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| Studienführer Philosophie Technische Hochschule Darmstadt |
Technische Hochschule Darmstadt
Institut für Philosophie
Fachschaft Philosophie
Fachbereich 2
Schloß
D-64283 Darmstadt
Inst: 06151/16-21 97
FS: 06151/16-54 94
Menschen | Insgesamt | Frauen | Männer |
HauptfachstudentInnen | 186 | 77 | 109 |
NebenfachstudentInnen | 103 | 60 | 43 |
ProfessorInnen | 2 | - | 2 |
PrivatdozentInnen | 1 | - | 1 |
Sonstige DozentInnen | 8 | 1-2 | 6-7 |
TutorInnen | 1 | - | 1 |
| |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Anforderungen | Magister(Hauptfach) | Magister (Nebenfach) | Lehramt |
Studienanfang | | | kein Lehramtsstudium |
Scheine Grundstudium | 1 | 1 | |
Zwischenprüfung | zwei mündl. Prfg. |
Hauptstudium | kein Lehramtsstudium |
Scheine Hauptstudium | 4 | 1 |
Promotion | Magister |
| ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Die Zwischenprüfung besteht aus zwei mündlichen Prüfungen von je einer halben Stunde Dauer. Die erste erfolgt
studienbegleitend nach dem zweiten Semester, die zweite abschließend nach dem vierten. Die erste versteht sich eher als Gespräch darüber, ob man weiter studieren sollte; die zweite findet zu einem selbstgestellten Thema statt.
Zum Magisterstudium gehören zwei Nebenfächer oder ein zweites Hauptfach. Bei der Auswahl ist man relativ frei unter allen sonstigen Fächern der TH (auch Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, u. v. a.)!
Veranstaltungen
Vorlesungen: 18
Seminare: 16
Tutorien: 2
Bibliothek
| Öffnungszeiten: | Mo.-Do. 9-17 Uhr, Fr. 9-16 Uhr |
| Arbeitsplätze: | ausreichend |
| Buchbestand: | eher mäßig |
Besonderheiten
Graduiertenförderung, Austausch mit der State University of New York.
Forschungsschwerpunkt „Umweltorientierte Naturphilosophie“.
| nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie) Islam (Veranstaltungen über mehrere Semester, jeweils 2 SWS) | x ja | o nein |
| sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) Fem. Theorie (jedes Sem. eine Veranstaltung); Kritische Theorie (bei uns oder den Soziologen) | x ja | o nein |
| praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.) Technikfolgeabschätzung (Mitinhalt eines Graduiertenkollegs). | x ja | o nein |
| ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art? Naturästhetik, Leib-Seele-Problem. | x ja | o nein |
| Wieviele seid ihr? Die Philosophie gehört zum Fachbereich "Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften". In dieser Fachschaft sind mehr Leute. | Kern 2
| |
| Studentische Veranstaltungen? | Im Aufbau (1 bis 2 Seminare pro Semester) studentische Lektürengruppen werden laut Studienordnung gefördert. | |
| Erstsemestereinführung? | Orientierungsveranstaltung und Tutorium während des Semesters | |
| Seid ihr chaotisch? | o ja x nein |
Wir betreiben Realpolitik, d. h. wir suchen das Gespräch mit den Profs; wir versuchen, kleine änderungen dort zu erreichen, wo sie uns sinnvoll erscheinen - wo wir glauben, daß wir keine Mauern einreißen müssen, um viel zu erreichen.
Prof. Dr. Helmut Fleischer
Ich hole zuerst die letzte Frage nach vorn: Welche anderen Fragen ich gerne gestellt bekommen hätte? Antwort: die vier Fragen etwas anders gefaßt und noch wenigstens eine andere dazu.
Zu 1: Von einer gewissen Arbeitsphase an orientiert man sich nicht mehr so vorwiegend „an“ irgendwelchen oder benachbarten Philosophen. Man hat vielmehr seine eigene Orientierung, in der man eine der verschiedenen
philosophischen Denktraditionen fortführt.
Wenn ich aber zuerst einen aktiven Rezeptionsbezug angeben soll, ist es der zu Kant, Hegel und Marx, im 20. Jahrhundert eine Affinität zu N. Hartmann und M. Merleau-Ponty. Unter den heute aktiven ist es K.-M. Kodalle (Jena), dem ich mich in „kritischer Nachbarschaft“ verbunden fühle, weil ich mit seiner philosophischen Theologie etwas anfangen kann und er etwas mit meinem Ethik-Konzept. Mit der thematisch und genealogisch benachbarten Frankfurter Kritischen Philosophie verbinden mich enttäuschte höhere Erwartungen.
zu 2: Weil ich nur Philosophien im Plural und nicht „die“ Philosophie kenne, würde ich einer noch mehr explizit pluralistischen („pluri-positionellen“) Weiterbearbeitung (und Erweiterung) der Rowohlt-Grundkurse Philosophie
und Ethik am ehesten entsprechen.
zu 3: Das „Geschichtsdenken im 20. Jahrhunderts“ von Ernst Nolte.
zu 4: Durch die eigentümlichen Zeitgeist-Geschicke fühle ich mich selbst dazu prädestiniert oder verdammt, Geheimtips zu produzieren, wie für die Ethik, die ich als normative Disziplin für meinen Teil (nicht für alle und jede/n) verabschiede, und für die Marxismusstudien, die inzwischen anderswo als „abgewickelt“ und demnächst wohl auch noch für Geschichtsphilosophie, die vielen schon des längeren ex cathedra als verabschiedet gilt.
zu 5: Gerne (oder lieber) gefragt worden wäre ich - statt nur nach meinem Verhältnis zu anderen ehrbaren Philosophen - nach meiner eigenen philosophischen Positions-Identität. Ich könnte diese Frage notfalls sogar auf eine alt-traditionelle Art mit einem „Ismus“-Titel beantworten.
„Materialisierter Kritizismus“ - wobei das Attribut „materialisiert“ den Bezug auf gesellschaftlich - geschichtliche Praxis signalisiert und das
„Kritizistische“ seine Aktualität als kultivierte Ideologiekritik gewinnt.
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Anneliese Volkmar, November 1996