Schlagwort-Archiv: Literatur

Lesung mit Tawada Yôko in Köln

Frauengestalten1

Zum Abschluss der Lesungsreihe „Frauengestalten in der Literatur verschiedener Länder“ gibt es am Samstag, 29. September 2018, um 19 Uhr eine Lesung unter dem Titel „Freiheit im Mund“ mit der bekannten Schriftstellerin Tawada Yôko im Forum der Volkshochschule Köln, Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29–33. Der Eintritt ist frei.

Yoko Tawada aus Japan, mehrfache Preisträgerin (Adelbert-von-Chamisso-Preis 1996, Erlanger Literaturpreis für Poesie 2013, Kleist-Preis 2016 und viele mehr), liest aus ihren Büchern „Abenteuer der deutschen Grammatik“, „Akzentfrei“ u.a. Dem Kölner Publikum ist sie als Kuratorin der „Poetica“ im Januar dieses Jahres besonders bekannt.
Begleitet wird sie von der bulgarischen Dichterin Tzveta Sofronieva, Gestalterin von Lyrikinstallationen, Übersetzerin und Herausgeberin von Anthologien. Ihre mehrfach ausgezeichneten Bücher sind u.a. „Eine Hand voll Wasser“, 2008, „Landschaften, Ufer“, 2013, die viersprachige Hommage an Ivan Goll “selected affordable studio apartments”, 2015 und die translinguale „Anthroposzene“, 2017.

Einführung in Crossasia

Crossasia startseite

Startseite von Crossasia

Die virtuelle Plattform Crossasia, für die sich Studierende unseres Instituts kostenlos registrieren lassen können, bietet zahlreiche Datenbanken, die für die Recherche zu japanischsprachigen Materialien sehr wertvoll sind. U.a. können die Archive der japanischen Tageszeitungen Asahi Shinbun, Yomiuri Shinbun und Mainichi Shinbun für alle Jahrgänge durchsucht werden. Crossasia wird von der Staatsbibliothek Berlin betrieben.

Am Montag, 4. Juni, gibt Ursula Flache von der Staatsbibliothek Berlin an unserem Institut in einem Online-Seminar eine Einführung in die Plattform und ihre Möglichkeiten. Alle Studierenden, die mit japanischsprachigen Materialien arbeiten wollen, sind dazu herzlich eingeladen!

Treffpunkt ist um 12.30 Uhr im Raum 24.21.00.90 (im Rahmen des MA-Seminars „Being Academic“).

 

 

Bericht zu einer Forschung in Japan: Meine Reise nach Ihatôv

Landschaft

Szenerie der Erzählung: „Der Wolfswald, der Korbswald und der Diebswald“ (Original: 狼森と笊森、盗森 Oinomori to zarumori, nusutomori) in der Nähe des Landwirtschaftsbetriebs „Koiwai noujou“ 小岩井農場)

Für ihre Masterarbeit ist unsere Studentin Akemi Harada in ein sehr ländliches Gebiet Japans vorgedrungen: Auf den Spuren des Autors Miyazawa Kenji bereiste sie die Präfektur Iwate und berichtet hier von ihren Erfahrungen.

„Meine Geschichten hier, die habe ich alle in den Wäldern, auf den Feldern, an den Geleisen der Eisenbahn geschenkt bekommen vom Regenbogen und vom Mondschein.“ (zitiert aus der Vorrede zu „Das Gasthaus mit den vielen Aufträgen“ von Miyazawa Kenji, übersetzt von Johanna Fischer „Früchte des Ginkgo“ 1980, Günther Neske Verlag)

Diese Worte fielen mir direkt ein, als ich zum ersten Mal die Präfektur Iwate besuchte! In der Heimatpräfektur des Autors Miyazawa Kenji (1896–1933) sieht man auch heute noch viele der Dinge, von denen er in dem oben genannten Zitat spricht. Kein Wunder, denn viele der literarischen Schauplätze seiner zahlreichen Erzählungen liegen dort. Miyazawa nannte diesen Ort Ihatôv (Der Name ist eine Anlehnung an Iwate in Esperantosprache), ein Märchenland, in dem Tiere und Menschen mit der Natur zusammenleben.  Weiterlesen

Lesung mit der Autorin Aoyama Nanae

Am Donnerstag, 1. März, gibt es in Düsseldorf die einmalige Gelegenheit, die berühmte Autorin Aoyama Nanae bei einer Lesung zu erleben. Aoyama hat für ihr Werk Hitori biyori („Eigenwetter“, 2006), das zur sogenannten „Freeter-Literatur“ gerechnet wird, den renommierten Akutagawa-Preis erhalten. „Eigenwetter“ ist auch auf Deutsch im Cass-Verlag erschienen. Die Lesung, die vom Literaturbüro NRW organisiert wird, findet im ANMO ART/CHA, einer Kombination aus Teeladen und Galerie, ab 19.30 Uhr statt und ist kostenlos. Davor gibt es eine Tee-Schulung, an der man gegen eine Gebühr von 25 Euro teilnehmen kann. Die Veranstaltung ist zweisprachig Deutsch und Japanisch.

