INSTITUT FÜR ROMANISTIK

Materialität und Produktion – DFG-Graduiertenkolleg 1678

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Romanistik (Prof. Dr. Vittoria Borsò)

Stellvertretende Sprecherin

Weitere Disziplinen:
Anglistik, Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Medien- und Kulturwissenschaft

Virtuelle Welten sind nicht mehr utopisch, sondern alltäglich. Im alltäglichen Umgang mit Virtualität wird freilich zunehmend deutlich, dass Virtualität an Grenzen stößt, die man als Widerstände bezeichnen kann: Solche Widerstände sind die materielle Resistenz der hard-ware von Informationsmedien, ist der menschliche Körper, oder auch der Körper der Schrift. Die sich aus der Materialität der Dinge und der Medien ergebende Widerstände gegen die beliebige Verfügbarkeit des virtuellen Raums setzen Produktionsprozesse in den Gang. Das Graduiertenkolleg1678 versucht auf diesem Weg neue Zugänge zu kulturgeschichtlichem, text- und medienhistorischem sowie kunstgeschichtlichen Wissen zu erschließen.

In ihrem Projekt „Differenz und Übergänge zwischen Texträumen und Bildakten“ behandelt Vittoria Borsò Phänomene der Materialität und Widerständigkeit der Schrift und erforscht  Produktionsprozesse zwischen Bildakt und Schrifträumen. Wenn auf der einen Seite Narrative und Diskurse zur Virtualisierung tendieren, unsere Wahrnehmung steuern und materielle Erfahrungen reduzieren oder verhindern, so haben Worte auf der anderen Seite einen materiellen Körper, der in der Anordnung der Schrift Widerstände leistet  und Sinnereignisse produziert. Unter welchen Bedingungen und mit welchen Spannungen zwischen Visualität und Sprache solche Ereignisse stattfinden, andere Sinneserfahrungen produziert werden und unser Wissen verändert wird, sind einige der Leitfragen dieses Forschungsschwerpunktes.