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Studienführer Philosophie
Universität Frankfurt

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Fachbereich Philosophie
Fachschaft Philosophie
Dantestr. 4-6
D-60325 Frankfurt

Inst: 069/7982-21 60
FS: 069/798-22862

FS Mi. 13-14 Uhr im Café: 069/798-22 861

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
600
139
461
NebenfachstudentInnen
630
258
372
ProfessorInnen
12
2
10
PrivatdozentInnen
1
-
1
Sonstige DozentInnen
21
4
17
TutorInnen
7
4
3

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang


kein Lehramtsstudium
Scheine Grundstudium
5
2

Zwischenprüfung
entweder Hausarbeit, Klausur
oder mündl. Prfg.
(seit Mai 1994)


Hauptstudium
Englisch u. 1 weitere Sprache

kein Lehramtsstudium
Scheine Hauptstudium
3
2

Magister
Magistra Artium
ggf. Sprache der Textgrundlage
Promotion
s.o.

Veranstaltungen
Vorlesungen: 6
Proseminare 21
Hauptseminare: 23
Kolloquien: 7
Tutorien: 8 (offizielle)

Seminare völlig überfüllt bis leer je nach Popularität von Dozent und Thema: 3 - 10 Teilnehmer

Bibliothek
Öffnungszeiten:normalerweise 10-20.30 Uhr
Arbeitsplätze: ausreichend
Buchbestand:gut

Besonderheiten
Freiraum (Raum zum Kaffeetrinken, Diskutieren etc?)
Ja, ja, ja! Haben das "schönste Café der Uni", läuft unter Eigeninitiative mehrerer (manchmal nur weniger ...) Studenten. Befindet sich im 3. Stock des Institutes und bietet (zum Selbstkostenpreis) warme und kalte Getränke aller Art, Kuchen und belegte Brötchen; normalerweise jeden Tag aktuelle Zeitungen. Spiele vorhanden, Ansprechpartner für dies und jenes meistens auch.
Geöffnet je nach "Mitarbeiterlage" ca. 11-17 Uhr.

Inhalt

  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    - Dt. Idealismus (Röttgers, Scheer, A. Schmidt) - Analytische Wissenschaftstheorie und -philosophie; analytisch orientierte praktische Philosophie (Detel, Essler, Kulenkampff, Kambartel) - Mittelalter (Lutz-Bachmann) - Kritische Theorie (Axel Honneth, ....hoffentlich! & F. Schmidt & Lutz-Bachmann) - Antike (Detel)

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Lutz-Bachmann: sehr aufgeschlossener, Studenten-freundlicher Prof.
    Wenn er kommt: Axel Honneth, DER Vertreter der (verbleibenden) Kritischen Theorie.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    Postmoderne, französische Philosophie und Existenzphilosophie
    (seit Tod von Prof. H. Fink-Eitel, Nachfolge noch unklar).
    Feministische Philosophie.

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie)o ja x nein
    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) x ja o nein
    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)x ja o nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    Ganz verschiedener Art: mal ja, mal nix. Kommt und laßt Euch überraschen ...
    x ja o nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Ja. Z. B. Peter Eisenhardt, der beispielsweise Seminare mit Physikern zu Quantentheorie etc. abhält.

  6. Fachschaft

    Habt Ihr eine Fachschaft?
    Teils/teils: Bis Mitte 1994: ja. Bis 1995: nein
    (Keiner hat sich verantwortlich gefühlt.)
    Ab SoSe 1995: Versuchen's nochmal !!!
    Wieviele seid ihr? Kern 1-2, gewählt 3 Peripherie wird man sehen


    Studentische Veranstaltungen?

    Erstsemestereinführung, Autonome Tutorien, ab und zu eine AG, Frauenstammtisch etc.
    Seid ihr chaotisch? xja im Moment schon o nein

  7. Darstellung
    Der Fachbereich Philosophie (FB 7) an der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt a.M. befindet sich in einem einzigen, zentral gelegenen Gebäude. Er ist ein eigenständiger Fachbereich, die Forschungsgebiete sind den Dozenten zugeordnet, eine Zusammenarbeit zwischen diesen findet selten statt.
    Seit 1994 ist die neue Magisterprüfungsordnung in Kraft: Sie gibt weiterhin nur einen groben Themenplan als Orientierung vor; pflichtgemäß vorgeschrieben sind lediglich die Anzahl der zu erwerbenden Scheine und der zu belegenden Semesterwochenstunden - wobei die Anwesenheit in den belegten Stunden nicht nachgeprüft wird. Nach der neuen Magisterprüfungsordnung gibt es eine Zwischenprüfung, außerdem die Möglichkeit, statt wie bisher ein Hauptfach und zwei Nebenfächer, zwei Hauptfächer zu studieren.
    Die Bibliothek ist eine Präsenzbibliothek mit Wochenendausleihe, ihre Schwerpunkte: Deutscher Idealismus und angelsächsischer Habermas-Background.
    Die Studenten sind mit 3-4 Sitzen (je nach Professorenanzahl) im Fachbereichsrat vertreten, die Zusammenarbeit mit den Professoren ist unproblematisch, solange deren Interessen nicht entgegenstehen ... Autonome Tutorien konnten wir schon vor einigen Jahren durchsetzen, auch wenn ihnen immer mal wieder am Leder geflickt werden soll. Außerdem wird immer wieder in den Lehrplankonferenzen die Proseminaranzahl von uns gehoben, ab und an geht auch mal ein Dozent auf konkrete Themenwünsche für ein Seminar ein.