Wichtig: Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig, da der Platz in den Veranstaltungsräumen sehr begrenzt ist! Melden Sie sich bis spätestens 26. Februar unter info@literaturbuero-nrw.de an.

Weitere Termine: Direkt am nächsten Tag, 2. März, ist die Autorin zu einer Lesung im japanischen Kulturinstitut in Köln. Informationen dazu gibt es hier. Weitere Lesungen in Deutschland folgen; der komplette Ablauf der Deutschland-Tour von Aoyama Nanae kann auf der Webseite des Cass-Verlags eingesehen werden.

Hier noch einmal ausführlichere Informationen zur Veranstaltung in Düsseldorf:

Aoyama

Japanische Literatur bei „poetica“ in Köln

poetica

Nächste Woche Donnerstag, 25. Januar, gibt es eine schöne Veranstaltung für Freunde der japanischen Literatur im japanischen Kulturinstitut in Köln. Als Teil von „poetica“, dem Festival für Weltliteratur in Köln, lesen und diskutieren unter dem Titel „Die Kunst der Verwandlung III“ die Autor/innen Jeffrey Angles, Anneke Brassinga und Hiromi Itō. Moderiert wird die Veranstaltung von der Akutagawa-Preisträgerin Yoko Tawada. Beginn ist um 19 Uhr, Karten sind für 8 bzw. 6 Euro an der Abendkasse erhältlich.

Beschreibung
»Wäre ich nicht Übersetzerin geworden, hätte ich nie angefangen zu schreiben«, so Anneke Brassinga, die sich als Zeichensammlerin versteht, im Wissen, dass jedes Gedicht mehr ist als nur eine Sammlung von Sprachzeichen. Gedichte spiegeln die Sehnsucht wider, den Dingen der Welt Bedeutung zu verleihen, und jede neue poetische Konstellation beweist wie das Übersetzen von einer Sprache in eine andere, wie unterschiedlich sich die Dinge der Welt sehen lassen. – Von der Freiheit handeln die Gedichte von Jeffrey Angles, von der Hoffnung, sich zwischen Kulturen und Sprachen und Geschlechtern frei bewegen zu können, unabhängig zu werden von der sklavischen Gebundenheit an die Muttersprache und an die Kultur des Vaterlandes. Deshalb schreibt Jeffrey Angles als Amerikaner in Japanisch und empfindet den Übergang von der eigenen in die fremde Sprache als etwas Körperliches, Intimes, ja Erotisches. – Hiromi Itō ist eine der bedeutendsten Autorinnen der japanischen Gegenwartsliteratur, eine Performance-Künstlerin, eine »Schamanin der Poesie«, die die Stimmen des Alltags und die Themen des weiblichen Alltags: Schwangerschaft, Abtreibung, Sex, Altern oder Sterben,  wie auch der archaischen Mythologie Japans in ihren Auftritten auf faszinierende Weise lebendig werden lässt.

Übersetzungswerkstatt zu Murakami in Frankfurt

Übersetzerwerkstatt 2017Für alle Murakami-Fans und alle die, die sich für das Übersetzen japanischer Literatur interessieren, gibt es am 14. und 15. Dezember eine sehr interessante Veranstaltung an der Universität Frankfurt. Dabei erhalten die Teilnehmenden unter anderem die Gelegenheit, das Übersetzen unter der Anleitung der bekannten Murakami-Übersetzerin Ursula Gräfe selbst in praktischen Übungen zu erproben.

Die Übersetzerwerkstatt der Japanologie Frankfurt widmet sich insgesamt Murakami, seinem Umfeld und der Literatur als Konsumgut sowie der Frage, wie japanische Texte adäquat ins Deutsche übertragen werden können. Beteiligt sind neben Ursula Gräfe auch noch die Übersetzerin Kimiko Nakayama-Ziegler und Literaturwissenschaftler/innen aus der Japanologie. Das genaue Programm ist hier zu finden.

Zum Konzept
Während man in einem amerikanischen Sammelband zur zeitgenössischen japanischen Literatur Ende der 1990er Jahre noch die Perspektive „Ôe and Beyond“ (1999) einnahm, also die neue Literatur jenseits des Nobelpreisträgers Ôe ansiedelte, muss man heute die zeitgenössische Literatur Japans als Entwicklung der Post-Murakami-Phase betrachten. Tatsächlich schreibt man bald das 40. Jahr seit der spektakulären Ankunft des umstrittenen Avantgardisten Murakami Haruki in einer Literaturlandschaft, die damals noch von den Klassikern der Gegenwart und der bildungsbürgerlichen Intellektualität geprägt war.

