DFG-Forschergruppe FOR 600: "Funktionalbegriffe und Frames"
Teilprojekt A2
Statische Dimensionsverben
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1. Zusammenfassung
Es gibt im wesentlichen drei Varianten, um für ein Objekt zu spezifizieren, was für ein Wert es in einer seiner Dimensionen aufweist. In der nominalen Variante, z.B. der Preis der Wohnung ist hoch, wird die Dimension (hier der Preis) durch einen Funktionalbegriff explizit benannt. In der adjektivischen Variante, z.B. die Wohnung ist teuer, wird die Dimension implizit durch Wahl des Dimensionsadjektivs festgelegt. In der verbalen Variante geschieht dies durch ein ebenfalls dimensionsspezifisches statisches Verb: die Wohnung kostet viel. Das Projekt untersucht die dritte Variante und ihr funktionales und semantisches Verhältnis zu den beiden anderen. Die betreffenden statischen Verben gehen meist auf ältere nichtstatische, meist transitive Varianten zurück (heißen, bedeuten, messen, schmecken, etc.). Daher ist die historische Genese dieser Verben besonders interessant. Die Exploration des Verbtyps wird synchron kontrastiv am Deutschen und Koreanischen und diachron am Französischen untersucht.
2. Projektziele
Teilziel 1: Bestandsaufnahme der statischen Dimensionsverben des Deutschen
Teilziel 2: Exemplarische Analysen einzelner statischen Dimensionsverben
Teilziel 3: Strategien sekundärer statischen Dimensionsverben
Teilziel 4: Diachronie der statischen Dimensionsverben im Französischen
Teilziel 5: Vergleich zu statischen Dimensionsverben und alternativen Konstruktionen im Koreanischen
