen Kern bildet die standardisierte Mehrfachbefragung eines Panels aus vier Gruppen: Online-Medien-Szene, Journalisten traditioneller Medien, politisch Aktive, politisch und publizistisch nicht aktive Personen. Zu speziellen Ereignissen sind vertiefende Befragungen geplant.


Geprüft werden Hypothesen, mit denen die Einflusswahrnehmung und ihre Konsequenzen in sachlicher (z. B. zur Wahrnehmung des Einflusses einzelner Online-Medien), zeitlicher (z. B. zu Veränderungen des zugeschriebenen Online-Einflusses) und sozialer (z. B. zu Unterschieden zwischen den Befragtengruppen) Hinsicht differenziert werden.


Das Modell wird in der zweiten Projektphase an erweiterten Konstellationen geprüft, vor allem durch internationale Vergleiche und Einbeziehung weiterer Gruppen.