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Studienführer Philosophie
Universität München

An der Universität München existieren drei philosophische Institute, die im folgenden getrennt aufgeführt sind:
  • Institut für Philosophie
  • Institut für Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie
  • Institut für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance

Ludwig-Maximilians-Universität München

Seminar für Philosophie
Geschwister-Scholl-Platz 1
D-80539 München
Tel. Inst. 089/2180-23 86

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
ca. 1000
400
600
NebenfachstudentInnen
ca. 3000
1500
1500
ProfessorInnen
31
1
30
PrivatdozentInnen
4
-
4
Sonstige DozentInnen
29
5
24
TutorInnen
2
-
2

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang
-
-
-
Scheine Grundstudium
3
je nach Fach
je nach Fach
Zwischenprüfung
mündl. Prfg.
(2 x 20 min.)
-
-
Hauptstudium
Latinum
Latinum
Latinum
Scheine Hauptstudium
2
je nach Fach
je nach Fach
Promotion
Latinum

Veranstaltungen
Vorlesungen: 20
Seminare: 95 (gefüllt - überfüllt)
Tutorien: 2

Bibliothek
Öffnungszeiten:9-20 Uhr, Sa. 9-12.30 Uhr


Ludwig-Maximilians-Universität München

Ludwigstraße 11
D-80539 München
Fachschaft (s.o.) Tel. Inst. 089/2180-34 69

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
ca. 100
30
70
NebenfachstudentInnen
ca. 500
200
300
ProfessorInnen
9
-
9
PrivatdozentInnen
-
-
-
Sonstige DozentInnen
11
3
8
TutorInnen
4
1
3

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang
-
-
kein Lehramt
Scheine Grundstudium
4
2
-"-
Zwischenprüfung
mündl. Prfg.
(2 x 20 min.)
ohne Benotung
-
-"-
Hauptstudium
Latinum
(Befreiung möglich, entsprechend Magister)
Latinum
(Befreiung möglich entsprechend Magister)
-"-
Scheine Hauptstudium
2
1
-"-
Promotion

Veranstaltungen
Vorlesungen: 6
Seminare: 31
Tutorien: 1

Bibliothek
Öffnungszeiten:9-13 Uhr, 14-20 Uhr

Besonderheiten

Graduiertenkolleg CIS, Institutskolloquium 1 mal wöchentlich.


Ludwig-Maximilians-Universität München

Fachschaft Philosophie Ludwigstraße 31
D-80539 München
Tel. Inst. 089/2180-22 66

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
100
50
50
NebenfachstudentInnen
300
150
150
ProfessorInnen
2
-
2
PrivatdozentInnen
-
-
-
Sonstige DozentInnen
2
1
1
TutorInnen
-
-
-

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang
-
-
kein Lehramt
Scheine Grundstudium
3
-
-"-
Zwischenprüfung
mündl. Prfg.
(2 x 20 min.)
-
-"-
Hauptstudium
Latinum

-"-
Scheine Hauptstudium
2

-"-
Promotion
Latinum

Veranstaltungen
Vorlesungen: 2
Seminare: 8
Tutorien: 1

Bibliothek
Öffnungszeiten:10-18 Uhr

Besonderheiten

Austauschprogramm mit anderen Renaissance-Instituten in Italien (Florenz, Venedig) und in den USA.
Das Institut veröffentlicht die Buchreihe:"Die Geistesgeschichte und ihre Methode".

Inhalt


(alle drei Institute)
  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    Institut für Philosophie:
    Schwerpunkte sind idealistische Philosophie, platonische Philosophie, deutscher Idealismus, etwas analytische Philosophie.
    Seminar für Philosophie:
    LS 1 Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl (Kant & Wittgenstein),
    früher Robert Spaemann (em.) (Neuthomismus, Neuaristotelik)
    LS 2 Prof. Dr. Dieter Henrich (em.) (Metaphysik nach Kant)
    LS 3 Prof. Dr. Werner Beierwaltes (Platon & Platonismus)
    Seminar für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie:
    Prof. Dr. Hans Maier
    Institut für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance:
    Prof. Dr. Stephan Otto ("Humanismus", Welt kartesianisch),
    Prof. Dr. Eckhard Keßler (phänomenal, Wahrnehmungsproblem)
    Institut für Logik und Wissenschaftstheorie, Seminar für Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie
    Prof. Dr. Carlos-Ulises Moulines, Prof. Dr. Ulrich Blau

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Frau Prof. Dr. Elisabeth Gössmann: einzige Professorin und einzige Feministin,
    Univ. Doz. Dr. Elmar Treptow: Feigenblattmarxist (einziger?) Materialist mit materialistischen Themen,
    Priv. Doz. Dr. Eberhard Avé Lallemant: Phänomenologie.
    Prof. Dr. Carlos Ulises Moulines: Strukturalistische Wissenschaftstheorie.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    Feministische Philosophie, politische Philosophie (sehr begrenzt), materialistische und Kritische Theorie, Postmoderne, frz. Poststrukturalismus u. a.

