Martina Nicklaus - Kommentare zu Lehrveranstaltungen (SS 09)
2. Französische Syntax
Di. 11-13, Geb. 23.21, Raum 02.21
Beginn: 14.4.2009
Ergebnisse der Klausur
Termin für die Wiederholungsklausur:
Freitag, 9.10.2009, 9-11 Uhr, Raum: 23.21. 2.22.
Kommentar:
"ben ça… je sais pas… mais tu … d’accord!"
Die Syntax analysiert Sätze mit dem Ziel, ihre Struktur zu erfassen. Allerdings: Was ist ein Satz? Das obige Beispiel, das in einer informellen Unterhaltung durchaus denkbar wäre, entspricht keinem Satzmuster der Norm wie sie der Bon usage von Maurice Grevisse beschreibt. Ist diese Äußerung nicht korrekt? Ist die Äußerung überhaupt ein richtiger Satz? Die obige Äußerung könnte im informellen Gespräch funktionieren, in geschriebener Sprache auf keinen Fall. Ganz offensichtlich passt sich die Äußerungsstruktur der jeweiligen Kommunikationssituation an. Dies führt dazu, dass bestimmte syntaktische Strukturen für bestimmte Kommunikationssituationen (Schreiben eines wissenschaftlichen Texts, informelles Gespräch, Chat etc.) typisch sind.
Im Seminar soll es zunächst darum gehen, verschiedene Beschreibungsmodelle für syntaktische Strukturen vorzustellen und auf deren Basis eine möglichst hohe Anzahl von Belegen unterschiedlichster Provenienz zu analysieren. Im weiteren Verlauf werden aktuelle Einzelstudien vorgestellt werden und schließlich sollen die Ergebnisse einer Studie zu konservativen Tendenzen in der Syntax bei englischen Literaturübersetzern in einem eigenen Seminarprojekt anhand von deutschen Übersetzungen französischer Literatur überprüft werden.
Literaturempfehlung:
- Christa Dürscheid: Syntax, Göttigen 2007
- Hartmut Kleineidam: "Französisch: Syntax", in: Holtus, G./Metzeltin, M./Schmitt, Ch. (Hrsg.), Lexikon der romanistischen Linguistik, Tübingen 1990, Bd. V.1, S. 125-144
- Monika Sokol: Französische Sprachwissenschaft, Tübingen 22007, Kap. 6, S. 138-161
Teilnahmevoraussetzungen:
- erfolgreiche Teilnahme an der Einführung in das Studium der romanistischen Sprachwissenschaft (Französisch) sowie möglichst auch an der Einführungsvorlesung,
- erfolgreiche Teilnahme an Mündlichkeit I/Schriftlichkeit I (Französisch).
Leistung für einen Beteiligungsnachweis:
regelmäßige und aktive (Hausaufgaben) Teilnahme, Referat/Päsentation
Form der Abschlussprüfung:
Klausur
Termine (bitte in die Anmeldeformulare eintragen):
Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung: 15. Mai 2009
Prüfungstermin: 20. Juli 2009, 11-13 Uhr
Materialien:
Semesterplan und Minimalprotokolle
Hausaufgaben zum 28.4.2009:
Bitte lesen Sie diesen Text (versehentlich doppelt gescannt, ist aber nur eine Seite) und beantworten Sie die folgenden Fragen:
Die Distribution des Morphems -ons im Französischen ließe sich in Harris' Sinne etwa beschreiben mit:
"Steht immer unmittelbar nach einem Element aus der Gruppe der verbalen Lexeme (chant-, dans-, port-, ...), in den meisten Fällen ist ein nous vorgeschaltet."
Wie müsste dann die Distribution des Morphems -s etwa beschrieben werden?
Lassen sich die Funktionen von -s durch die Beschreibung der Distribution gut erfassen?
Könnte die Muttersprache von Harris (Englisch) ein Grund dafür sein, dass er sich für die distributionelle Analyse ausspricht?
Hausaufgaben zum 5.5.2009:
Lesen Sie das Kap. 8.3. in Dürscheid 2007 (Semesterapparat UB) und beantworten Sie die folgenden Fragen:
- Was versteht Chomsky unter "Transformationen"? Sind Transformationen dasselbe wir Permutationstests (Verschiebeproben)?
- Ist die Tiefenstruktur von den Sätzen Il me voit / Me voit-il? dieselbe ?
