BILDUNGSFORSCHUNG UND BILDUNGSMANAGEMENT

Das ePortfolio als alternative Form der Abschlussprüfung

ePortfolios sind digitale Sammelmappen, in denen Studierende ihren Lern- und Arbeitsprozess seminarbegleitend dokumentieren, reflektieren und präsentierenEin ePortfolio regt die praxisnahe und kritische Reflexion der Lehrinhalte und des eigenen Lernerfolgs an. Die semesterbegleitende Ergebnissicherung erlaubt die Entschärfung der Semesterendphasedie oftmals durch eine Häufung von Klausur- und Abgabeterminen gekennzeichnet ist. Ab 2011 konnte der Einsatz von ePortfolios als innovatives Lehr- und Prüfungsformat in den Lehrveranstaltungen von Prof. Barz getestet werden.

 

ePortfolio
Quelle: Technology Tab, 2013

Welche Vorteile bietet ein ePortfolio?

Die Anfertigung eines ePortfolios als alternative Prüfungsform bietet viele Vorteile, sowohl für Studierende als auch Dozierende. 

Für Studierende

  • Kontinuierlicher Lernprozess → verfestigt vermitteltes Wissen
  • Reflexion des eigenen Lernprozesses → Wissenslücken können geschlossen werden
  • Feedbacks durch die/ den Dozierenden → Möglichkeit der Leistungsverbesserung
  • Entzerrung der Prüfungsphase am Ende der Vorlesungszeit → Verbesserung des Stressmanagements 
  • Erlerntes Wissen wird digital gesammelt → jederzeit abrufbar 
  • ePortfolio kann durch Einbindung verschiedener Medien aufbereitet werden → Verbeserung der Medienkompetenz
  • Erstellung eigener seminarrelevanter Inhalte (Videos, Interviews, etc.) → Förderung der Kreativität
  • CMS-Kenntnisse (Software mahara) werden vermittelt → Erweiterung der Softwareskills   

Für Dozierende

  • Bewertung der kontinuierlichen Gesamtleistung des Studierenden → Transparenz bei der Bewertung für Studierende 
  • Anreiz zur regelmäßigen Teilnahme der Studierenden → Verbesserung der Gruppendynamik innerhalb des Seminars

Wie kann ein ePortfolio als Lehr- und Prüfungsformat eingesetzt werden?

Während des Semesters bereiten die Studierenden jede Seminarsitzung in ihrem ePortfolio inhaltlich auf und bearbeiten selbst gewählte Themen vertiefend; Einzel- oder Gruppencoachings unterstützen die Studierenden technisch und inhaltlich. Neben Textdokumenten können weitere selbst erstellte oder „gefundene“ Medien wie etwa Podcasts, Videos oder Grafiken eingebettet werden.

Beispiele für ePortfolios von Studierenden

Wie bewerten die Studierenden die Arbeit mit dem ePortfolio?

In dem Zeitraum Sommersemester 2011 bis Sommersemester 2016 haben wir eine Evaluation über ilias durchgeführt, an der insgesamt 166 Studierende teilgenommen haben. Die Evaluation ergab, dass ein beachtlicher Großteil der Studierenden die Arbeit mit dem ePortfolio als positiv betrachtet. Im Folgenden möchten wir drei Aussagen und die Bewertungen der Studierenden präsentieren:

„ePortfolio als veranstaltungsbegleitende Prüfung finde ich für Studierende empfehlenswert.“

„Die Arbeit mit dem ePortfolio hat dazu beigetragen, dass ich mich mit den Seminarthemen wöchentlich auseinandergesetzt habe.“

„Wünschen Sie ePortfolio als mögliche Prüfungsmethode für weitere Lehrveranstaltungen?“

ePortfolio – Lernen wird nachhaltig

ePortfolios können über das gesamte Studium hinweg gepflegt und erweitert werden, um auch langfristige Lernprozesse zu dokumentieren. Zudem können Studierende relevante Ausschnitte des ePortfolios ihren Bewerbungsunterlagen beifügen, um in der Bewerbung beschriebene Fähigkeiten zu untermauern.

 

 

Presseberichte

      Quellen

      Technology Tab, 2013. E-Portfolio system with Mahara for International Schools. Abrufbar unter: https://tektab.com/2013/10/10/e-portfolio-system-with-mahara-for-international-schools/; abgerufen am 08.02.2017

      KONTAKT

      Mareike Furlong, M.Ed.
      mfurlongphil.hhude
      0211 81-14873

      Sprechstunde:
      mittwochs, 13:00-14:00 Uhr
      Geb. 23.32.00, Raum 67

      Johannes Kißmer, SHK
      kissmer@phil.hhu.de
      0211 81-14873

      Sprechstunde:
      nach Vereinbarung
      Geb. 23.32.00, Raum 67