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie)
    z. B. Shelke, Yoga: Erscheinungsbild und Geschichte;
    Dr. Thai-Thi: Die Logik des Zen-Buddhismus
    x ja

    o nein

    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.)
    aber sehr selten angeboten,
    ca. alle 2 - 3 Semester
    x ja

    o nein


    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)o ja o nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    Spezialität des Hauses sind die
    Metamorphosen-Ringvorlesungen mit
    auswärtigen Gästen, zu aktuellen
    Themen - aber veranstaltet von der Fachschaftsinitiative,
    z. B.: Gadamer, Ernesto Grassi, Apel & Habermas,
    Luhmann & Sandkühler, Wolfgang Welsch,
    Jeanne Hersch - Schülerin von Jaspers),
    Cornelia Klinger.
    (Kontakt: Rheinhard Zimmermann, Agnestr. 60;
    D-80797 München; 089-1 23 18 28)
    x ja

    o nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Es finden von Zeit zu Zeit Vorlesungen und Seminare mit Zusammenarbeit anderer Fakultäten statt.

  6. Fachschaft
    Wieviele seid ihr? Kern 8 Peripherie je nach Gelegenheit ca. 10.
    Erstsemestereinführung?


    Ja, Erstsemesterberatung,
    "Schnupperkurse", Bibliotheksrundgang,
    Einführungszyklus (Ringvorlesung) etc.
    Studentische Veranstaltungen?


    Es finden Arbeitskreise zu
    laufenden Veranstaltungen statt,
    ebenso werden zu aktuellen Themen
    Arbeitskreise gebildet.
    Seid ihr chaotisch? nein

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

Institut für Philosophie

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Robert Spaemann (em., LS 1)

  1. Platon, Aristoteles, Thomas v. Aquin, Kant, Hegel, Husserl, Scheler, Wittgenstein.
  2. Platon "Gorgias"; Hegel, Einleitung in die "Phänomenologie des Geistes".
  3. David Braine. The Human Person. Animal and Spirit. 1992.
  4. C. S. Lewis, The Abolition of Man. 1941.

Prof. Dr. Alfons Reckermann

  1. Angesichts eines in meinen Augen durchaus zu verschmerzenden Mangels an Philosophinnen orientiere ich mich an solchen Philosophen, die lehren können, mit Wahrheits- und Gerechtigkeitsnormen kritisch, aber nicht zynisch oder mit der Prätention auf ideologische Destruktion umzugehen. Zudem sind mir Philosophen wichtig, die zeigen, daß wir keineswegs in der besten aller möglichen Welten leben, ohne dadurch suggerieren zu wollen, wir befänden uns in der schlechtesten aller Welten, oder wir hätten die Pflicht, vielleicht sogar die Kompetenz, diese Welt durch Veränderung erst zu einer erträglichen zu gestalten. Möglichst klare methodologische Begründungen für die eigene philosophische Position halte ich für unerläßlich.
  2. Einen der sogenannten mittleren Dialoge Platons ("Phaidros", "Phaidon", "Gorgias", "Symposion", "Politeia"), den man so langsam und genau lesen sollte, bis man die begrifflichen Konzepte, mit denen Platon kunstvoll verwirrend und zugleich erhellend umgeht, möglichst genau verstanden hat, Texte also, die durch ihre Form beim Leser ein relativ hohes Maß an aktiver philosophischer Kompetenz ganz organisch erzeugen können.
  3. Charles Taylor, Sources of the Self (1989). Das Buch überzeugt durch seine souveräne Verbindung aus be- grifflicher, kritischer und historischer Kompetenz, die zu einem genaueren philosophischen Verständnis des Konzepts "Moderne" führen kann.
  4. Philosophische Theorien der nicht-absoluten, aber dennoch eigenständigen und unvertretbaren Vernunft: Epikur, Montaigne, Pascal oder Diderot. Es gilt, den ganzen Reichtum europäischer Vernunft zur Kenntnis zu nehmen, statt sie im verkürzenden Blick auf wenige Konzepte vorschnell zu verabschieden.
  5. Da ich annehme, daß der Platz für jeden Gefragten begrenzt ist, wäre es unhöflich, die von Ihnen angebotene Lizenz auszunutzen.

Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl, LS 1

  1. Ich orientiere mich vor allem an der analytischen Philosophie. Zu den von mir am meisten behandelten Autoren zählen in historischer Reihenfolge: Ockham, Kant, Sidgwick, Wittgenstein, Carnap.
  2. Am besten geeignet als Einführung in die Philosophie halte ich das kleine Büchlein von Martin Hollis mit dem Titel "Invitation to Philosophy".
  3. Mich haben vor allem vier Titel beeindruckt:
    1. Onora O'Neill "Constructions of Reason" (Cambridge University Press 1991);
    2. Thomas W. Pogge "Realizing Rawls" (Cornell University Press 1989);
    3. Martin Hollis "The Philosophy of Social Science" (Cambridge University Press 1994);
    4. Julian Roberts "The Logic of Reflexion" (Yale University Press 1991).
  4. Verlassen Sie sich nicht auf Geheimtips, sondern urteilen Sie selbst, nachdem Sie mit viel Neugier die inter- nationalen Produkte philosophischer Forschung kennengelernt haben.
  5. Würden Sie noch einmal, wenn Sie die Wahl hätten, Philosophie studieren? Meine Antwort ist: "Ja".

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Maier

(Seminar für christliche Weltanschauung)

  1. Ich versuche die Arbeit meiner Vorgänger (Romano Guardini, Karl Rahner, Eugen Biser) fortzusetzen, mit gelegentlichen Digressionen in Politik und Kulturtheorie.
  2. Mein eigener Zugang: Historisches Wörterbuch der Philosophie, Basel/Stuttgart 1971 ff. Für Studenten gut geeignet: Grundkurs Philosophie (Urban-Taschenbücher).
  3. Jede Auswahl ist schmerzliche Willkür: Werner Beierswaltes, Denken des Einen. Studien zur neuplatonischen Philosophie und ihrer Wirkungsgeschichte (1985); Alain de Libera, Albert le Grand et la philosophie (1990); Wolfgang Röd, Der Gott der reinen Vernunft (1992); Kurt Flasch, Was ist Zeit? (1993).
  4. Kein philosophisches Buch, aber ein zum Denken anregendes: Theodore Ziolkowski, Fictional Transfigurations of Jesus.

Weitere Professoren
Prof. Dr. Werner Beierwaltes (em.), LS 3; Prof. Dr. Wolfgang Carl; Prof. Dr. Wolfhart Henckmann; Prof. Dr. Dieter Henrich (em.), LS 2; Prof. Dr. Rolf-Peter Horstmann; Prof. Dr. Dr. Lorenz Bruno Puntel; Prof. Dr. Manfred Zahn.


Institut für Philosophie, Logik und Wissenschaftstheorie

Prof. Dr. Carlos-Ulises Moulines, LS

  1. Analytische Philosophie; strukturalistische Wissenschaftstheorie.
  2. Bertrand Russell, Die Probleme der Philosophie. 3. Nein
  3. Ich gebe Ihnen gleich zwei, die nicht von mir stammen:
    a) Alles, was sich sagen läßt, klar zu sagen (Wittgenstein).
    b) Die Anstrengung des Begriffs auf sich zu nehmen (Hegel).
    (Diese Autoren haben sich selbst nicht immer daran gehalten, aber Sie sollten es trotzdem tun.)
  4. Die Frage "Wieso sind Sie auf die Idee gekommen, sich mit Philosophie zu beschäftigen?" - Ich gebe Ihnen gleich meine eigene Antwort: "Weil ich herausfinden wollte, ob die Leute (mich eingeschlossen) wirklich das meinen, was sie meinen zu meinen".

Prof. Dr. Wolfgang Balzer

  1. Wissenschaftstheorie: Strukturalismus.
  2. Hans Reichenbach: Der Aufstieg der wissenschaftlichen Philosophie.
  3. P. Langley, H. A. Simon et al. Scientific Discovery. MIT Press 1986;
  4. Leider nein.
  5. -

Prof. Dr. Matthias Schirn

  1. Historisch-systematisch an Frege; ansonsten habe ich kein besonderes Vorbild unter zeitgenössischen Philosophen.
  2. -
  3. Einige, insbesondere Michael Dummett, Frege: Philosophy of Mathematics.
  4. Nein

Weitere Professoren
Prof. Dr. Ulrich Blau; Prof. Dr. Peter Hinst; Prof. Dr. Andreas Kemmerling; Prof. Dr. Godehard Link.


Institut für Geistesgeschichte und Philosophie der Renaissance

Prof. Dr. Stephan Otto, LS

  1. An den durch die Renaissancephilosophie aufgebrochen Problem- und Theoriestellungen, die durch das 17. und 18. Jahrhundert verschüttet wurden.
  2. Ein platonischer Dialog.
  3. Nein.
  4. Nein - es sei denn: Nikolaus von Kues.
  5. Warum der gegenwärtige Theoriediskurs in Deutschland sich einer Weiterführung des von Dilthey gestellten Themas "Kritik der historischen Vernunft" - zu dem ich ein zweibändiges Werk geschrieben habe - so nachhaltig verweigert.

Weiterer Professor
Prof. Dr. Eckhard Keßler


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Anneliese Volkmar, August 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare: Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de