Hausaufgaben zum 12.5.2009:
Beweisen Sie mit Hilfe einer der Ihnen bekannten Tests/Proben (evtl. in Dürscheid 2007, Kap. 3, Semesterapp. UB nachsehen!) den unterschiedlichen Status von "me" in: Je me lave. Je me confesse.
Beweisen Sie mit Hilfe der Weglassprobe oder Substitutionsprobe den unterschiedlichen Status der Verbalphrasen in: Il ne lève pas le petit doigt. Il ne lève pas le petit livre.
Hausaufgaben zum 19.5.2009:
Überprüfen sie die Angaben zu "werfen" in einem deutsch-französischen Wörterbuch (PONS Großwörterbuch oder Langenscheidts Großwörterbuch Französisch-Deutsch). Welche der folgenden Vorkommen von werfen werden nicht befriedigend erklärt?
Der Stürmer wirft den Ausgleich.
Fritz wirft über 60 Meter.
Der Spieler wirft sechs Augen.
Der Prinz wirft Kamelle.
Das Wasser wirft Blasen.
Die Katze wirft Junge.
Der Studi wirft Geld in den Automaten.
Der General wirft alle Truppen an die Front.
Der Tourist wirft einen Blick in das Zimmer.
Er hat ein Auge auf seine Schwägerin geworfen.
Der Schauspieler wirft sich in die Brust.
Der Bursche wirft sich in Schale.
Fritz wirft wie immer mit Geld um sich.
Der Studi wirft dem Dozenten nur Schimpfwörter an den Kopf.
Das Mädchen wirft sich dem Matrosen an den Hals.
Der Bettler wirft sich dem König zu Füßen.
Hausaufgaben zum 26.5.2009:
Nachgereichte Handouts:
1. Glinz,
2. Valenzen(Tesnière), 2. Teil
Neuer Klausurtermin: 23.7., 9-11 Uhr. Mir ist signalisiert worden, dass es damit doch keine Probleme geben dürfte.
Hausaufgaben: Führen Sie mit zwei deutschen Muttersprachlern einen kleinen Test durch. Wählen Sie entweder Test 1 oder Test 2.
Test 1:
- Lesen Sie der ersten Testperson (ohne Anwesenheit der zweiten Testperson) den folgenden Satz einmal langsam und deutlich vor.
1. Er schickte einen Brief darüber an Galilei, den großen italienischen Wissenschaftler.
Nach einer sehr kurzen Pause lesen Sie folgenden Testsatz einmal vor. Die Testperson soll nach dem Hören beurteilen, ob der Testsatz komplett mit dem zuerst gelesenen Satz identisch ist oder nicht. Die Testperson soll antworten:
" identisch" oder "nicht identisch".
2. Darüber wurde ein Brief an Galilei, den großen italienischen Wissenschaftler, geschickt.
Wiederholen Sie den Test mit der zweiten Testperson, lassen aber etwa 40-60 Sekunden Pause zwischen Vorlesen des ersten Satzes und Vorlesen des Testsatzes. In der Pause können Sie sich unterhalten.
Notieren Sie sich nur die Antworten der beiden Testpersonen und mailen Sie sie mir (mail) bis Montag, 12 Uhr, Betreff: SynTest. Geben Sie an, welchen der beiden Tests Sie gemacht haben.
Test 2:
- Lesen Sie der ersten Testperson (ohne Anwesenheit der zweiten Testperson) den folgenden Satz einmal langsam und deutlich vor.
1. Er schickte einen Brief darüber an Galilei, den großen italienischen Wissenschaftler.
Nach einer sehr kurzen Pause lesen Sie folgenden Testsatz einmal vor. Die Testperson soll nach dem Hören beurteilen, ob er komplett mit dem zuerst gelesenen Satz identisch ist oder nicht. Die Testperson soll antworten: " identisch" oder "nicht identisch".
2. Galilei, der große italienische Wissenschaftler, schickte ihm darüber einen Brief.
Wiederholen Sie den Test mit der zweiten Testperson, lassen aber etwa 40-60 Sekunden Pause zwischen Vorlesen des ersten Satzes und Vorlesen des Testsatzes. In der Pause können Sie sich unterhalten.
