Schlagwort-Archiv: Katastrophe

Ein Jahr nach dem Tsunami – Fotografien aus der Region Tōhoku

schink

(c) Hans-Christian Schink

Die Serie „Tôhoku“ des Fotografen Hans-Christian Schink zeigt Raumsechs im Rahmen des Düsseldorf Photo Weekend am Samstag, 31. Januar, und Sonntag, 1. Februar. Gezeigt werden die Bilder im temporären Ausstellungsraum P35 im Hinterhof der Pestalozzistraße 35 in Düsseldorf. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 30. Januar, von 18 bis 21 Uhr in Anwesenheit des Künstlers.

Der Fotograf Hans-Christian Schink (*1961 in Erfurt) war ein Jahr nach dem Tsunami als Stipendiat der Villa Kamogawa Kyoto mehrere Wochen in der betroffenen Region unterwegs.
In seiner Serie kombiniert Schink gewohnt stille Fotografien von Landschaften, in denen die zerstörerische Kraft der Welle mitunter nur unterschwellig aufscheint, mit wenigen, aber umso eindrücklicheren Aufnahmen, die die Gewalt der Naturkatastrophe unmittelbar vor Augen führen: Wohnhäuser, wie Spielzeug aufeinandergetürmt; Industriegebäude, von denen allein die Stahlskelette bleiben; Boote mitten auf festem Land; Quaimauern aus Beton mit tiefen Schrunden, die von der Wucht des Wassers und Schwemmguts zeugen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag 12 bis 20 Uhr, Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Fotoausstellung: „Tage zählen“ im EKO-Haus

Copyright: Tsutomu Koiwa

Copyright: Tsutomu Koiwa

Vom 6. Januar bis 8. Februar 2015 zeigt das EKO-Haus der japanischen Kultur die Fotoausstellung des japanischen Fotografen Tsutomu Koiwa. Die Ausstellung trägt den Titel „Tage zählen“ 1988-1991 und 2011 Onagawa – die verlorene Stadt.

Es handelt sich dabei um eine fotografische Dokumentation („Szenen aus Onagawa“), die Tsutomu Koiwa bereits 1992 herausbrachte und die durch Schwarzweiß-Fotografien das Leben der Menschen in Onagawa im Schatten des Atomkraftwerkes darstellt. Die Stadt Onagawa in der Präfektur Miyagi wurde wie viele andere Städte auch am 11. März 2011 durch das Erdbeben und den Tsunami schwer beschädigt und 500 Einwohner der Stadt verloren ihr Leben. Das Atomkraftwerk, das in der Dokumentation „Szenen aus Onagawa“ thematisiert wurde musste abgeschaltet werden. Die Fotoausstellung zeigt auch an wenigen Beispielen die Zustände in der Region nach dem Tsunami.

2. Deutsch-Japanische Summer School „Sanriku Fukkou“

Hoffnung durch Handeln

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft Tokyo und dem DAAD Tokyo findet dieses Jahr zum zweiten Mal die Deutsch-Japanische Summer School „Sanriku Fukkou“.
Dabei wird jungen Menschen die Möglichkeit geboten, Nachhaltigkeit zu lernen.

Dein Engagement liegt im Bereich Natur/Umweltschutz? Du hast großes Interesse an Japan und der japanischen Kultur? Neben Tokyo möchtest Du auch einen Teil des ländlicheren Japans in Tohoku (Kesenuma, Rikuzentakata, Otsuchi, Taro, Tono) kennenlernen und dort Kontakte knüpfen? Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt? Dann komm vom 3. Bis 25. September 2014 mit dem Jugendaustauschprogramm des Deutsch Japanischen Synergie Forums e.V. nach Japan.
Weiter Infos auf www.sanrikufukkou.com.
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung (Lebenslauf und Motivationsschreiben). Oder nutze die Bewerbungsunterlagen.
Bitte schicke sie per Mail an wiederaufbautohoku@gmail.com.

Eröffnung der Post-Tsunami Fotoausstellung 生きる – IKIRU – Weiterleben!

ikiru-ausstellungZum Jahrestag der Dreifachkatastrophe in Japan zeigt das Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln die Fotoausstellung „生きる – IKIRU – Weiterleben!“. Die bewegenden Fotografien, aufgenommen von betroffenen Berufsfotografen und Amateuren, zeugen davon, wie sich das Leben der Menschen in der japanischen Küstenregion im Nordosten Japans innerhalb von Minuten komplett veränderte.

Die Eröffnung der Fotoausstellung findet am 11. März 2014 um 17 Uhr statt. Weiterlesen

FUKUSHIMA DAY in Düsseldorf

„Die Wahrheit über Fukushima“ – ein Vortrag von Mako Oshidori in Düsseldorf
(MIT DEUTSCHER ÜBERSETZUNG – EINTRITT FREI)

Datum: Samstag, 8. März 2014, 17.00 – 19.00 Uhr
Ort: Haus der Kirche (Evangelische Stadtakademie Düsseldorf)
Bastionstraße 6 (Parkmöglichkeiten am Carlsplatz)
40213 Düsseldorf

Hören Sie aus erster Hand, welcher Situation sich Menschen in Fukushima seit der nuklearen Katastrophe von 2011 ausgesetzt fühlen. Erfahren Sie Wahrheiten über Fukushima, die vor allem nach Verabschiedung des „Gesetzes über den Schutz bestimmter Geheimnisse“ wenig zur Sprache kommen, die selten ins Ausland dringen.
Für die deutschen Teilnehmer wird der Vortrag selbstverständlich auch ins Deutsche übersetzt. Es ist uns sehr wichtig, dass so viele Mitmenschen wie möglich erfahren, was derzeit in Japan vor sich geht, denn es geht uns alle an.
Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme – bringen Sie Freunde und Bekannte mit, Sie sind alle sehr herzlich willkommen!

