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| Studienführer Philosophie Universiät Würzburg |
Bayr. Julius-Maximillians-Universität Würzburg
Institut für Philosophie
Menschen | Insgesamt | Frauen | Männer |
HauptfachstudentInnen | 338 | 123 | 215 |
NebenfachstudentInnen | 277 | 122 | 155 |
ProfessorInnen | 5 | 1 | 4 |
PrivatdozentInnen | 5 | - | 5 |
Sonstige DozentInnen | 6 | 1 | 5 |
TutorInnen | 1 | 1 | - |
| |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Anforderungen | Magister(Hauptfach) | Magister (Nebenfach) | Lehramt |
Studienanfang | - | - | - |
Scheine Grundstudium | 4 (egal was) | 4 (egal was) | 2 (egal was) |
Zwischenprüfung | mündl. Prfg. | (30 min) mündl. Prfg. | (30 min) mündl. Prfg. | (30 min)
Hauptstudium | Latinum | Latinum | Latinum |
Scheine Hauptstudium | 2 | 2 | 1 |
Promotion | Latinum |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Veranstaltungen
Vorlesungen: 3
Seminare: ca .30 (4 bis 100 Teilnehmer)
Tutorien: 1
Bibliothek
| Öffnungszeiten: | (2 unterschiedl. Bibliotheken) |
| Arbeitsplätze: | ausreichend |
| Buchbestand: | mittel |
| nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie) | x ja | o nein |
| sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) | x ja | o nein |
| praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.) | x ja | o nein |
| ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art? | x ja | o nein |
| Wieviele seid ihr? | Kern 4 | Peripherie 8 |
| Erstsemestereinfü,hrung? | 1,5 Stunden Einührung eines Dozenten mit Unterstützung der Fachschaftsinitiative | |
| Studentische Veranstaltungen? | Fachschaftsinitiativentreffen, Philosophenstammtisch, Philosophenfest, Philosophenbrunch | |
| Seid ihr chaotisch? | o ja | x leider nein |
Zur Zeit läuft ein vom KuMi ausgehendes Projekt, um Einführungsveranstaltungen für verschiedene Fächer zentral zu regeln. Dabei sind sämtliche Studiberater der Fächer, die jeweiligen Fachschaftsinitiativen und einige weitere Dozierende involviert. Der ganze Spaß dauert 3 Tage, davon 2 Tage Einführungsveranstaltungen vor Semesterbeginn, 1 Tag "allgemeines Feedback" über deren Effizienz gegen Semesterende. Das Projekt läuft an
jeweils 3 Fakultäten (da wo's besonders nötig ist anscheinend) an einigen Unis Bayerns für zunächst 2 Jahre, testweise.
Aus studentischer Sicht ist das Projekt nicht unumstritten. Es soll letztlich dazu dienen, das Studium
"erfolgreicher" durchzuführen, was zur Konsequenz haben könnte, die Regelstudienzeit weiter einzuschränken.
Desweiteren werden den Fachschaften keine finanziellen Unterstützungen gewährt, obwohl sie einen wesentlichen Beitrag liefern (sollen). Ob sich dies ändert, wenn die Projektphase ausgelaufen ist, ist natürlich fraglich.
[ GRAFIK wird noch aufbereitet]
Prof. Dr. Heinrich Rombach, em.
