"Fremde" sprachliche Strukturen in Übersetzungen literarischer Prosa
Sprachwissenschaftliches Forschungsprojekt, konzipiert im Rahmen des seit 25 Jahren bestehenden Studiengangs Literaturübersetzen, Anschub-Förderung durch den Strategischen Forschungsfonds der Heinrich-Heine-Universität, April-September 2012
Kontakt/Webmaster: Martina Nicklaus
Die Idee: Literarisches Übersetzen und kontrastive Grammatik Das Projekt: Fremdes und Unbequemes in übersetzten Texten Die Tagungen: Professionelle Übersetzung als Korrektiv
Lektüreliste: Referenzen und bibliographische Anregungen |
Ein Beispiel ...
(Marcel Proust, À la recherche du temps perdu, 1913)
Longtemps, je me suis couché de bonne heure. Parfois, à peine ma bougie éteinte, mes yeux se fermaient si vite que je n'avais pas le temps de me dire: "Je m'endors."
(Übersetzung von Eva Rechel-Mertens, 1953)
Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Manchmal fielen mir die Augen, wenn kaum die Kerze ausgelöscht war, so schnell zu, daß ich keine Zeit mehr hatte zu denken: Jetzt schlafe ich ein.
(Übersetzung von Michael Kleeberg, 2002)
Lange Zeit habe ich mich zu früher Stunde schlafen gelegt. Zuweilen fielen mir, kaum war die Kerze gelöscht, die Augen so schnell zu, daß ich nicht dazu kam, mir zu sagen: "Ich schlafe ein".
(Übersetzungsvorschlag der Proust-Gesellschaft)
Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Manchmal, die Kerze war kaum gelöscht, fielen mir die Augen so rasch zu, daß keine Zeit blieb, mir zu sagen: Ich schlafe ein.


