ROMANISTIK II

BMBF-Forschungsverbund "Klassifikation und Evolution in Biologie, Linguistik und Wissenschaftsgeschichte"

Es handelt sich um ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben, welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunktes „Wechselwirkungen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“ für den Zeitraum 2009-2011 gefördert wird . An dem Vorhaben sind beteiligt: Prof. Dr. William Martin (Bioinformatik, HHU Düssseldorf), Prof. Dr. Hans Geisler (Sprachwissenschaft, HHU Düsseldorf), Prof. Dr. Heiner Fangerau (Wissenschaftsgeschichte, Universität Ulm).

Gegenstand der Untersuchung ist die logisch-konzeptuelle und begrifflich-terminologische Nähe der biologischen und linguistischen Wissenschaften. Die zu prüfende Annahme ist, dass eine begriffliche Parallelität auch mit einer methodologischen Nähe der beiden Wissenschaften begründet werden kann. Die Arbeitshypothese des Projekts ist, dass sich bestimmte Probleme in der Linguistik durch eine explizite Bezugnahme auf die Biologie lösen lassen. Die im Rahmen des Vorhabens fokussierten Parallelen lassen sich in der Klassifikation von Sprachen und biologischen Arten sowie der Anwendung evolutionärer Ansätze in Linguistik und Biologie mindestens seit der Mitte des 19. Jahrhunderts finden. Innerhalb des Vorhabens soll eine Analyse dieser Parallelen unter experimenteller, systematischer und historischer Perspektive vorgenommen werden. Darüber hinaus soll die Möglichkeit einer disziplinenübergreifenden Implementierung von rechnergestützten Problemlösungsstrategien geprüft werden. Sollte sich die zu prüfende Annahme bestätigen, dass in Linguistik und Biologie ähnliche oder sogar identische Methoden verwendet werden und wurden, ist es zudem ein nahe liegender Gedanke, einen systematischen und historischen Vergleich zwischen den beiden Disziplinen vorzunehmen, um die jeweilig angewandte Terminologie zu schärfen.

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