Notieren Sie sich nur die Antworten der beiden Testpersonen und mailen Sie sie mir (mail) bis Montag, 12 Uhr, Betreff: SynTest. Geben Sie an , welchen der beiden Tests Sie gemacht haben.
Hausaufgabe zum 2.6.2009:
Übersetzen Sie die folgenden Beispiele so korrekt wie möglich.
Erkennen Sie eine (die Semantik beeinflussende) Funktion der Voran- bzw. Nachstellung?
la pure vérité vs. la vérité pure
la haute tour vs. la tour haute
Hausaufgabe zum 9.6.2009:
!!Hier geht es zum online-Semesterapparat mit dem Aufsatz von McLaughlin, worin die Vorbildstudie für unser Projekt beschrieben wird. Benutzerkennung und Passwort wie angegeben, beides klein schreiben! Ab 23.6. beschäftigen wir uns mit dem Projekt.
Lesen Sie den folgenden Text zu Parataxe und Hypotaxe in Nähesprache (~ informelle gesprochene Sprache:
Zu den komplexesten und planungsintensivsten Verfahren der Syntax gehört zweifellos die Hypotaxe. Während bei der Parataxe gleichrangige Sätze auf der Diskursebene ananeindergereiht werden (Koordination ohne verbindende Konjunktion (asyndetisch) oder mit Konjunktionen wie fr. [...] et [...]), ermöglichen hypotaktische Verfahren (Subordination mit Konjunktionen wie fr. que) die Einbettung ganzer Satzstrukturen ('Nebensätze' [...]) in einen hierarchisch höheren Satzrahmen ('Hauptsatz' [...]). Die so entstehenden Satzgefüge mit ihrem ausgeprägt integrativen Charakter setzen bei der Fromulierung des Diskurses einen erhöhten Planungsaufwand voraus [...]. Der eher aggregative Charakter der Parataxe kommt demgegenüber der Spontaneität und den geringen Planungsmöglichkeiten des Nähesprechens entgegen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass in Nähediskursen mitunter extreme Häufungen der Parataxe auftreten [...]
aus: P. Koch/W. Oesterreicher: Gesprochene Sprache in der Romania, Tübingen 1990:96
- Formulieren Sie die folgenden Beispiele für Parataxe in gespr. Sprache in Hypotaxe um (Beispiele aus Berrendonner 2004:259):
alors j'ai un copain ici il rigolait
nous on a le maire il fait rien pour le chômeurs
la route de Neuchâtel … c'est une route … on peut jamais doubler
- Inwiefern ist das folgende Beispiel aus einem Gespräch mit einer Schneiderin kein Beispiel für Hypotaxe (Beleg aus einem Korpus für gesprochene Sprache bach.arts.kuleuven.be/pmertens/corpus/search/s.html):
... moi je vous dirais que personnellement ... euh je j'ai j'ai toujours aimé mon métier d'abord je crois que je suis née une aiguille à la main...
Hausaufgabe zum 16.6.2009:
Bitte bearbeiten Sie zum Passiv die §§694-99 in: G. + R. Le Bidois 1971 (siehe Semesterapparat UB).
§695: Was ist für le Bidois der Unterschied zwischen passif réel und passif grammatical? §698: Was ist das Passivische an Formen wie cela ne se dit pas?
Hausaufgabe zum 23.6.2009:
Bitte lesen Sie in der Grammatik Le Bon usage von M. Grevisse (bitte nutzen Sie die Ausgabe, die im Semesterapparat der FB Romanistik steht: 13ème édition). Auflage) das Kapitel "La mise en relief" , §447 und §448b. (Die mit "Hist." eingeleiteten Bemerkungen können Sie überspringen).
Sind die hervorgehobenen Elemente toi bzw. votre oncle in den folgenden beiden Beispielen von Grevisse jeweils eher thematisch (topic) oder eher rhematisch (comment)?
C'est pour toi, que je ferai cela.
Votre oncle, je l'ai connu au régiment.
!!Hier geht es zum online-Semesterapparat mit dem Aufsatz von McLaughlin, worin die Vorbildstudie für unser Projekt beschrieben wird. Benutzerkennung und Passwort wie angegeben (ö=oe), beides klein schreiben! Ab 23.6. beschäftigen wir uns mit dem Projekt.
3. Italienische Soziolinguistik
Mi. 14-16, Geb. 23.21, Raum U1.65
Beginn: 15.4.2009
Die Hausarbeiten sind korrigiert. Noten finden Sie hier.