Nach Murakami verlautbarte man die Strömung der „J-Literatur“, mit ihr hat der Literaturmarkt der Insel viele Talente für ein junges Publikum gefördert. Murakamis Texte sind nun ihrerseits „Klassiker“, obschon das Werk des „Kultautors“ keineswegs abgeschlossen ist: Im Februar 2017 erschien der aktuelle große Roman Kishidanchô goroshi, auf Englisch „Killing Commendatore“.

Anmeldung
Die Veranstaltung kann sowohl von Angehörigen der Goethe-Uni als auch anderer Universitäten besucht werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Anmeldung im Sekretariat der Japanologie: 069-79823287, paulat[at]em.uni-frankfurt.de.

Lesung mit Yoko Tawada

Flyer_Tawada_Vorderseite

Wir möchten auf eine Veranstaltung für Literaturbegeisterte hinweisen:

Lesung mit der bekannten Autorin Yoko Tawada: „Abenteuer der Sprache im Zwischenraum der Kulturen“

23. Juni 2016

Ort: Goethe-Museum, Jacobistraße 2, Düsseldorf
Uhrzeit: 18:00 – 19:30 Uhr

Yoko Tawada ist eine in Deutschland und Japan und auch international hoch geschätzte Schriftstellerin. Sie schreibt seit den 1980er Jahren auf Deutsch und Japanisch Gedichte, Prosa, Essays, Theaterstücke und Hörspiele und wurde mit wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet. Im November wird sie in Berlin den Kleist-Preis 2016 erhalten. Yoko Tawada ist eine Grenzgängerin, die mit Sprachen und kulturellen (Fremdheits-)Erfahrungen spielerisch experimentiert und sie kreativ  reflektiert. Lassen Sie sich entführen auf eine abenteuerliche Reise aus der Muttersprache hinaus in eine neue Sprachwelt zwischen den Kulturen.

 

 

 

Workshop mit Akutagawa-Preisträger

Im September gibt es eine einmalige Gelegenheit: Das Japanische Kulturinstitut und die Abteilung für Japanologie und Koreanistik am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn veranstalten einen Workshop mit dem Schriftsteller Ono Masatsugu.

Ono hat 2014 den Akutagawa-Preis, den bedeutendsten Literaturpreis Japans, für sein Werk 9 Nen Mae no Inori (“A Prayer Nine Years Ago”) erhalten. Der Workshop in Bonn  unter dem Titel „Japans literarische Moderne und Postmoderne im 21. Jahrhundert: Japanische Literatur als `Weltliteratur`?“ beginnt am Dienstag, 15. September 2015, um 16.15 Uhr. Veranstaltungsort ist der Lesesaal der Abteilung für Japanologie und Koreanistik (Regina-Pacis-Weg 7, 53113 Bonn / Tel: 02 28 / 73 72 23).

Der Workshop wird in japanischer Sprache durchgeführt. Interessierte melden sich vorab bei Thomas Golk, golk@jki.de, Tel. 02 21 / 9 40 55 8-16.

Krimi-Literaturtreff

Einen Literaturtreff zu japanischer Krimi-Literatur gibt es an unserem Institut am Dienstag, 16. Juli, ab 18 Uhr im Raum 23.03.01.63. Alle begeisterten Krimi-Fans sind zu diesem Treffen herzlich eingeladen!

Im Mittelpunkt werden vor allem drei Werke stehen: „Out“ von Kirino Natsuo, „R.P.G.“ von Miyabe Miyuki und „Akai Yubi“ von Higashino Keigo. Im Idealfall haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Treffs bereits eines oder mehrere dieser Werke gelesen, man kann aber auch vorbeikommen, wenn man noch ganz „unbedarft“ auf diesem Gebiet ist. Die Bücher kursieren derzeit bereits am Institut, wer im Vorfeld noch etwas lesen möchte, kann sich an Prof. Michiko Mae wenden.

Diskutiert wird bei dem Literaturtreff je nach Bedarf auf Japanisch oder auf Deutsch, auch die Werke können als Vorbereitung in beiden Sprachen gelesen werden. Im Mittelpunkt des Gespräches wird unter anderem stehen, wie in diesen Krimi-Werken Familie thematisiert wird.

Gastvorträge zu Okinawa

Zwei Gastvorträge mit Okinawa-Schwerpunkt gibt es am Mittwoch, 9. Mai, an unserem Institut. Prof. Michael Molasky (Hitotsubashi-Universität Tokyo) und Oliver Kühne (Unviersität Tübingen) sprechen zu dem gemeinsamen Oberthema „Okinawan Religion and Self-perception in Tourism and Literature“. Beginn ist um 16.30 Uhr im Hörsaal 2B, alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Prof. Michael Molasky wird sich in seinem Vortrag (in englischer Sprache) der Literatur von Medoruma Shun widmen, und Oliver Kühne geht auf das Bild Okinawas ein, das sich in den Werken japanischer Autorinnen wie Yoshimoto Banana oder Kirino Natsuo und in der Tourismusindustrie zeigt (Vortrag in deutscher Sprache). Die Abstracts zu den Vorträgen können hier heruntergeladen werden.