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Studienführer Philosophie
Universität Mainz

Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
Philosophisches Seminar
Fachschaft Philosophie
Welderweg 18
D-55099 Mainz
Inst.: 06131/39-23 88
Fax: 06131/39-51 41
FS: 06131/39-21 71

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
329


NebenfachstudentInnen
811


ProfessorInnen
6
-
6
PrivatdozentInnen
1
-
1
Sonstige DozentInnen
9
2
7
TutorInnen
-
-
-

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang



Scheine Grundstudium
5
4
4
Zwischenprüfung
studienbegleitend (1)

studienbegleitend (1)
Hauptstudium
Latinum, 2 Sem. Griechisch
ab SoSe 96 vermutlich
nur 1 Sem.
3 Jahre Latein
Latinum oder Graecum
Scheine Hauptstudium
3
2
2 (1. Fach) oder 3 (2. Fach)
Promotion
Latinum und 2 Semester Griechisch 3 Jahre Latein
(1) Klausur, Hausarbeit oder mündliche Prüfung nach Wahl des Kandidaten
(studienbegleitend in den Seminaren des Grundstudiums).

Veranstaltungen
Vorlesungen: 8
Seminare: 48 (gefüllt)
Tutorien: 1

Bibliothek
Öffnungszeiten:8-20 Uhr
Arbeitsplätze: ausreichend
Buchbestand:mittel

Besonderheiten
Doppelabschluß Magister/Maîtrise in Mainz und Dijon.
Kant-Forschungsstelle (Prof. Dr. Thomas M. Seebohm).
Deutsch-franzäsisches Zentrum für Blondelforschung (Prof. Dr. J. Reiter).
Erasmus-Programm: Zusammenarbeit mit Dijon, Lausanne, Innsbruck, Bologna, Pisa, Neapel.

Inhalt

  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    Antike Philosophie und Wirkungsgeschichte in der Neuzeit (Th. Buchheim);
    Kant, Schopenhauer, ästhetik (Malter U);
    Phänomenologie, Logik, Pragmatismus (Seebohm);
    Geschichte der Philosophie I-IX (K. A. Sprengard);
    Philosophie der Existenz, Nietzsche, Heideggers Sicht anderer Philosophen (Wisser);
    Moderne Strömungen, Existenzphilosophie, Philosophie des Leibes, ästhetik (Grätzel);
    Deutscher Idealismus (Kopper, em.);
    Konkordatslehrstuhl, Ontologie, Erkenntnistheorie (Häußling, Reiter (z. Zt. Universitätspräsident)).

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Grätzel: Interdisziplinarität, außerplanmäßige Lehrveranstaltungen (Blockzusatzseminare).
    Rauscher: Modernste Strömungen (z.B. Philosophie des Films).
    Wiegand: Aktuelle analytische Philosophie, Kontakte zur Informatik.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    Feministische Philosophie, Frankfurter Schule, (radikaler) Konstruktivismus, 2. Hälfte des 20. Jh..

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie) ja o nein
    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) o ja x nein
    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)o ja x nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    o ja x nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Mit Medizin, Kunst, Informatik, Naturwissenschaften.

  6. Fachschaft

    Wieviele seid ihr? Kern 10 Peripherie 10
    Erstsemestereinführung? Einführende Tutorien, Erstsemesterwochenende, Studienberatung.
    Studentische Veranstaltungen? Lesekurs zu fernöstlichen Philosophien.
    Seid ihr chaotisch? o ja x nein, tendenziell.

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

    Prof. Dr. Thomas Buchheim
  1. Aristoteles, Leibniz, Schelling, Heidegger.
  2. Platons Gorgias.
  3. Robert Spaemann, Glück und Wohlwollen.
  4. Josef König (!).