!! Arbeitsaufgaben zum 15.7. (Projekt) finden Sie hier.
Kommentar:
Chi parla come, quando, a proposito di che cosa e con chi - wer spricht wie, wann, worüber und mit wem? Oder: In welcher Situation darf man ausrufen: "Che palle!" und in welcher besser nur "Che noia!"? Haben Jugendliche eine eigene "Sprache" und formulieren Frauen grundsätzlich anders als Männer? Sprechen sizilianische Migranten in Deutschland noch ihren Dialekt und welche Funktion haben in Italien Dialekt und Hochsprache?
Offenbar gibt es in natürlichen Sprachen immer Varianten, die von den Sprechern abhängig von Faktoren wie Region, sozialem Status, Situation, vielleicht auch von Alter, Geschlecht und benutztem Medium angewandt werden. Im Seminar wird zu klären sein, wie diese Varianten im Italienischen aussehen und wie sie abzugrenzen sind, ob man regelrechte "Untersprachen" beobachten kann oder nur vereinzelte lexikalische und grammatische Variationen.
Geplant ist ein kleines Forschungsprojekt zur Sprache italienischer Migrantenjugendlicher (Italienisch und/oder Dialekt) in Deutschland in Zusammenarbeit mit der italienischen Redaktion des WDR.
Teilnahmevoraussetzungen:
- erfolgreiche Teilnahme an der Einführung in das Studium der romanistischen Sprachwissenschaft (Französisch) sowie möglichst auch an der Einführungsvorlesung,
- erfolgreiche Teilnahme an Mündlichkeit I/Schriftlichkeit I (Italienisch)
Leistung für einen Beteiligungsnachweis:
regelmäßige und aktive (Hausaufgaben) Teilnahme, Referat/Präsentation, Teilnahme an der Projektarbeit
Form der Abschlussprüfung:
Hausarbeit
Termine (bitte in die Anmeldeformulare eintragen):
Anmeldeschluss für die Abschlussprüfung: 15. Mai 2009
Themenausgabetermin: 17. Juli 2009
Prüfungstermin (=Abgabe der Hausarbeit): 17. September 2009
Materialien:
Hausaufgaben zum 30.4.:
Bitte lesen Sie in Schlieben-Lange 1991 (Semesterapparat UB) das Unterkapitel "Heterogenität der historischen Einzelsprache" (S. 87-89, gerne auch noch mehr...) und beantworten Sie die folgende Frage:
Warum werden Veränderungen in einer historischen Sprache (z.B. die Anglizismenflut) oft als so bedrohlich empfunden ?
Hausaufgaben zum 6.5.:
Lesen Sie das folgende Beispiel von Berruto (La sociolinguistica dell'italiano contemporaneo, 1990, S. 188) für "italiano burocratico".
"Ritengo che sia necessario porre in essere ogni condizione affinché le strutture possano dispiegare tutta la loro potenzialità: e a tal fine l'amministrazione si farà carico di risolvere i problemi ancora sul tappeto del personale docente e non docente nel quadro del piano quadriennale di sviluppo degli Atenei nel cui schema si dovrà prevedere una corretta ripartizione di servizi e di risorse."
Ateneo = 'Universität'
Berruto erkennt hier u.a. folgende typischen Merkmale:
- accatastamento (= 'Häufung') di determinazioni nominali successive
- uso di perifrasi
Wo im Text manifestieren sich diese Merkmale?
Hausaufgaben zum 13.5.:
Bitte lesen Sie den letzten Abschnitt (ab "alcune") auf dem handout zur Sitzung und ergänzen Sie die untenstehenden Aussagen mit der richtigen Formulierung. Der Abschnitt fasst die Ergebnisse der Studie zur Situation im Veneto und in Kalabrien zusammen.
Worterklärungen:
we-code / they-code (engl.) - die Varietät mit der sich die Gruppe identifiziert bzw. nicht identifiziert
koinizzazione - Entwicklung eines übergeordneten, regionalen Dialekts (koinè) aus mehreren lokalen Dialekten. Gibt es im Veneto, weniger in Kalabrien
commistione - Mischung
commutazione - Wechsel
codice - hier: Varietät
affioramento - hier: Auftauchen
la scelta marcata - die nicht übliche Wahl
inibisce - verhindert
per attenuare l'estraneità - um die Fremdheit abzuschwächen
scopo - Ziel
Korrektur: Zeile 10: sentono di fatto anstatt: sente di fatto
Aussagen des Texts (entscheiden Sie sich jeweils für eine richtige Variante):
1. In Gebieten, in denen sich früh eine dialektale Koinè entwickelt hat, wie im Veneto, wird der Dialekt als ...
- angemessen für beinahe alle kommunikativen Funktionen empfunden.
