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Studienführer Philosophie
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Rheinische Friedrichs-Wilhelms-Universität Bonn

  1. Philosophisches Seminar A
    Philosophisches Seminar B
    und Fachschaft Philosophie
    Am Hof, D-53113 Bonn
    Sem.A Tel.: 0228/73 73 27; Fax: 73 78 89
    Sem.B Tel.: 0228/73 74 19;
    FS: 0228/23 65 35 (Veronica)
  2. Seminar für Logik und Grundlagenforschung
    Lennéstr. 39, D-52113 Bonn, Tl.: 0228/73-37 10, Fax: 73-37 11, E-Post: Stuhlmann-Laeisz@uni-bonn.de
  3. Institut für Wissenschaft und Ethik
    Niebuhrstraße 51, D-53113 Bonn, Tel.: 0228/9 14 33-0, Fax: 0228/9 14 33-21 [
  4. In Bonn auch: Albertus-Magnus Institut, Adenauerallee 17-19, D-53111 Bonn, Tel.: 0228/26 38 49]

FORM

Menschen
Insgesamt
Frauen
Männer
HauptfachstudentInnen
ca. 600
-
-
NebenfachstudentInnen
ca. 1000
-
-
ProfessorInnen
10
-
10
PrivatdozentInnen
7
1
6
Sonstige DozentInnen
11
2
9
TutorInnen
9


Fach Philosophie

Anforderungen
Magister(Hauptfach)
Magister (Nebenfach)
Lehramt
Studienanfang



Scheine Grundstudium
5
4
5
Zwischenprüfung
keine
keine
keine
Hauptstudium
Latinum
Latinum
Latinum
Scheine Hauptstudium
5
2
4
Promotion

(Seminar für Logik und Grundlagenforschung: Im Magisternebenfach Logik und Grundlagenforschung werden zum Studienbeginn hinreichende Englisch- und Mathematikkenntnisse (Nachweis: Abiturzeugnis) verlangt. Im Grundstudium sind 2 benotete und 1 unbenoteter Schein, im Hauptstudium ein benoteter Schein zu erwerben. Die Zwischenprüfung besteht in einer 3-stündigen Klausur. Das Fach Logik und Grundlagenforschung ist darüber hinaus auch als Promotionshauptfach und -nebenfach zu studieren.)

Veranstaltungen
Vorlesungen: 8
Seminare: 40 (überfüllt - völlig überfüllt)
Tutorien: 5

Bibliothek
Öffnungszeiten:Mo.-Fr. 10-21 Uhr (Seminar für Philosophie)
Mo.-Fr. 10- 3 Uhr (Sem. f. Logik und Grundlagenforschung)
Arbeitsplätze: zu wenig
Buchbestand:gut

Besonderheiten
Unterteilung des Faches Philosophie in drei Seminare.
Seminar A. (Baumgartner, Simon, Baumanns, et al.).
Seminar B, eher theologisch ausgerichtet (Honnefelder).
Seminar für Logik und Grundlagenforschung (Stuhlmann-Laeisz).
Institut für Wissenschaft und Ethik (Honnefelder, Gethmann).

Studienleistung an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln werden anerkannt und umgekehrt.

Darstellung des Seminars für Logik und Grundlagenforschung
Das Seminar für Logik und Grundlagenforschung gehört zur Lehreinheit Philosophie. Alle Scheine, die im Seminar für Logik und Grundlagenforschung erworben werden, werden auch für das Studium im Fach Philosophie anerkannt. Daneben ist Logik und Grundlagenforschung an der Universität Bonn auch eigenständiges Fach, das in den Magisterstudiengängen als Nebenfach und in Promotionsstudiengängen als Haupt- oder Nebenfach gewählt werden kann.
Schwerpunkt in der Lehre: Philosophische Logik, Wissenschaftstheorie, Analytische Philosophie (insbesondere Sprachphilosophie, Handlungstheorie, Ontologie). Forschungsschwerpunkte: Logik empirischer Theorien, moderne analytische Ontologie und Aristotelische Ontologie (Metaphysik Z, H, O), ontolog. Aspekte der Quantentheorie, Semantik singulärer Terme, Analytische Philosophie des Geistes (Selbstbewußtsein), allgemeine Modallogik, philosophische Anwendung der Logik.
(Zusammenarbeit mit dem Department of Logic, N. Copernicus University, Torun (Polen))