Weitere Informationen: Weiterlesen

Film – MEINE TANTE AUS FUKUSHIMA

wdrfilm
Zum 3. Jahrestag der Katastrophe von Fukushima, zeigt der WDR am 6. März 2014 um 23:15 Uhr den Film „Meine Tante aus Fukushima“.

Aber schon am 23. Januar gibt es eine Preview im Filmforum NRW in Köln. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit der Regisseurin Kyoko Miyake statt, moderiert von Jutta Krug.
Der Eintritt ist frei.

DONNERSTAG | 23. JANUAR 2014 | 19:00 UHR
Filmforum NRW | Bischofsgartenstr. 1 | 50667 Köln

Es wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 18.01.2014 unter
dokfilm@WDR.de gebeten

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Filmvorführung: „Stunden der Katastrophe“

3gatsu11nichiEine Premiere gibt es am Donnerstag, 18. Juli, bei uns am Institut: Der Dokumentarfilm „Stunden der Katastrophe – Berichte aus Japan vom 11. März“ (jap. 3gatsu 11nichi wo ikite) ist erstmals in einer deutschen Version zu sehen. Studierende unseres Instituts haben den Film in einem Projekt, das von Mai Umezaki und Adam Jambor geleitet wird, selbst übersetzt und mit deutschen Untertiteln versehen.

Die Dokumentation beschäftigt sich damit, wie die Menschen in Nordjapan die Katastrophe vom 11. März 2011 erlebt haben. Das Filmteam sprach mit Schülern und Lehrern aus der Stadt Ishinomaki, die von den schrecklichen Ereignissen schwer betroffen war. Der Film vermittelt so über Einzelschicksale eine sehr persönliche Sicht auf die ersten Stunden nach der Katastrophe.

Beginn der Vorführung ist um 16.30 Uhr im Hörsaal 2B. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Lesebuch Fukushima

Perspektiven auf die Katastrophe von Fukushima, die weit über die deutsche Medienberichterstattung hinausgehen, bietet ein neues Buch, das von Studierenden der Japanologien Frankfurt und Leipzig zusammengestellt wurde:

Gebhardt, Lisette; Richter, Steffi (Hg., 2013): Lesebuch „Fukushima“. Berlin: EB-Verlag. 24,80 Euro,  ISBN 978-3-86893-103-7. (Inhaltsverzeichnis und Leseprobe)

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Fukushima-Filme zeigen Leben mit der Strahlung

Die Trauer um die Toten, der Verlust von Heimat, wirtschaftlicher Niedergang – die Katastrophe vom 11. März 2011 ist innerhalb kurzer Zeit im japanischen Film schon von vielen Seiten beleuchtet worden. Unter den japanischen Beiträgen bei der diesjährigen Berlinale beschäftigten sich die Spielfilme Kujira no machi, Tôkyô kazoku und Cold Bloom mit der Katastrophe. Die Atomkatastrophe und die verheerenden Folgen der austretenden Radioaktivität allerdings waren bisher nur im Bereich des Dokumentarfilms präsent (z.B. Nuclear Nation, Friends after 3.11, Radioactivists).

Das hat sich jetzt geändert: Beim diesjährigen japanischen Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt gab es gleich zwei Spielfilme, die sich mit der unsichtbaren nuklearen Bedrohung auseinandersetzen. Kibô no kuni („Land of Hope“) von Sono Sion spielt in einer Zukunft, in der in Japan erneut ein Reaktor zerstört wird. Durch die Protagonisten – ein altes Bauernpaar, ihren Sohn und dessen schwangere Frau – erlebt der Zuschauer Ausweglosigkeit und verzweifeltes Aufbäumen. Odayakana nichijô (int. Titel „Odayaka“) schildert in schlichten, alltagsnahen Bildern die Reaktionen der Menschen auf die Katastrophe irgendwo im Großraum Tokyo. Der Regisseur Uchida Nobutera konzentriert sich dabei auf zwei Frauenfiguren, die sich um die Gesundheit der Kinder sorgen, mit ihren Befürchtungen jedoch den Missmut ihres Umfeldes auf sich ziehen.

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Eine CD für Japan

„Benefiets for Japan“ – so lautet der Titel einer Doppel-CD, die das Leverkusener Label licht-ung zugunsten von Hilfsprojekten in Nordjapan herausgibt. Johannes Garbe hat 35 Künstler aus der ganzen Welt für dieses außergewöhnliche Projekt gewinnen können, so dass auf den beiden CDs eine sehr große Vielfalt versammelt ist.

Die Stücke stammen alle aus der alternativen Musik-Szene und reichen von abstrakten Noise-Werken über Tanzbares bis hin zu Punkrock. Sogar eine japanische Berühmtheit ist vertreten: Der Acid-Folk-Sänger Tomokawa Kazuki, der seit den 1970er Jahren aktiv ist und mit Regisseuren wie Miike Takashi und Wakamatsu Kôji zusammengearbeitet hat. Einen Überblick über alle auf dem Album vertretenen Künstler und Titel gibt es hier.

Die CD ist über licht-ung erhältlich und kostet 16 Euro, von denen je 5 Euro an das Rote Kreuz und an das Projekt „Heart on Coin“ gehen, das Schulen in den betroffenen Regionen unterstützt.