- angemessen besonders für halb-formelle, öffentliche, wissenschaftliche Bereiche empfunden.
2. Im Veneto wird das Italienische (wenn es gesprochen wird) leicht dialektal gefärbt und wird als die
- ungewöhnlichere Varietät angesehen.
- familiäre Varietät angesehen.
3. Um das Italienische vertrauter erscheinen zu lassen, verwenden kalabresische Sprecher, wenn sie italienisch sprechen, ...
- besonders wenig kurze grammatische Elemente wie Artikel und Präpositionen.
- besonders viele kurze grammatische Elemente wie Artikel und Präpositionen.
4. Für die kalabresischen Sprecher ist der Dialekt "we-code" und ...
- nur eingeschränkt verwendbar.
- für sehr viele kommunikative Funktionen geeignet.
Hausaufgaben zum 20.5.:
Lesen Sie sorgfältig den folgenden Text und ordnen Sie dann die richtigen Aussagen zu:
" Gli italiani regionali.
Le varietà regionali di italiano costituiscono la realtà più evidente e più radicata nella coscienza dei parlanti, e anche quella quantitativamente più consistente nel panorama linguistico italiano, essendo il tipo di lingua che la maggioranza degli italiani impiega quotidianamente (intersecata, come è logico, con altri fattori variamente legati al contesto comunicativo, all'argomento, all'istruzione dei parlanti, ai ruoli degli interlocutori, ecc.).
Se i dialetti sono in netto regresso, non così si può dire degli italiani regionali, che anzi stanno avanzando anche in settori per lungo tempo dominio dei registri di lingua più formali e quindi più esenti da regionalismi: in primo luogo la radio e la televisione.
Strettamente collegati al dialetto sottostante, gli italiani regionali sono caratterizzati in primo luogo sul piano della pronuncia e dell'intonazione, secondariamente sul piano morfosintattico e lessicale."
(Coveri 1998:42)
Welche der folgenden Aussagen stimmen mit den Aussagen im Text überein:
Die italiani regionali werden, ebenso wie die Dialekte, nach und nach verdrängt.
Die italiani regionali sind die Varietäten mit den meisten Sprechern.
Die italiani regionali werden nur in sehr speziellen Situationen gebraucht.
Die italiani regionali dringen in Bereiche vor, die bisher formelleren , nicht regional markierten Varietäten vorbehalten waren.
In Aussprache und Betonung unterscheiden sich die italiani regionali nicht vom italiano.
Hausaufgabe zum 27.5.2009:
!! Nachtrag: korrigiertes Handout zum 13.5 (Bilinguismus)
Lesen Sie in Veith, Soziolinguistik (Semesterapparat UB) das Kapitel "Stereotype" (innerhalb des Kapitels 2.1.3, S. 40-43, evtl. haben sich die Seiten in der neueren Ausgabe etwas verschoben).
Versuchen Sie die folgenden Attribute den darunterstehenden deutschen Dialekten zuzuordnen (Mehrfachnennungen möglich):
gemütlich, klug, sympathisch, kreativ
ostfriesisch, kölsch, bayrisch, sächsisch
Hausaufgaben zum 10.6.2009:
Welche Funktion hat der Wechsel der Sprache (unterstrichene Segmente) jeweils in den folgenden facebook-Einträgen italienischer Erasmus-Studenten aus Düsseldorf (in eckigen Klammern Übersetzungen):
xxx (Italy) schrieb
am 1. März 2008 um 00:54
piero al piano di sopra????unglaublich!!!ma perchè??io ero rimasta che doveva andare addirittura in altro studentato!!!![ich war auf dem Stand, dass er sogar in ein anderes Studentenheim umziehen musste] cmq meglio...così almeno rimanete insieme!!!!
bacio
xxx (Italy) schrieb
am 1. März 2008 um 00:47
ciao!!qua tutto bene...il 19 marzo se tutto va bene mi laureo;)
poi da brava portinaia voglio il resoconto di chi va nella mia stanza!!!io e miki ci stiamo mettendo d'accordo su quando venire...probabilmente la prima o la seconda sett di maggio...non vedo l'ora!mi mancate un sacco!!e mi manca l'erasmus life...quando sono in astinenza fuggo a urbino...anche se non è la stessa cosa un pò mi tira su!!
tutto bene??gli hausarbeit come sono andati?
bacio
xxx (Italy) schrieb
am 10. April 2008 um 10:52
ciao wagneeee...
ho deciso di cambiare vita..NO uni NO arbeit...