    Prof. Dr. Hans-Martin Gerlach (Vertretung)
  1. Hegel, Marx, Kierkegaard, Nietzsche, Heidegger, Jaspers; Philosophie der Aufklärung.
  2. Karl Jaspers: Einführung in die Philosophie.
  3. Kaum eine, wenngleich in dem „bunten Laden“ philosophischer Angebote für den nicht gerade mit Literatur philosophischer Art reich gesegneten „Ossi“ nach 89 manch interessantes Buch zu haben war.
  4. Nein, denn die Philosophie kennt keine Geheimnisse.
  5. Wie einer der wenigen Philosophen aus dem Osten, der nach der Wiedervereinigung im Westen an obiger Universität tätig ist, die Erfahrungen auf dieser „Einbahnstraße“ einschätzt.

    apl. Prof. Dr. Stephan Grätzel
  1. Keine Speziellen, immer nur spezifische Zusammenhänge.
  2. Kant, Kritik der reinen Vernunft.
  3. Thea von Uexküll: Theorie der Humanmedizin.
  4. L. Klages.
  5. Welchen Beitrag liefert die Philosophie für die interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit und wie wird das Studium danach ausgerichtet?

    Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Kopper (em.)
  1. Entwicklung des europäischen Denkens seit dem 17. Jahrhundert.
  2. G. Berkeley: The Principles of Human Knowledge.
  3. Stephan Grätzel: Organische Zeit.
  4. Die Lektüre eines - nicht zu umfänglichen - klassischen Textes so oft wiederholen, bis man den Eindruck hat, klar zu ihm Stellung nehmen zu können.
  5. -

    Prof. Dr. Thomas M. Seebohm
  1. Phänomenologie, Transzendentalphilosophie.
  2. Aristoteles, Metaphysik Buch Alpha.
  3. Handbook of Philosophical Logic, ed. Gabbay & Guenther, Reidel 1989, 4 Bde..
  4. Man beginne mit einem Grundkurs in formaler Logik und einem Proseminar über einen klassischen Text, der in die ontologische Terminologie einführt: Aristoteles, Kategorien, oder Thomas v. Aquin, De ente et essentia, oder Descartes, Meditationen.

    Prof. Dr. Karl Anton Sprengard
  1. Klassisch fundamental und universal ausgerichtet. Aktuell-modern fortlaufend aufgeschlossen.
  2. Geschichte: Hirschberger, Fischer, Neuere Teildarstellungen z.B. Urban TB.
    Systematik: Diemer; Jaspers, Von der Wahrheit.
    Einzellektüre: PLATO, Phaidon, Symposion, VII Staat - ARISTOTELES, Metaphysik, Nik. Ethik - Epikur, Menoskosbrief [?]- Augustin, Bekenntnisse.
  3. -
  4. Sich einlassen - einsetzen für einen Schwerpunkt - diesen "universal" und fundamental kritisch beweglich verlagern - Ziel: einige richtige Kennerschaften und vollziehende [?] Tätigkeit {historisch systematisch).

    Prof. Dr. Richard Wisser (em.)

  1. Weder an Innen noch an EN, auch nicht an einer orientalen oder okzidentalen Richtung, sondern an der Problemfrage, was es mit der „Philosophie“ und was es mit dem „Denken“ auf sich hat. Wenn schon „Personen“ genannt werden sollen, dann an Karl Jaspers´ Projekt einer „Weltgeschichte der Philosophie“, resp. „Weltphilosophie“ und an Martin Heideggers „De-struktion“ der abendländischen Philosophie und seinem „Schritt zurück“ an ein „anderen Anfang“ des „Denkens“.
  2. Am besten keines, sofern Einführungen zu wenig berücksichtigen, daß das eigentliche Problem darin bestehen könnte, aus bloßem Wissen um Wege herauszuführen und einen Weg verantwortlich zu gehen.
  3. Ja!
  4. Ja, selbst zu denken!
  5. Die Frage 3. Aber in anderer Form: Welche philosophische Neuerscheinung ... hat Sie beeindruckt?

    Dr. Josef Rauscher
  1. Sokrates / Wittgenstein.
  2. Phil. Text: Descartes, Meditationes.
  3. J.-F. Lyotard (83; dt ²89): Der Widerstreit. (Die Position halte ich allerdings für falsch!)
  4. Nur einen, den alle Welt kennt: S.A. Kripke.
  5. Funktion des 'Fachs' Philosophie im Rahmen der Universität (und was diese Funktion am meisten gefährdet).

Weitere Professoren
Prof. Dr. Josef Reiter (z. Zt. beurlaubt)
Prof. Dr. Michael Eckert (Vertretung)


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Anneliese Volkmar, Dezember 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare:Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de