    Die Fachschaft ist eine Gruppe mit diversen linken Selbstverständnissen, die grundsätzlich konstruktiv zu arbeiten bemüht ist. Wenn sie auch, bis auf die Fachbereichsarbeit, im letzten Jahr etwas still geworden ist: Wir kommen wieder! Die Fachschaft hat einen Jahresetat von ca. 2000,-, sie führt eine Einführungsveranstaltung durch, organisiert die autonomen Tutorien und fördert feministische Philosophie. An den Fachschaftssitzungen nehmen zwischen 2 und 6 Studenten teil, Fachschaft ist, wer kommt. Lehrangebot; Regelmäßig Proseminare zur Einführung, Kant, Hegel, kommunikations- und moraltheoretische Diskussionen, seltener Kritische Theorie. Sollte jedoch ab WS 95/96 Axel Honneth kommen, wird auch die wieder kompetent vertreten sein. Lücken: Französische, asiatische und sonstige nichtabendländische Philosophie, es gibt jedoch Lehrangebote an und manchmal mit anderen Instituten zusammen. Die Seminare sind je nach Dozent und Thema leer bis brechend voll.
    Frankfurt als Stadt: Spitze! Großes Kulturangebot, insbesondere viele kleine Theater etc.. Die Atmosphäre eine Mischung aus Banken, Verkehr, Grün kurz hinter den Toren der Stadt und viel Multi-Kulti. Wohnen und Leben sind teuer, dafür Jobs zahlreich und gut entlohnt. Wohnungsnot ist immer groß, in den Studentenwohnheimen läßt sich per sog. „Restzimmervermittlung“ jedoch oft schon nach wenigen Wochen zumindest etwas für den übergang ergattern, auch Anträge für Sozialwohnungen sind nicht aussichtslos. Das intellektuelle Klima ist liberal und offen - also kommt her und überzeugt Euch selbst. Wir warten auf Euch. Vielleicht bis bald -
    Eure Fachschaft.

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

    Prof. Dr. Wilhelm K. Essler
  1. Sokrates, Schakyamuni, Hypathia, Kant, Reichenbach, Carnap, Neurath.
  2. J. F. Rosenberg „Philosophieren - ein Handbuch für Anfänger“.
  3. Nein.
  4. Mit den methodologischen Möglichkeiten der Gegenwart sich den Grundfragen des Anfangs der Philosophiegeschichte zuwenden.
  5. „Wie würden Sie diese Frage beantworten, wenn Sie einer grundsätzlich anderen philosophischen Richtung angehören würden?“

    Prof. Dr. Arend Kulenkampff
  1. Klassischer Empirismus, analytische Philosophie.
  2. B. Russell: Probleme der Philosophie.
  3. Nein.
  4. Nein.
  5. Die ich beantwortet habe.

    Prof. Dr. Matthias Lutz-Bachmann
  1. Philosophie ist - über weite Strecken - die Reflexion auf die Voraussetzungen und Grenzen all unseres Wissens und die Gründe unseres Handelns im Medium rationaler Diskursivität. An diesem Konzept von Philosophie, nicht aber an einzelnen philosophischen Wortmeldungen orientiere ich mich in meiner Arbeit.
  2. Es gibt viele Zugänge zur Philosophie (s. o.): Mein Entschluß zum Studium der Philosophie war engstens vermittelt mit der Lektüre der „Dialektik der Aufklärung“ von Horkheimer und Adorno
  3. Die Neuerscheinungen dieser Zeit beinhalten viel Solides, wenig Beeindruckendes, zumeist Modisches, das in zehn Jahren vermutlich niemand mehr interessiert.
  4. Ein „philosophischer Geheimtip“ ist mit Sicherheit die Re-Lecture von Thomas von Aquin als Philosoph.

    Prof. Dr. Heinz Röttges
  1. Platon, Descartes, Kant, Hegel, Nietzsche, B. Liebrucks.
  2. Platon, Politeia.
  3. Simon (Josef), „Philosophie des Zeichens“.
  4. Bruno Liebrucks „Sprache und Bewußtsein“.
  5. Gehört Philosophie an die heutige Universität?

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Anneliese Volkmar, November 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare:Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de