Inhalt

  1. Welche philosophischen Richtungen sind hauptsächlich vertreten?
    Transzendentalphilosophie, Ontologie, Metaphysik, Geschichtsphilosophie (Baumgartner),
    Sprachphilosophie, Hermeneutik, Philosophie des Zeichens (Simon, wird emeritiert, steht aber noch für Prüfungen zur Verfügung),
    Transzendentalphilosophie, Kant, Deutscher Idealismus (Baumanns),
    Mittelalterliche Philosophie, Bioethik (Honnefelder),
    Logik, Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie (Stuhlmann-Laeisz),
    Wissenschaftsethik (wird demnächst besetzt durch Gethmann),
    Antike (Weidemann),
    Ästhetik, Praktische Philosophie (Marx),
    Religionsphilosophie, Existentialismus (Schlette),
    praktische Philosophie/Ethik/Rechts- und Staatsphilosophie (Baumanns, Baumgartner, Marx).

    (Wissenschaftlicher Mittelbau: Seminar A - Dr. Hubertus Busche (habilitiert sich gerade), Dr. Thomas Sören Hoffmann, Petra Kolmer; Dr. Harald Korten; Dr. Stefan Majetschak; AOR Dr. Hariolf Oberer (Hönigswald-Archiv), Dr. Hans-Jürgen Pieper; Priv.-Doz. Dr. Günter Seubold; Dr. Thomas Zwenger; Seminar B - Dr. habil. Mechthild Dreyer; AOR Gabriel Jüssen; Dr. Hannes Möhle; Dr. Jan Szaif. Seminar C - Priv. Doz. Dr. Ulrich Nortmann)

  2. Welche DozentInnen haltet Ihr für besonders erwähnenswert und aus welchen Gründen?
    Eine besondere Hervorhebung ist nicht sinnvoll, da in Bonn verschiedene Philosophieansätze gelehrt werden; daher muß jede/r Student/in selbst erkennen, wer für ihn/sie aufgrund seines Ansatzes von besonderem Interesse ist.

  3. Welche philosophischen Richtungen fehlen?
    Sozialphilosophie, philosophische Anthropologie (wird selten angeboten), Naturphilosophie, Technik- und Kulturphilosophie.

  4. Gibt es Veranstaltungen zu
    nicht-abendländischem Denken (chinesische, indische Philosophie) o ja x nein
    sozialemanzipatorischen Richtungen (femin. Theorie, Kritische Theorie, etc.) o ja x nein
    praxisorientierten Richtungen (phil. Praxis, Technikfolgenabschätzung, etc.)o ja x nein
    ungewöhnlich-innovativen Ansätzen anderer Art?
    o ja x nein

  5. Gibt es Tendenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit?
    Das Philosophische Seminar C (Stuhlmann-Laeisz) arbeitet mit der Mathematik und den Naturwissenschaften zusammen.
    Honnefelder (auch Seminar B) und Gethmann leiten das Institut für Wissenschaft und Ethik.

  6. Fachschaft

    Wieviele seid ihr? Kern 6 Peripherie ?
    Erstsemestereinführung? Orientierungseinheit / Einführungsabend / Erstifahrt
    Studentische Veranstaltungen? Arbeitskreise
    Seid ihr chaotisch? x ja o nein

  7. Darstellung
    In Bonn gibt es drei philosophische Seminare, an denen man gleichermaßen studieren kann und von denen jedes auch eine eigene Bibliothek hat. Seminar A beschäftigt sich im wesentlichen mit der Vermittlung der Geschichte der Philosophie. Hier gibt es fünf Professoren.
    Das Seminar B arbeitet mit den Theologen zusammen. Hier gibt es einen Professor (Honnefelder), der einen Konkordatslehrstuhl inne hat. Das Seminar C befaßt sich mit Wissenschaftstheorie (Stuhlmann-Laeisz). Ein weiterer Lehrstuhl kommt von der ehemaligen pädagogischen Fakultät (Prof. Schlette). Wenn er emeritiert wird, wird seine Stelle wegfallen.
    Seminar A und B sind im Universitätshauptgebäude (Schloß, direkt in der Bonner Innenstadt) untergebracht, wo allerdings relativ wenig Platz ist. Die Bibliotheken sind ein ständiges Provisorium und bieten kaum Arbeitsplätze. Es gibt keinen Aufenthaltsraum (Studicafé o. ä.) im philosophischen Fachbereich, nur ein allgemeines Café im Hauptgebäude.
    Das Seminar C liegt etwas außerhalb. Es ist recht klein, aber recht hübsch in einer Altbauvilla angesiedelt. In letzter Zeit sind am Seminar A 3 Professorenstellen gestrichen worden. Das Seminar ist überlastet, die Ver- anstaltungen sind voll. Trotz der ungünstigen Bedingungen bemühen sich die meisten Dozierenden um ein erträgliches Arbeitsklima.
    Ein deutlicher inhaltlicher Schwerpunkt in Bonn ist die Kantforschung und der Deutsche Idealismus.

