SOZIOLOGIE

Alltag und Verfolgung im Dritten Reich

Thema ist das Leben im Dritten Reich auf Seiten der nicht-jüdischen und jüdischen Bevölkerung. Neben historischen Quellen dienen in erster Linie Umfragen als empirische Basis. Diese stützen sich auf quantitative sowie auf qualitative "oral history" Ansätze. Im Rahmen des Projektes wurden Befragungen in der Bevölkerung der Städte Berlin, Hamburg und München der Jahrgänge 1928 und früher durchgeführt, kombiniert mit "follow-up" Studien auf der Basis von "oral history" Interviews.

Publikationen aus früherer und aktueller Forschung

  • Johnson, E. und K.-H. Reuband: Die populäre Einschätzung der Gestapo. Wie allgegenwärtig war sie wirklich?, in: G. Paul and K.M. Mallmann, Hrsg.,  Die Gestapo - Mythos und Realität.  Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1995, S. 417-436
  • Reuband, K.-H.: Gerüchte und Kenntnisse vom Holocaust in der deutschen Gesellschaft vor Ende des Krieges. Eine Bestandsaufnahme auf der Basis von Bevölkerungsumfragen, in: W. Benz, Hrsg., Jahrbuch für Antisemitismusforschung. Band 9. Frankfurt und New York: Campus Verlag 2000, S. 196-233
  • Reuband, K.-H.: Schwarzhören im Dritten Reich. Verbreitung, Erscheinungsformen und Kommunikationsmuster beim Umgang mit verbotenen Sendern, in: Archiv für Sozialgeschichte, 41, 2001, S. 374-398
  • Reuband, K.H.: Denunziation im Dritten Reich. Die Bedeutung von Systemunterstützung und Gelegenheitsstrukturen, in: I. Marszolek und O. Stieglitz, Hrsg., Denunziation im 20. Jahrhundert: Zwischen Komparatistik und Interdisziplinarität (Sonderheft von Historical Social Research/Historische Sozialforschung, 26, Heft 2/3). Köln 2001: Zentrum für historische Sozialforschung, S. 219-234 (DOWNLOAD)
  • Reuband, K.-H.: Zwischen Ignoranz, Wissen und Nicht-Glauben-Wollen: Gerüchte über den Holocaust und ihre Diffusionsbedingungen in der Bevölkerung, in: B. Kosmala und C. Schoppmann, Hrsg.,  Überleben im Untergrund. Hilfe für Juden in Deutschland 1941-1945. Berlin: Metropol Verlag 2002, S. 33-62
  • Reuband, K.-H.: Jud Süß und Der ewige Jude als Prototypen antisemitischer Film-Propaganda im Dritten Reich. Entstehungsbedingungen, Zuschauerstrukturen und Wirkungspotentiale, in: M. Andel, D. Brandes, A. Labisch, J. Pesak und Th. Ruzicka, Hrsg., Propaganda, (Selbst-)Zensur, Sensation: Grenzen von Presse- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und Tschechien seit 1871. Essen: Klartext Verlag 2005, S. 89-148 
  • Johnson, E.A. und K.-H. Reuband: What We Knew. Terror, Mass Murder and Everyday Life in Nazi Germany. An Oral History. New York: Basic Books 2005 [London: John Murray Publishers]  
  • Reuband, K.-H.: Das NS-Regime zwischen Akzeptanz und Ablehnung. Eine retrospektive Analyse von Bevölkerungseinstellungen im Dritten Reich auf der Basis von Umfragedaten, in: Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft, 31, 2006, S. 315-343
  • Reuband, K.-H.: Die Reaktion der deutschen Bevölkerung auf den Judenstern. Eine retrospektive Analyse gestützt auf eine repräsentative Umfrage aus dem Jahre 1949, in: W. Benz, Hrsg. Jahrbuch für Antisemitismusforschung. Frankfurt/M.: Campus Verlag 2007, S. 163-194
  • Reuband, K.-H.:Die Leserschaft des "Stürmers" im Dritten Reich. SozialeZusammensetzung und antisemitische Orientierungen, in: HistorischeSozialforschung/Historical Social Research, 33, Heft 4, 2008, S. 214-254 (DOWNLOAD)