ROMANISTIK IV

Forschungsprojekt: Sprache und Musik

Das aus Mitteln des Forschungs- und Innovationsfonds der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geförderte Projekt untersucht das Zusammenwirken von Sprache und Musik. Im Mittelpunkt steht die Frage nach den phonologischen und prosodischen Eigenschaften und Möglichkeiten einer Sprache (z.B. Silbenstruktur, Vokaldistributionen, Akzentverhältnisse, Silbentilgungen und -erweiterungen) um auf die Vielfalt der durch die Musik vorgegebenen Schemata  „flexibel“ zu reagieren. Sprachen „eignen“ sich hierfür unterschiedlich gut, was zu einer mitunter starken auditiven Diskrepanz zwischen Sing- und Sprechsprache führen kann, deren ästhetische Implikationen bereits Gegenstand zahlreicher gelehrter Erörterungen insbesondere des 18. Jahrhunderts waren. Diese – kulturwissenschaftliche – Dimension soll ebenso wie die phonologisch-prosodische Ebene anhand ausgewählter Opern und ihren Libretti sowie den fremdsprachigen Versionen bzw. Übersetzungen zunächst des Italienischen, Deutschen und Französischen untersucht werden.


Das Forschungsprojekt "Sprache und Musik" ist ausführlich beschrieben in:

Schafroth, Elmar. 2010. Sprache und Musik. Zur Analyse gesungener Sprachen anhand von Opernarien. (Erweiterte Fassung [34 S.]).