ProfessorInnen

  1. An welchen Philosophen/innen bzw. an welcher philosophischen Richtung orientieren Sie sich?
  2. Welches Buch halten Sie als Einführung in die Philosophie für am besten geeignet?
  3. Gibt es eine philosophische Neuerscheinung der letzten zehn Jahre, die Sie beeindruckt hat?
  4. Können Sie einen "philosophischen Geheimtip" geben?
  5. Welche Frage hätten Sie hier gerne gestellt bekommen?

(Soweit nicht anders gekennzeichnet gehören die Professoren dem Philosophischen Seminar A an.)

    Prof. Dr. Peter Baumanns
  1. Bevorzugt werden die nichtepigonalen, nichtkonstruktivistischen, nichtideologischen, gewissenhaften Analytiker, Aporetiker und Systematiker (Aristoteles, Hume, Kant, Schelling, Hegel) in der Perspektive transzendentaler Bewußtseins- und Vernunfttheorie.
  2. Leider kann „nur“ ein älteres Lexikon empfohlen werden („Philosophie“ im Fischer-Verlag).
  3. Günther Mensching. Das Allgemeine und das Besondere. Der Ursprung des modernen Denkens im Mittelalter. Stuttgart: Metzler Verlag 1992.
    Wolfgang Marx. Bewußtseins-Welten. Tübingen: Mohr 1994.
  4. Je einen Festpunkt mit einem Orientierungszentrum in Antike, Neuzeit und Moderne suchen, ohne gründliche Revision auszuschließen.

    Prof. Dr. Hans Michael Baumgartner, LS
  1. Transzendentalphilosophie Kantschen Typs; Philosophie der Geschichte als Kritik der historischen Vernunft; Klassische Traditionen der Philosophie; Schelling-Forschung
  2. Die Arbeitsbücher (Diskurs ...) von Willi und Ruth Oelmüller (1977 ff.);
    E. Martens/H. Schnädelbach, Philosophie. Ein Grundkurs;
    Hans Joachim Störig, Keine Weltgeschichte der Philosophie.
  3. H. Blumenberg, Höhlenausgänge (1989);
    W. Oelmüller (Hrsg.), Worüber man nicht schweigen kann. Neue Diskussionen zur Theodizeefrage (1993);
    W. Röd, Der Gott der reinen Vernunft (1992);
    W. Welsch, Vernunft (1995).
  4. R. Konersmann, Lebendige Spiegel. Die Metapher des Subjekts (1991).
  5. Ist die Tradition der klassischen Philosophie seit Platon mit der Postmoderne ans Ende gelangt?
    Kurzantwort: Nein.

    Prof. Dr. Ludger Honnefelder, LS (Philosophisches Seminar B)
  1. Das Programm des Aristoteles und seine mittelalterlichen und modernen Weiterführungen.
  2. Hermann Noack: Allgemeine Einführung in die Philosophie. Probleme ihrer gegenwärtigen Selbstauslegung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft: Darmstadt 1991 (4. Auflage)
  3. David Wiggins: Needs, Values, Truth. Essays in the Philosophy of Value. Basil Blackwell: Oxford 1987
  4. Die klassischen Orginaltexte lesen!

    Prof. Dr. Wolfgang Marx
  1. Marburger Schule, Husserl, Merleau-Ponty, Hönigswald.
  2. Windelband: Geschichte der Philosophie.

    Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Kluxen, em. (Philosophisches Seminar B)
  1. „Orientieren“ kann man sich vielleicht an Klassikern, sofern sie Frage- und Denkkonzepte eröffnen - keines- falls an „Richtungen“, mit denen man sich höchstens auseinandersetzt. An Klassikern ist mir die Linie Aristoteles - Thomas von Aquin - Hegel wichtig.
  2. Gerade „gute“ Einführungen sind für Anfänger meist zu schwierig, und „ein“ Buch sicher zu wenig. Wenn es nur eines sein soll, empfehle ich Klaus Held, Treffpunkt Platon.
  3. Ja: Hans Blumenberg, Matthäus-Passion
  4. Wer Philosophie „akademisch“ treiben will, soll zuvor und zugleich etwas anderes studieren - eine „richtige“, methodisch anspruchsvolle Wissenschaft, die auch inhaltliche Kenntnisse vermittelt.
  5. Frage: Warum Philosophie des Mittelalters und „Scholastik“?
    Antwort: Weil unser Europa nicht erst mit der Aufklärung und nicht schon mit den Griechen angefangen hat; es hat keine Chance für eine zukunftsfähige Selbstverständigung, wenn ihm seine mittelalterliche Gründung opak bleibt.

