Studienführer Philosophie Universität
Freiburg |
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Philosophisches Seminar I und II
Fachschaft Philosophie
Werthmannplatz, KG1
D-79098 Freiburg i. Br.
FORM
Menschen
| Insgesamt
| Frauen
| Männer
|
HauptfachstudentInnen
| 458
| -
| -
|
NebenfachstudentInnen
| 470
| -
| -
|
|
ProfessorInnen
| 6
| 1
| 5
|
PrivatdozentInnen
| -
| -
| -
|
Sonstige DozentInnen
| 12
| 3
| 9
|
TutorInnen
| 2
| 1
| 1
|
|
|---|
Anforderungen
| Magister(Hauptfach)
| Magister (Nebenfach)
| Lehramt
|
Studienanfang
| Latinum und NC: ca. 1,8
| -
| -
|
Scheine Grundstudium
| 3 (einen davon in Logik)
| 3
| 3
|
|
Zwischenprüfung
| Klausur und mündl. Prfg.
| 3 qualif. Scheine oder 2 qual. Scheine und mündl. Prfg.
| Klausur und mündl. Prfg.
|
Hauptstudium
| Latinum oder Graecum
| Latinum oder Graecum
| Latinum oder Graecum
|
Scheine Hauptstudium
| 3
| 1
| 3
|
Promotion
|
|
|---|
Veranstaltungen
Vorlesungen: 5-8
Seminare: 30
Tutorien: 2
Bibliothek
| Öffnungszeiten: | 9-22 Uhr
|
| Arbeitsplätze: | stehend oder auf dem Boden mußte noch niemand arbeiten
|
| Buchbestand: | mittel, teilweise einseitig
|
Besonderheiten
- Neben dem Philosophischen Seminar I existieren ein Philosophisches Seminar II und eine Seminar für
Philosophie und Erziehungswissenschaft.
- Husserl-Archiv (siehe unter Prof. Dr. Bernhard Rang).
Freiraum (Raum zum Kaffeetrinken, Diskutieren etc.?)
Raum zum Kaffeetrinken, Diskutieren, Lesen ohne Fenster, zusammen mit zwei anderen Fachschaften.
Inhalt
- Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
Kant (G. Prauss),
Heidegger (F.-W. v. Herrmann, U. Guzzoni, R. Marten (em.)),
Aristoteles/Thomas von Aquin (K. Jacobi).
- Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
Ein paar von uns finden Hr. Prauss sehr wichtig, auch Jacobi, Guzzoni und Marten kann man wohl empfehlen.
Prauss betreibt eigenwillige Logikkritik + Erkenntnistheorie, Jacobi, Guzzoni und Marten lehren einfach gut.
- Welche philosophischen Richtungen fehlen?
Angelsächsisches, Psychoanalyse sowieso, Ästhetik, Logik/Wissenschaftstheorie, Sozialphilosophie,
feministische/Kritische Theorie, Modernes, ...
- Gibt es Veranstaltungen zu
| nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie) | o ja | x nein
|
| sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) | o ja | x nein
d.h. mit Mühe ab und zu.
|
| praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.) | o ja | x nein
|
ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
| o ja | x nein einige halten Prauss für einzigartig innovativ ...
|
- Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
Seminare zusammen mit Sinologen; Medizinern; Physikern.
- Fachschaft
| Wieviele seid ihr? | Kern 4 | Peripherie 4
|
Studentische Veranstaltungen?
Erstsemestereinführung, wenn’s geht, ein Hüttenwochenende;
"Autonome Seminare"
| Seid ihr chaotisch? | x ja | o nein
|
ProfessorInnen
- An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
- Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
- Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
- Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
- Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?
Prof. Dr. Ute Guzzoni
- Th. W. Adorno und M. Heidegger.
- Primärtexte.
- Sloterdijk, Eurotaoismus.
- Selbstverständlichkeiten hinterfragen.
- Was halten Sie für besonders spannende Fragen, über die heute philosophisch diskutiert werden sollte?
Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm von Herrmann
- Martin Heidegger - Edmund Husserl.
Hermeneutische Phänomenologie, Ontologie im weiten Sinne.
- Karlheinz Volkmann-Schluck, Einführung in die Philosophie (Verlag V. Klostermann)
- Martin Heidegger, Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)
- -
- -
Prof. Dr. Klaus Jacobi
- An den Klassikern von Platon bis Wittgenstein, besonders an denen, die zugleich differenziert und klar denken.
- Fangen Sie an zu lesen, wo es Ihnen gefällt und wo Sie sich zugleich gefordert fühlen.
- Zu viele, als daß ich sie aufzählen könnte.
- Fragen - zuhören, was Andere (redend oder schreibend) sagen, - sich mit dem Gehörten oder Gelesenen
auseinandersetzen.
- Was ist am Studium der Philosophie in Form von Studienordnungen planbar - was sollte freier Initiative der
Studierenden überlassen werden.
Prof. Dr. Gerold Prauss
- An den Klassikern und Klassikerinnen der Philosophie.
- Die klassische Primärliteratur.
- Nein.
- Nein, weil es keinen geben kann.
- Ob in der Philosophie ein solches Unternehmen überhaupt sinnvoll sein kann.
Prof. Dr. Bernhard Rang
- Aristoteles, Leibniz, Kant, Schelling, Husserl; Phänomenologie u. Naturphilosophie.
- Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie.
- Hermann Schmitz, Die Ideenlehre des Aristoteles (1985)
- Lesen Sie Rudolf Steiner, Die Philosophie der Freiheit!
- Als Direktor des Freiburger Husserl-Archivs wäre ich gerne gefragt worden, was dort geschieht.
Antwort:
- Das Archiv ist eine Forschungsstelle für das Studium des wissenschaftlichen Nachlasses Husserls (viele
Gastwissenschaftler aus dem Ausland, insbesondere Fernost, kommen zu uns).
- Das Archiv ist auch eine Editionsstelle, an der Editionen im Rahmen der "Husserl-Gesamtausgabe"("Husserliana")
durchgeführt werden.
Prof. Dr. Friedrich A. Uehlein
- An Platon, seinen Freunden & Gegnern.
- Sollte es wirklich ein solches Buch geben? Halte eine Anzahl klassischer philosophischer Werke für diese
Aufgabe geeignet. Einführungen haben unvermeidlich etwas Zufälliges an sich. Glücklicherweise
hängt von
einem solchen besten Buch nicht zu viel ab, umso mehr an der Arbeit mit diesem Buch und der Fortarbeit von
ihm.
- Viele! Eines für viele: Hilary Putnams Guifford Lectures (1990).
- Gründlich denken - was gerade Furore macht ("die größte Akzeptanz besitzt"), muß deshalb nicht besonders
sein - selber denken: mit den Andern & ganz aufmerksam auf die gemeinsame Lebenswelt (fliehende Horizonte).
- Tempora lapsa volant, also besser keine, die weitläufig zu werden droht. Philosophari necesse est.
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Düsseldorf
Anneliese Volkmar, November 1996
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