MA..
DROGEEEEEEEEN
eh si..ho capito quale sarä il lavoro della mia vita..soldi facili e no stress..
e´per questo ke ormai traffico alla grande..e ti dirö..allungherö il mio traffico anke a francia e spagna...eh..si ..
insomma sono o non sono un mediatore linguistico di fama internazionale???!
Hausaufgaben zum 17.6.:
Vergleichen Sie die beiden folgenden mündlichen Beschreibungen desselben Bildes (Landschaftsbild). Welche der beiden Beschreibungen wurden von einem Sprecher, welche von einer Sprecherin gegeben? Können Sie sagen, welche sprachlichen Merkmale haben Sie zu Ihrem Urteil kommen lassen?
1.
Che ne so io, a me sembra un paese sul mare ... su un bo ... su un promontorio più che altro ... che ne so mi sembra un bel paese, mi piace pure e non so dirti altro, antico ... ma non mi dice niente di particolare .. non vedo niente di strano, di insolito, non lo so .. bha, niente altro.
2.
Niente, sono molto belli i fiori e il paesaggio è anche carino, è antico, sembra quello del mio paese. Per un minuto, oddio! ... Non lo so scusa... Bho, sembra, sì un paese di campagna calabrese ... Nient'altro ... Non ce la faccio per un minuto, non lo so, dai... È bellino e tutto sommato, basta ... Eh, Dio, com'è, dai ... niente.
Vokabeln (Floskeln):
bah, bo, bho = Füllwörter
Che ne so io = Was weiß ich
dai = komm'!
niente = (hier:) also...
oddio = oh Gott
Hausaufgaben zum 1.7.2009:
Lesen Sie in Coveri/Diadori/Benucci, Le varietà dell'italiano, 1998 (Semesterapparat UB, hoffentlich!) S. 100-101 unten, bis "stesso", und beurteilen Sie, welche der folgenden Aussagen mit dem Text übereinstimmen.
Ein gergo (= Jargon) ist eine Spezialsprache, die von Jugendlichen gesprochen wird.
Ein gergo wird zur Bestätigung der Gruppenidentität genutzt.
Ein gergo hat immer seine Wurzeln im Mittelalter.
Manche der historischen gerghi existieren noch heute.
Die Gruppe der Sprecher eines gergo ist grundsätzlich sehr stabil.
Es gibt Gründe anzunehmen, dass ein gergo nicht aus Motiven der Abgrenzung genutzt wird.
Hausaufgaben zum 8.7.2009:
Lesen Sie in Coveri/Diadori/Benucci, Le varietà dell'italiano, 1998 (Semesterapparat UB) Kap. 1.7.4 "L'italiano e i dialetti deglie italiani all'estero", nur bis Seite 69 "trilinguismo", und beantworten Sie die folgenden Fragen:
[Vokabeln: depurato - bereinigt, peculiare - besonders, lingua veicolare - Verkehrssprache, commisto - gemischt, confine - Grenze]
Warum ist es nicht korrekt von "italiano degli italiani all'estero" zu sprechen?
Wie ist die Sprache beschaffen, die als broccolino bezeichnet wird? Und was, glauben Sie, wird unter germanese verstanden?
Was für ein Italienisch sprechen die emigrati (nach der Ansicht der Autoren)?
Wann kann bei den emigrati bi- oder trilinguismo entstehen? (Die Unterscheidung Diglossie - Bilinguismus finden Sie im Minimalprotokoll zum 13.5.)
Bitte mailen Sie Ihre Antworten an meine Mitarbeiterin, Karla Hahndorf, Betreff: HA Sozio : mail
Hausaufgaben zum 15.7.:
!! Arbeitsaufgaben zum 15.7. (Projekt) finden Sie hier.
