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Studienführer Philosophie
Universiät Konstanz

Universität Konstanz
Philosophische Fakultät
Fachgruppe Philosophie
Fachschaft Philosophie
Postfach 55 60
D-78434 Konstanz
Tel. Inst: 07531/88-24 67
Fax Inst: 07531/88-27 79

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
406
-
-
NebenfachstudentInnen
103
-
-
ProfessorInnen
6
-
6
PrivatdozentInnen
5
1
4
Sonstige DozentInnen
9
3
6
TutorInnen
2
-
2

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang
-
-
-
Scheine Grundstudium
7
5
7
Zwischenprüfung
Ja, Scheine als
Zulassungsvoraussetzung,
mündl. Prfg.
Hauptstudium
Latinum
-
Latinum
Scheine Hauptstudium
10
4
3
Promotion
nur
mit
erstem Examen

Zusätzlich ein 4-semestriges Ergänzungsstudium "Philosophie" für Philosoph/inn/en oder verwandte Abschlüsse. Abschluß Lizentiat.

Veranstaltungen
Vorlesungen: 20
Seminare: 15 (gefüllt)
Tutorien: -

Bibliothek
Zentral- und Präsenzbibliothek
Öffnungszeiten:Mo.-Fr. 8-23 Uhr, Sa. 9-23 Uhr
Arbeitsplätze: ausreichend
Buchbestand:gut

Besonderheiten

Inhalt

  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    Wissenschaftstheorie (Wolters, Hoyningen-Huene, Mittelstraß)
    Ethik (Stemmer, Seebaß)
    Logik (Wolters, Hoyninhen-Huene)
    Außereuropäische Philosophie (Buddhismus etc.) (Schleichert)
    Politische Philosophie (Schleichert)
    Antike Philosophie (Stemmer, Mittelstraß)

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Mittelstraß: enzyklopädisches Wissen; Hoyningen-Huene: scharfsinnig, unterhaltsam; T. Kuhn-Experte.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    Philosophie des Mittelalters, Phänomenologie, Ästhetik, Existentialismus

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie)
    Chinesiche, indische Philosophie: Jedes vierte Semester: Schleichert.
    x ja o nein
    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) o ja x nein
    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)
    Tierethik
    x ja o nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    o ja x nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Ja, im Bereich der Tierethik und mit den Literaturwissenschaftlern.

  6. Fachschaft

    Wieviele seid ihr? Kern 2 Peripherie 1
    Studentische Veranstaltungen? nein
    Erstsemestereinführung? nein
    Seid ihr chaotisch? nein

  7. Darstellung

    In Konstanz gibt es ein Zentrum für Wissenschaftstheorie und Logik sowie zwei Austauschprogramme, eines mit Austin (Texas), das zweite mit Philadelphia. Die Uni selbst ist ziemlich neu (70er Jahre), liegt am Hang mit Blick auf Bodensee und Alpen. Die Atmosphäre zwischen Studis und Dozenten / Dozentinnen ist fast als familiär zu bezeichnen. Die Seminare sind selten überlaufen, was viel Raum für Diskussionen schafft. Kurz: Konstanz hat alle Vorteile und Nachteile, die eine kleine Uni mit sich bringt.

  8. Bild, Karrikatur, etc.

    Wißt Ihr nicht, daß sich die Philos. nur in Begriffen heimisch fühlten?

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

Prof. Dr. Paul Hoyningen-Huene

  1. a) Das Wort „orientieren“ ist hier sehr unscharf.
    b) Wenn „orientieren“ irgendeine Form der Gefolgschaft oder des primären Interesses impliziert: an keiner.
  2. Keines. Es kann sich nur um eine Vielfalt von Büchern handeln, wenn man die wesentliche Diversität der Philosophie ernst nimmt.
  3. Ja
  4. Wenn ich wüßte, was gemeint ist, vielleicht.
  5. Eine Frage, die klar ist (nicht wie 1, 3, 4) und die keine unqualifizierten Existenzpräsuppositionen macht (wie 1, 2 und 5 das tun), als notwendige Bedingungen an die Frage.

Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß

  1. Konstruktivismus der Erlangener Schule.
  2. Es ist noch nicht geschrieben.
  3. Nicholas Rescher, A System of Pragmatic Idealism, I-III, Princeton, New Jersey 1991
  4. Encyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie
  5. Welche Universität würden Sie Ihrer Tochter, Ihrem Sohn für ein philosophisches Studium empfehlen?

