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Studienführer Philosophie
Technische Universität Dresden

Unter der Adresse http://rks2.urz.tu-dresden.de/phfiph/ gibt es eine Institutshomepage, die auf dem neuesten Stand ist. Angezeigt wurde diese Änderung durch die Herren S. Schiman und Prof. Dr. G. Schönrich, Institutsdirektor.
Stand: Mai 1998


(Angaben lt. Studienführer Philosophie)

Technische Universität Dresden
Institut für Philosophie
Liebigstr. 30; D-01062 Dresden Tel.: 0351/4 63-28 50
Fachschaft Philosophie
c/o Jörg Rathke, Institut für Soziologie
D-55099 Mainz
Tel: 0351/4 63-74 05
Fax: 0351/4 63-72 62

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
30


NebenfachstudentInnen
198


ProfessorInnen
6
1
5
PrivatdozentInnen
2
-
2
Sonstige DozentInnen
6
2
4
TutorInnen
1
1
-

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang



Scheine Grundstudium
4
3
4
Zwischenprüfung
mündlich, 40 min.
mündlich, 30 min.
mündlich, 40 min.
Hauptstudium
Latinum
Latinum
Latinum
Scheine Hauptstudium
3
1
6
Promotion
Latinum

Veranstaltungen
Vorlesungen: 13
Seminare: 30 (angenehme Teilnehmerzahl)
Tutorien: 1

Bibliothek
Öffnungszeiten:Mo.-Do. 9-18, Fr. 9-15 Uhr
Arbeitsplätze: nicht ausreichend
Buchbestand:katastrophal

Besonderheiten

Inhalt

  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    Praktische Philosophie/Ethik (Hermeneutik, Sprache, Erkenntnistheorie) - Prof. Rentsch (später Wittgenstein, negative Theorieansätze, Nietzsche).
    Praktische Philosophie/Didaktik - Prof. Rohbeck (v.a. Hannah Arendt).
    Idealismus (v.a. Kant) - Prof. Schönrich.
    Religionswissenschaft - Fr. Prof. Gerl-Falkovitz (v.a. Aufklärung, Renaissance; auch Heidegger, Derrida).
    Logik + Wissenschaftstheorie - Prof. Mühlhölzer (analytische Philosophie).
    Technikphilosophie - Prof. Irrgang

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Demmerling: - Sprachphilosophie, wobei sein Standpunkt vielleicht dem späten Wittgenstein + Derrida am nächsten ist, - guter Adorno + Marx-Kenner.
    Balzer: guter Peirce-Kenner, analytische Philosophie.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie)
    (Lediglich: Exemplarische Gestalten der Weltreligionen: Kahil Gibran, Raymondo Panikka, Dalai Lama, Lao- Tse, Chassidim.)
    o ja x nein
    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.)
    (Lediglich zur politischen Philosophie; dieses Semester das Frühwerk von Marx.)
    o ja o nein
    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)
    (Umweltethik, Physik für Philosophen, Grundfragen nachhaltiger Technikgestaltung, ethische Probleme in Bio- und Gentechnologie, Aufklärungsphilosophie + industrielle Revolution.)
    x ja o nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    (Phil. Kolloquium, veranstaltet von Lehrenden und Studierenden des Instituts; phil. Oberseminar, Ringvor- lesung.)
    o ja x nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Ja, zur Soziologie, Naturwissenschaft, Literaturwissenschaft.

  6. Fachschaft

    Erstsemestereinführung? Gekoppelt mit der allg. Einführungsveranstaltung, die die Lehrenden des Instituts am Studienanfang geben.
    Studentische Veranstaltungen? (Nur im privaten Rahmen.)
    Seid ihr chaotisch? o ja x nein (leider)

  7. Darstellung
    Im Zeitalter der "pathosarmen" Beliebigkeit soll ein Konglomerat von Zitaten an die Stelle eines längeren Prosatexts treten, deren Anfang zugleich der vorgelegten Frage sich stellen will. "Mein Ziel muß es sein, anzugeben, welche Aussagen man hier machen möchte, aber nicht sinnvoll machen kann." Wittgenstein"Wer blind wählet, dem schlägt Opferdampf in die Augen." Klopstock. "Es ist Mißtrauen gegen diese modernen Ideen darin, ..., es ist vielleicht ein leichter überdruß und Hohn eingerückt, der das bric-à-brac von Begriffen verschiedenster Abkunft nicht mehr aushält,... aller dieser Wirklichkeits-Philosophaster, an denen nichts neu ist als diese Buntheit. Man soll darin... diesen Repliken ... heute Recht geben: Ihr Instinkt, welcher sie aus der modernen Wirklichkeit hinwegtreibt, ist unwiderlegt - was gehen uns ihre rückläufigen Schleichwege an! Das Wesentliche an ihnen ist nicht, daß sie zurück wollen, sondern daß sie - weg wollen. Etwas Kraft, Flug, Mut, Künstlerschaft mehr: und sie würden hinaus wollen - und nicht zurück!" Nietzsche