4. Einführung in das Studium der romanistischen Sprachwissenschaft
Achtung: Beginn der Veranstaltung auf Teilnehmerwunsch ab 19.6. immer 11.00 Uhr!
Fr. 11-13 Uhr
Geb. 23.21, Raum U1.68
Der Abschlusstest findet statt
am 17.7., ab 11.00 Uhr, in Raum 2.24, Geb. 23.31
Kommentar und Literaturangaben:
Die Veranstaltung versteht sich als Vorbereitung auf das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen des sprachwissenschaftlichen Teils des Romanistikstudiums und wendet sich somit an Studierende der Studieneingangsphase. Behandelt werden die Stellung des Französisch/Spanischen innerhalb der romanischen Sprachen sowie die Geschichte des Französischen/Spanischen. Zudem wird ein Überblick über zentrale Theorien, Modelle und Methoden der romanischen Sprachwissenschaft sowie über die verschiedenen Beschreibungsebenen von Sprache (Phonetik/Phonologie, Morphologie, Wortbildung, Lexikologie, Semantik, Syntax etc.) gegeben.
Teilnahmevoraussetzungen:
Sprachkenntnisse auf dem Einstiegsniveau von Mündlichkeit/Schriftlichkeit 1
Leistung für einen Beteiligungsnachweis:
regelmäßige und aktive (Hausaufgaben, kurze Präsentationen) Teilnahme, bestandener Abschlusstest
Semesterplan (mit Testaufgaben)
Hausaufgabe zum 8.5.2009:
Vergegenwärtigen Sie sich noch einmal die Saussuresche Dichotomie langue-parole und ordnen Sie die folgenden Merkmale jeweils entweder der langue oder der parole zu:
bewusster, willentlicher Akt
individuell
heterogen
passiv im Individuum gespeichert
essenziell
konkret
homogen
sozial
virtuell
akzidentell ('zufällig', 'unwesentlich')
Hausaufgabe zum 15.5.2009:
1. Für die Spanisch-Studierenden: Welches ist der entscheidende Aussprache-Unterschied zwischen europäischem Spanisch und südamerikanischem Spanisch, wie er sich an den beiden folgenden Beispielen erkennen lässt? (Es geht um einen Laut, der mehrere Male vorkommt!)
Der kleine Prinz - europ. Spanisch
Der kleine Prinz - südamerikanisches Spanisch
2. Hausaufgabe für Italienisch-Studierende:
Wie lautet das Lautschrift-Symbol für den Anlaut von it. giorno
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Quelle: Wikipedia, "italienische Sprache"
3. Hausaufgabe für die Französisch-Studierenden:
Ordnen Sie die richtigen Lautschriftsymbole den jeweiligen Beschreibungen zu. Für welches Symbol fehlt die Beschreibung?
velarer, geschlossener, gerundeter Vokal
velarer, halb geschlossener, gerundeter Vokal
(eher) palataler, offener, ungerundeter Vokal
bilabialer, stimmhafter, nasaler Konsonant
Lautschriftsymbole: /i/ /o/ /ε/ /m/ /u/
Tabelle der frz. Vokale: hier
Tabelle der frz. Konsonanten:
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stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | |||
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Quelle: Wikipedia, "französische Sprache"
Hausaufgabe zum 22.5.2009:
Laden Sie sich diese Übersicht zur Entwicklung der romanischen Sprachen herunter.
Bereiten Sie den Vortrag zur Geschichte "Ihrer" romanischen Sprache vor. Nutzen Sie dabei die Daten und Schlagwörter in der Übersicht und ergänzen Sie mit Beispielen oder Detail-Infos. Ob Sie neue handouts erstellen möchten, bleibt Ihnen überlassen.
Informationen zur Geschichte der romanischen Sprachen finden Sie in den Einführungsbüchern im Semesterapparat der UB, 1. Stock, Semesterapparat 75 (Prof. Dr. Rettig). Diese Bücher stehen dort. Für das Spanische eignet sich weiterhin der "Grundkurs Sprachwissenschaft Spanisch" von A. Wesch.
Am 22.5. geht es um eine Vorbesprechung. Sie sollten bis dahin Aufgaben verteilt haben, die Bücher gesichtet haben, evtl. Kapitel kopiert haben, erste Fragen formulieren können.
