INSTITUT FÜR MEDIEN- UND KULTURWISSENSCHAFT

Lic.Sc.Inf.Dr. Monique Jucquois-Delpierre

Wiss. Mitarbeiterin

Kontakt:
Gebäude 23.02, Ebene 02, Raum 61
Universitätsstr. 1, 40225 Düsseldorf

Telefon:
+49 (0) 211 - 81 14318

Email:
juquois@phil-fak.uni-duesseldorf.de

Sprechstunde
Vorlesungszeit: Ankündigung von Sprechstundenterminen hier; Ansonsten Sprechstunden nach Vereinbarung;
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Biographie

Zwischen dem warmen und kalten Krieg geboren begann Monique Jucquois-Delpierre ihr erstes Studium der klassischen Philologie mit dem Schwerpunkt orientalische Sprachen und Kultur mit siebzehn Jahren an der Universität Louvain (UCL, Belgien).

Anderthalb Jahre lang unterrichtete sie griechische Kultur, Latein und Griechisch. Gleichzeitig bereitete sie auch Studierende für das zentrale Abitur (Baccalauréat-Jury central) vor und nahm an Sommerkursen in Ethnologie und Tanz der Universitäten Zagreb/Badija (ehemals Jugoslawien), Lissabon (Portugal) und der Tanzakademie von Konstantza (Rumänien) teil, woher sie auch die unterschiedlichen akademischen Diplome besitzt.

Kurz nach den warmen Zeiten der Universitätsrevolution und als einzige französische Partnerin materialisierte sie die Kooperation zwischen der aus dem Mittelalter stammenden ‚alten’ Universität Louvain und der neu errichteten ‚jungen’ Universität Düsseldorf beim Aufbau der Internationalen Philosophischen Datenbank. Sie besaß dabei unterschiedliche Funktionen: Indexiererin, Rechercheurin (1969-80) und Managerin (1980-97), sowie Herausgeberin (ab 2008).

Parallel dazu lehrte sie Folkstänze (Schwerpunkt balkanische Tänze) am Institut für Sporterziehung innerhalb der medizinischen Fakultät der Universität Louvain (1973-75) und im Rahmen von universitärem Sport und Kultur (1983-2005). Sie nahm an zahlreichen Performanzen im Fernsehen und Theater teil, sowie an mehreren Tanzseminaren, u. a. in Griechenland, Irland, Bulgarien, USA und Israel. Seit 2007 ist sie Mitglied des „International Dance Council“ (CID).

1979 arbeitete sie aktiv an Forschungsprojekten mit, unter anderem am Projektder Europäischen Gemeinschaft „Systran“ für automatische Übersetzung (s. aktuelles babelfish.altavista). Sie leitete darüber hinaus ein Seminar im neugegründeten Studiengang „Informationswissenschaft“ an der Universität Düsseldorf, die damals noch nicht Heinrich-Heine-Universität genannt wurde. Seit dieser Zeit lehrt sie bis heute Informations- und Medienwissenschaft, Interkulturelle Kommunikation und Film, Bildbearbeitung, Gender Studies, usw.

Seit 1980 gehört Monique Jucquois-Delpierre dem Internationalen Rat der FID (jetzt IFLA, Unesco) an und nahm an wissenschaftlichen Missionen u. a. nach Madrid (1981, 1992), Moskau (1982), Beijing (1982), Hongkong (1982, 2002), Djakarta (1983), Kanada (1986, 1989, 2005-8), Japan (1987, 1994, 2004), Kuba (1988, 1990), Senegal (1989-1990, 2000), Israel (1994,97), Australien (1996, 2002-4), Chile (1996-8),USA (2000-4) und Korea (2006) teil.
Ihre zahlreichen internationalen und nationalen Tätigkeiten und Beziehungen erlaubten und erlauben ihr, Praktikumsstellen für die Studierenden zuorganisieren und diese zu betreuen. Dazu gründete sie außerdem eine personalisierte Datenbank in bestehender Software (Golem, Lars, Filemaker). Wegen dieser Erfahrung wurde sie eine der treibenden Kräfte des Programms Leonardo da Vinci (2004-7) mit der Europäischen Gemeinschaft, das heute in einem erweiterten Erasmusprogramm (LLL) fortlebt.

1987 erwarb sie ihr Postgraduate-Diplom (DEA) in Informationswissenschaft an der Freien Universität Brüssel (Lic. Sc. Inf.) und 1995 schrieb sie ihre erste Doktorarbeit in Sozialer Kommunikation über „Kulturelle Stereotypen und Filmerzählung“ an der Universität Louvain. 1998 hielt sie darüber einen Vortrag in Tampere (Finnland) anlässlich des internationalen Kongresses in „Cultural Studies".
2002 beendete sie ihre zweite Doktorarbeit in Sozialwissenschaft (Information und Kommunikation) über „Der Fremde in Film. Recherchen in interkultureller Kommunikation und filmischer Narration“. 2008 hielt sie ihre öffentliche Vorlesung über „L’étranger, étrange personnage“(Der Fremde in fremden Rollen) an der Universität Louvain.

Ihre aktuellen Forschungsprojekte betreffen Gender Studies (Frauenfiguren in Kunst und Medien), die Photographie, Bildbearbeitung und Filmnarratologie sowie Internetdatenbanken.

Monique Jucquois-Delpierre hat zwei Kinder, die beide in künstlerischen und wissenschaftlichen Aktivitäten involviert sind, sowie zwei Enkelkinder. Sie lebt in vier europäischen Ländern.