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Vortrag: Fukushima und die Folgen

Bündnis 90/Die Grünen und das Aktionsbündnis „Sayonara Genpatsu“ Düsseldorf veranstalten am Freitag, 18. Januar, einen Vortragsabend mit Podiumsdiskussion zum Thema „Fukushima und die Folgen“. Der Schriftsteller Yamaguchi Izumi hält einen Vortrag auf Japanisch, der ins Deutsche übersetzt wird. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion werden unter anderem folgende Themen angesprochen:

– Wahrheit und Status Quo des GAU von TEPCO/ Fukushima Daiichi (Nr.1)
– Was hat zu „Fukushima“ geführt?
– Welche Situation kommt danach?
– Wie werde ich persönlich (weiter) leben?

Beginn ist um 18.30 Uhr im Bürgerhaus Bilk, Bachstraße 145.

Ulrike Ezold gewinnt Nachwuchs-Preis

Ulrike Ezold mit ihrer Urkunde

Wir gratulieren unserer Studentin Ulrike Ezold, die mit einer Präsentation ihrer Bachelorarbeit den ersten Platz des Young Information Professionals (YIP) Award erreicht hat! In Ihrer Arbeit hat sich Ezold mit der Frage beschäftigt, wie der japanische Energiekonzern TEPCO in den zwei Monaten nach der Katastrophe im März 2011 den Internetdienst Twitter zur (Krisen-) Kommunikation genutzt hat. Dies aktuelle Brisanz der Forschungsarbeit und die souveräne Anwendung inhaltsanalytischer Methoden überzeugten die Jury.

Ulrike Ezold, die im Nebenfach Informationswissenschaft studiert, präsentierte die Ergebnisse ihrer Studie auf der DGI-Konferenz zum Thema „Social Media & Web Science – Das Web als Lebensraum“, die am 22. und 23. März in Düsseldorf stattgefunden hat. Das Poster, in dem sie ihre Resultate visuell sehr ansprechend dargestellt hat, kann hier heruntergeladen werden.

In ihrer Arbeit wertete Ulrike Ezold die Tweets, die der Konzern im Untersuchungszeitraum veröffentlicht hatte, inhaltlich aus und setzte sie zu offiziellen Pressemeldungen von TEPCO in Beziehung. TEPCO reagierte auf direkte Anfragen von Twitter-Nutzern (@-Messages) nicht, Informationen zum Atomkraftwerk in Fukushima fehlten lange völlig. Fast ausschließlich wurde über bevorstehende Stromausfälle informiert. Erst einen Monat nach den Vorfällen äußert sich TEPCO erstmals bei Twitter über das Atomkraftwerk. Dass dies jedoch den Informationsbedürfnissen der Web-Community nicht gerecht wird, zeigte Ezold anhand eines Vergleichs mit den häufigsten Google-Suchanfragen im Zeitraum nach der Katastrophe. TEPCO hatte erst sechs Tage nach dem Erdbeben einen Twitter Account eingerichtet.