    apl. Prof. Dr. Gerhard Pfafferott
  1. Schwerpunkte: Prakt. Philosophie; Philosophische Hermeneutik; Phänomenologie
  2. Platons Dialoge; A. J. Ayer: Die Hauptfragen der Philosophie (1973), München 1976; H. Seiffert: Einführung in die Wissenschaftstheorie 1-3-, München 1-3, München 1983, 1985
  3. G. Dux: Die Logik der Weltbilder, Ff,. 1982; G. Dux: Die Zeit in der Geschichte, Ffm. 1989; J. Habermas: Nachmetaphysisches Denken, Ffm. 1988; Rob. Nozick: Vom richtigen, guten und glücklichen Leben (1989), München.
  4. Ernesto Grassi: Die Macht der Phantasie. Zur Geschichte abendländischen Denkens (1979), 1982; M. Scheler: Schriften aus dem Nachlaß, Bd. I-V (= GW Bd. 10-14).

    Prof. Dr. Gerhart Schmidt (em.)
  1. Thema: Ontologie. Platon - Descartes - Kant - Hegel - Husserl - Heidegger.
  2. Jakob Barion, „Philosophie“ (1977).
  3. Die Vorlesungen des jungen Heidegger (wieder ein Band vor kurzem erschienen).
  4. Probleme durch die Geschichte der Philosophie verfolgen.

    Prof. Dr. Josef Simon, LS
  1. An möglichst vielen, am meisten an Kant, Hegel, Nietzsche.
  2. Keineswegs die „Einführungen“, vielleicht am ehesten Platons Dialoge, aber auch die sind kein Nichtschwimmerbecken.
  3. Keine deutlich herausragende. Man müßte wohl nach Frankreich blicken.
  4. Mut zum eigenen Lesen haben.
  5. Die Frage, ob die Philosophie zu Ende sei, um sie dann entschieden verneinen zu können.

    Prof. Dr. Rainer Stuhlmann-Laeisz, LS (Seminar für Logik und Grundlagenforschung)
  1. Platon-Kant-Frege-Carnap; Analytische Philosophie.
  2. Frühe („sokratische“) Dialoge Platons, besonders: „Laches“, „Menon“, „Euthyphron“.
  3. Jon Barwise and John Etchemendy: The Liar. An Essay on Truth and Circularity. Oxford 1987. Wolfgang Balzer, C. Ulises Moulines and Joseph D. Sneed: An Architectonic for Science. The Structuralist Program. Dortrecht 1987.
  4. Nein.
  5. In welchem Sinne ist Philosophie für Sie eine Wissenschaft?

    Priv.-Doz. Ulrich Nortmann (Seminar für Logik und Grundlagenforschung)
  1. Aristoteles, G. Frege, D. Lewis; Analytische Philosophie.
  2. Die Aufsatzsammlung: G. Patzig (Hg.), Gottlob Frege - Funktion, Begriff, Bedeutung (Göttingen 1962 u. ö.).
  3. Es gibt diverse, z. B.:
    - J. Barwise und J. Etchemendy, The Liar - An Essay on Truth and Circularity (Oxford 1987);
    - P. Simons, Parts - A Study on Ontology (Oxford 1987).
  4. nein.
  5. Gibt es ein philosophisches Problem, das Sie für definitiv gelöst ansehen?

    Priv.-Doz. Dr. Günter Seubold
  1. M. Heidegger; Th. W. Adorno.
  2. Th. W. Adorno: Amorbach (in: Ohne Leitbild);
    M. Heidegger: Fridolin Wiplingers letzter Besuch (in: Aus der Erfahrung des Denkens, Gött. Bd. 13).
  3. Das Buch „Hiob“ auf CD-Rom.
  4. Th. Mann: Tonio Kröger
  5. Gibt es ein Sein außerhalb der Philosophie?

Weitere Professoren
Prof. Dr. Gethmann, Carl Friedrich, LS (Institut für Wissenschaft und Ethik); apl. Prof. Dr. B. Grünwald Prof. Dr. Heinz Robert Schlette (ehemals Pädagogische Hochschule); Prof. Dr. Hermann Weidemann; Prof. Dr. rer. nat. Gisbert Hasenjäger, em. (Seminar für Logik und Grundlagenforschung); Prof. Dr. Ernst Konrad Specht, em.


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Anneliese Volkmar, November 1996
Anregungen, Kritik, Kommentare:Email: volkmar@phil-fak.uni-duesseldorf.de