Die Vorträge am 29.5. sollen insgesamt für jede Sprache höchstens 30 Min. dauern. Es sollten möglichst alle der Gruppe am Vortrag beteiligt sein. Beim Vortrag zu Italienisch könnte ich einen Teil übernehmen, denn da gibt es ja nur einen Vortragenden!
Hausaufgaben (frz. Lexikologie + span. Lexikologie + ital. Lexikoloie) zum 19.6.
Frz. Lexikologie:
1. Frz. raison: Homonymie oder Polysemie? Begründen Sie!
"Le coeur a ses raisons, que la raison ne connaît pas." (Blaise Pascal)
2.
Lesen Sie in Sokol, Französische Sprachwissenschaft, Tübingen 22007, das Kapitel 7.3.1, bis "in einem sprachlichen Paradigma begründen.", S. 197-198 unten. Am besten, Sie leihen dieses Buch aus, es ist in der Lehrbuchsammlung der UB in mehreren Exemplaren vorhanden. Beantworten Sie die folgende Frage:
Welche der folgenden semantischen Merkmale (= Seme) sind innerhalb des Wortfeldes légume ('Gemüse': carotte, épinards, ...) nicht bedeutungsunterscheidend (=distinktiv)?
[pflanzlich]
[Wurzel]
[essbar]
Bitte mailen Sie mir Ihre Antworten bis etwa 17.6. (mail)!
Spanische Lexikologie:
Nachtrag: el policía (tatsächlich: 'der Polizist') - el madero ('der Bulle', umgangsspr. für Polizist) > also Synonymie bei unterschiedlicher Registerzugehörigkeit.
- Liegt bei sp. llama Polysemie vor? Überprüfen Sie im einsprachigen Wörterbuch! Begründen Sie Ihre Antwort!
- Nennen Sie drei Glieder des Wortfeldes "Vogel" (ave) für das Spanische. Gehört pájaro zu diesem Wortfeld bzw. welche Rolle spielt pájaro in Bezug auf dieses Wortfeld?
Bitte mailen Sie mir Ihre Antworten bis 19.6. (mail)!
Italienische Lexikologie:
- It. animale ist ein Hyperonym zu cane, gatto, uccello...; cane wiederum ist ein Hyperonym zu alano ('Dogge'), barbone ('Pudel'), bassotto ('Dackel') etc. Beim Spracherwerb werden die Lexeme der mittleren Ebene (cane, gatto ...) zuerst erlernt. Was könnte der Grund hierfür sein?
- Für welches Phänomen sind it. saggio und riso Beispiele? Überprüfen Sie eventuell im Wörterbuch!
Bitte mailen Sie mir Ihre Antworten bis 19.6. (mail)!
Hausaufgaben zum 26.6.09:
1. Suchen Sie ein Beispiel für Synonymie auf denotativer Ebene in Ihrer romanischen Sprache (dt. z. B. sterben - abkratzen) und kommentieren Sie den konnotativen Unterschied (hier, bei dem dt. Bsp: unterschiedliches Register).
2. Lat. ADRIPARE bedeutete 'am Ufer anlegen, anlanden' und wird in den roman. Sprachen zu frz. arriver, it. arrivare, sp. (lit.) arribar*. Wie hat sich die Denotation verändert? Stellen Sie eine Reduzierung der semantischen Merkmale (= Seme) oder eine Bereicherung der semantischen Merkmale fest?
*die nicht literarische Bedeutung von arribar entspricht der lateinischen Bedeutung, die literarische Bedeutung entspricht llegar.
Hausaufgaben zum 3.7.09:
Span.: Bitte bearbeiten Sie die Antwort zur Aufgabe 14a), Seite 142, in Hualde/Olarrea/Escobar, Introducción... (Semesterapparat von Prof. Rettig, UB) für eine knappe mündliche Präsentation vor.
Ital.: Bitte stellen Sie die italienischen Diminutiv- und Augmentativsuffixe in einem knappen mündlichen Vortrag vor (Übersicht als Kopie im Umschlag an meiner Tür).
Frz.: Bearbeiten Sie Kap. 5.3.6. in Sokol, Französische Sprachwissenschaft (Semesterapparat von Prof. Rettig, UB) und erklären Sie in einem knappen Vortrag, auf der Basis von Beispielen, was im Rahmen von Morphologie 1. unter Rückbildung und 2. unter Apokopierung zu verstehen ist.