Prof. Dr. Hubert Schleichert

  1. Hobbes, Spinoza, Hume, Carnap; Logischer Empirismus; Aufklärung.
  2. M. Schlick, Die Probleme der Philosophie in ihrem Zusammenhang.
  3. Nein.
  4. Voltaire: Dictionnaire Philosophique (Gibt’s nicht auf Deutsch).
  5. Was kann man bei Ihnen lernen?
    (Die Antwort wäre: Politische Philosophie, Argumentationstheorie, Chinesische Philosophie, Buddhismus u. a. m.)

Prof. Dr. Gottfried Seebaß
Ich finde das Projekt eines bundesweiten Studienführers Philosophie eine wirklich gute Sache, die (wenn sie richtig angelegt ist) vielen Studierenden nützlich sein kann. Den vorliegenden Fragebogen allerdings finde ich wenig hilfreich. Er taugt, wenn Sie mir diese Kritik erlauben, eher für die Redaktionsstuben des „Spiegel“, „Focus“ oder der FAZ als für einen fachbezogenen Studienführer.
Die ersten vier Fragen jedenfalls erscheinen mir zu spezialistisch, geschmäcklerisch und auf Nebengleise des Faches führend. Schon die erste Frage drängt alle Lehrenden in die Rolle von subalternen Nachtretern anderer Philosophen oder philosophischer Richtungen. Philosophie aber ist primär ein systematisches Fach, in dem es darum zu tun ist, philosophische Sachfragen zu beantworten und philosophische Probleme zu lösen. Um diese Fragen bzw. Probleme muß es vor allem gehen. Welche Autoren (abgesehen natürlich von sämtlichen Klassikern) und philosophische Richtungen man dabei wann und in welchem Umfang heranzieht, ist eine nachgeordnete und je verschieden zu beantwortende Frage. Auch die reinen Historiker übrigens, die bestimmte Personen ins Zentrum ihrer Arbeit stellen, „orientieren sich“ philosophisch nicht an diesen Personen, sondern arbeiten über sie, wobei ihre eigene philosophische Ausrichtung ganz verschieden aussehen kann. Die erste Frage also scheint mir ins Abseits zu führen. Und entsprechendes gilt, mutatis mutandis, für die Fragen zwei bis vier. Sinnvoll beantworten kann ich Ihnen hier also nur Ihre fünfte Frage, d.h. welche Fragen ich wichtig für einen Studienführer gefunden hätte. Wenn man davon ausgeht, daß der Studienführer vor allem dazu dienen soll, Philosophiestudenten Informationen darüber zu geben, wo überall in Deutschland sie welche Bereiche des Fachs studieren können, erscheinen mir vor allem die folgenden Fragen an alle Lehrenden wichtig und naheliegend:

  1. Was waren Ihre bisherigen hauptsächlichen Forschungsgebiete?
  2. Was sind die (ca.) 5 wichtigsten Publikationen, die daraus hervorgegangen sind?
  3. Was sind Ihre gegenwärtigen wichtigsten Forschungsgebiete (maximal 3)?
  4. In welcher Form planen Sie Ihre Forschungsinteressen mit der universitären Lehre zu verbinden?
  5. Zu welchen Themen bzw. aus welchen Gebieten planen Sie Lehrveranstaltungen in den kommenden Semestern (Zeitraum bis zur nächsten Auflage des Studienführers)?
  6. In welchem der kommenden Semester werden Sie nicht oder nur eingeschränkt lehren können (Freisemester, Verwaltungstätigkeit, Auslandsaufenthalte).
Natürlich lassen sich diese Fragen vielfältig ergänzen und modifizieren. Ich möchte mit dieser Liste nur andeuten, in welche Richtung die Fragen gehen sollten, die ich für sinnvoll halte. Zu Ihnen könnte ich Ihnen die erbetene Auskunft geben. Zu den ersten vier Fragen Ihres Fragebogens kann ich es, beim besten Willen, leider nicht.

Weitere Professoren: Prof. Dr. P. Stemmer, Prof. Dr. G. Wolters


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Anneliese Volkmar, August 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare:Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de