  8. Welche Frage haben wir vergessen?
    Ist ein Philo-Studium in Dresden ratsam?
    Für alle, die Philosophie als Wissen konsumieren wollen, würde Dresden eine bittere Enttäuschung sein. Gefragt sind Engagement, Selbst-Denken, selbständiges Arbeiten, Diskursbereitschaft, die Bereitschaft viel zu lesen trotz einer katastrophalen Bibliothekssituation.

    Graphik wird nachgereicht

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

    Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
  1. Phänomenologie; Religionsphilosophie des 19./20. Jahrhunderts.
  2. Die Arbeitsbücher von Dölle-Oelmüller zu verschiedenen philosophischen Themen.
  3. -
  4. Jean Gebser, Ursprung und Gegenwart (dtv); Georg Steiner.
  5. -

    Prof. Dr. phil. Dr. theol. Bernhard Irrgang
  1. Philosophische Richtungen: Phänomenologie/Hermeneutik. Arbeitsgebiete: Technikphilosophie, Technikethik, Theorie der Technologiegestaltung, Anwendungsorientierte Ethik, Natur und Technik im interkulturellen Vergleich, Philosophiegeschichte: 18. Jahrhundert.

    Prof. Dr. Felix Mühlhölzer
  1. Ludwig Wittgenstein, Analytische Philosophie.
  2. Klassiker wie Descartes´ Meditationen, Kants Prolegomena oder Freges Grundlagen der Arithmetik. Auch: Russells Probleme der Philosophie.
    Nicht Bücher in der Art von Thomas Nagels What Does It All Mean?
  3. Hilary Putnam, Representation and Reality, MIT Press 1988 (auch auf Deutsch: Realität u. Repräsentation, Suhrkamp, 1991.).
    Michael Dummett, Frege - Philosophy of Mathematics, Duckworth, 1991.
    J. Alberto Caffa, The Semantic Tradition From Kant To Carnap, Cambridge UP, 1991.
    Michael Friedman, Kant and the Exact Sciences, Harvard UP, 1992.
  4. Caffas unter 3. genanntes Buch.
    Michael Friedmans Umgang mit Kant und dem, was Kant folgte.
  5. Vielleicht die Frage, was ich selbst an der TU Dresden an Lehre anzubieten habe. (Sollte ein Studienführer nicht das beschreiben?)

    Prof. Dr. Johannes Rohbeck
  1. Max Horkheimer, Hannah Arendt, John Dewey, Pragmatismus.
  2. Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe.
  3. Michael Thennissen: Negative Theologie der Zeit.
  4. Peter Furth: Phänomenologie der Entfremdungen.
  5. Welche Rolle spielt bei Ihnen die akademische Lehre?

    Prof. Dr. Gerhard Schönrich
  1. Kant, Charles S. Peirce.
  2. Thomas Nagel, Was bedeutet das alles? (Reclam)
  3. Jostein Gaarder, Sophies Welt (nicht weil es so gut wäre, sondern weil es so geschrieben zu sein scheint, daß es viele Leute interessiert).
  4. Gründliche Lektüre der „klassischen“ Autoren.
  5. Wie ich mir den idealen Studenten der Philosophie vorstelle.

    Weiterer Professor:
    Prof. Dr. Thomas Rentsch

    Dozenturen/Zentren (Nicht angeschrieben.)
    Doz. Dr. phil. habil. Hans-Ulrich Wöhler, Zentrum für Philosophiegeschichte
    Doz. Dr. phil. habil. Hans-Peter Böhm, Zentrum f. Philosophische Probleme der Technik- u. Naturwissensch.
    Doz. Dr. phil. Helmut Gebauer, Geschäftsführer des Zentrums für interdisziplinäre Technikforschung


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Anneliese Volkmar, Dezember 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare:Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de