Versuch einer kurzen Selbstdarstellung:
Philosophisches Denken kann nicht "den Tor auf eigne Faust machen" (Hegel), sondern muß sich aus einer Tradition rechtfertigen. Der für mich wichtigste Entwicklungsstrang des Denkens ist zuletzt durch Husserl und Heidegger bestimmt worden, weit zuvor aber durch Männer wie Nicolaus Cusanus und Meister Eckart, bei denen der "Strukturgedanke" seinen Anfang nimmt, den ich heute vertrete und der sich heute mehr und mehr gegen den unlebendigen, starren Systemgedanken durchsetzt. Von da her versteht sich mein Hauptanliegen als "Strukturontologie", die über die genannten Vorläufer hinaus die wichtige Komponente der Dynamik und der Genese einbezieht. Mein Denken sucht den Weg vom "Sein" zum "Werden", das freilich gegenüber einem
äußerlichen Evolutionsgedanken seine Hauptkomponente im Schöpferischen hat. Die Strukturontologie lebt aus einer eingehenden Phänomenologie des Schöpferischen, das nicht nur beim Menschen, sondern auch in der Natur wirksam ist und durch das sich Mensch und Natur in einer neuen und höheren Weise verbinden, wirksamer, als dies bisher in der Anthropologie, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie gesehen wurde.
Von hier aus komme ich zu einer philosophischen Grundlagenlehre (Fundamentalontologie), von der aus vor allem die Humanwissenschaften neu begründet und, wie ich meine, höher ausgerichtet werden können. So komme ich zu einer Strukturpädagogik, Strukturtherapie und Struktursoziologie, ja letzten Endes Strukturtheologie, die freilich die gebräuchlichen Leitvorstellungen in den Wissenschaften revolutionieren.
Vom Strukturgedanken ist es nicht weit, aber eben noch ein Dimensionensprung, zum Weltbegriff. Man
denkt von der "Pluralität der Welten" noch viel zu oberflächlich und begreift deren grundlegende, auch noch die Vernunft umgreifende Bedeutung nicht und kann darum die fundamentalen Lebensprobleme der Völker und Kulturen heute nicht wirklich aus ihrer tiefsten Struktur heraus verstehen. Diese Lebensprobleme zu erhellen, ist aber die Aufgabe der Anthropologie unserer Zeit, und dies versuche ich mit einer "philosophischen Hermetik", die fundamentaler ist als die philosophische Hermeneutik, auf neue Weise zu ermöglichen.
Dabei kommen tiefere Dimensionen ins Spiel, die noch nicht durch das begriffliche Denken reguliert sind, sondern die sich in ursprünglichen bildhaften Evidenzen äußern. Von dort her sind auch Kulturen erfaßbar, die noch in der "Oralität" begründet sind, also noch ohne Schrift, ohne Text und ohne verbal-terminologische "Philosophie" sind, aber deswegen keineswegs eine geringere Tiefe haben. Im Gegenteil. Diese Aussagen zu fassen, die nicht nur in der Kulturgeschichte der Menschheit, sondern auch in der Bewußtseinsgeschichte des einzelnen Individuums eine grundlegende Bedeutung haben, ist Aufgabe der "Hermetik", deren Methode die
"Bildphilosophie" ist, weil sie die Bilder, die die fundamentalsten Lebensäußerungen in Natur und Menschheit sind, erfaßt.
Von hier aus ergeben sich viele Korrektive des gegenwärtigen Bewußtseins, Bestrebungen, die in meist noch unreflektierte "Bewegungen" (Frauenbewegung, ökologische Bewegung, interkulturelles Denken, Gespräch der Welten, Überwindung der Grenzen des rationalen Denkens) angesiedelt sind.
Wer sich näher informieren will, sei auf folgende Buchveröffentlichungen hingewiesen, die ich in der Rangfolge der Deutlichkeit für mein jetziges Denken nenne:
Dr. Georg Stenger
Weitere Professoren:
apl. Prof. Dr. Wilhelm Baumgartner - Franz Bretano Forschungsinstitut;
Prof. Dr. Rudolph Berlinger, seit 1984 em., liest aber noch.;
Prof. Dr. Werner Flach;
Prof. Dr. Alfred Schöpf, LS II für Philosophie und Pädagogik;
Prof. Dr. Wiepke Schrader;
Prof. Dr. Franz Wiedmann, LS III seit 1995 em., noch keine Nachfolge.
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Anneliese Volkmar, September 1996