Schlagwort-Archiv: japanische Schule

Ein Seminar zu aktuellen Tendenzen der japanischen Schullandschaft

3aViele aktuelle Informationen zu Schule in Japan und zum Japanischlernen in Deutschland gab es vom 8. bis 10. Juni 2018 beim 30. VJS-Fortbildungsseminar im Arbeitnehmerzentrum Königswinter. Unsere Masterstudentin Celeste Yau war dabei und berichtet hier von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

Der VJS, Verein der Japanischlehrkräfte an weiterführenden Schulen im deutschsprachigen Raum e.V. (ドイツ語圏中等教育日本語教師会) verschreibt sich dem Aufbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen Schülern aus dem deutschsprachigen Raum und Japan. Das Fortbildungsseminar findet jedes Jahr in Deutschland statt, um aktuelle Themen des japanischen Sprachunterrichts zu diskutieren, die Japanisch-Lehrer fortzubilden und um zukünftigen Japanisch-Lehrern zu helfen. Das Thema des dreitägigen Seminars war dieses Mal „Aktuelle Tendenzen in der japanischen Schullandschaft“. Dabei wurden Aspekte wie Lehrmaterial für den Japanischunterricht, die gegenwärtige Situation an Schulen in Japan, sowie Informationen zum Japanisch-Lehramt in Deutschland präsentiert und diskutiert. Ca. 30 Japanisch-Lehrer (von denen der größte Teil am Gymnasium unterrichtet) und Lehramtsstudierende nahmen an diesem Seminar teil. Das Seminar war in zwei Teile gegliedert, einen informativen Teil und einen praktischen Teil. Am ersten und zweiten Tag gab es vormittags Vorträge und Referate, und anschließend fand ein Workshop statt.

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Eine Auswahl an Japanisch-Lehrbüchern

Am ersten Tag wurden verschiedene japanische Lehrbücher vorgestellt, wobei die Japanisch-Lehrer Vor-und Nachteile der Lehrbücher anführten. Laut der Lehrer verwenden die meisten deutschen Schüler/innen und Studierende „Minna no nihongo“ für Grammatik und Vokabeln sowie „Tamago“ für Kanji. Das Buch „Daichi“, das in Deutschland noch unbekannt ist, ist mir dabei persönlich aufgefallen. Laut einer japanischen Lehrerin sei „Daichi“ ähnlich wie „Minna no nihongo“ strukturiert, allerdings seien die Texte im Buch im Vergleich zu „Minna no nihongo“ mehr muttersprachlich formuliert. Z.B. kann man das an dem Ausdruck „~にします。 “ sehen, der während der Bestellung in einem Restaurant verwendet wird. In den meisten Lehrbüchern wird in der gleichen Situation der Ausdruck „~を飲みたい・食べたいです。“ verwendet, obwohl dieser Ausdruck in dieser Situation eher unnatürlich klingt. Japaner/innen benutzen bei einer Bestellung für gewöhnlich tatsächlich „~にします。 “ , d.h. die Form, die auch in dem Buch „Daichi“ empfohlen wird. Weiterlesen

Neues Buch von Stephanie Osawa erschienen!

devianzGute Neuigkeiten aus dem Institut! Von Stephanie Osawa ist soeben im Springer-Verlag ein neues Buch erschienen, das folgenden Titel trägt: „Devianz aus der Sicht von ‚Tätern‘. Normabweichendes Handeln in den Selbstdeutungen devianter Jugendlicher in Japan“. Das Buch beruht auf der Dissertation von Stephanie Osawa, für die sie an einer japanischen Schule geforscht hat. Über die ULB (im Uni-Netz) ist das Buch über Springer Link verfügbar.

Inhalt:
In der qualitativen Interviewstudie geht Stephanie Osawa der Frage nach, wie deviante Jugendliche in Japan ihr eigenes Handeln deuten. Ziel ist es, zu erarbeiten, wie sich die ‚Täter‘ im Spannungsfeld der gesellschaftlichen Definition von Normabweichung und dem eigenen Bruch der Norm selbst verorten. Die Autorin zeigt auf, dass die Selbstdeutungen der Jugendlichen an hegemonialen Deutungsmustern zu Devianz orientiert sind, gleichzeitig aber ‚subkulturelle‘ Eigenlogiken verbergen, die Devianz zu einem in hohem Maße uneindeutigen und von komplexen Aushandlungspraktiken bestimmten Konstrukt werden lassen. Damit wählt Stephanie Osawa einen Zugang zur Thematik, der über die bislang übliche Ursachen- und Präventionsforschung hinausgeht und im Gegenzug Deutungsprozesse aus einer bislang wenig berücksichtigten Perspektive in den Blick nimmt.

Job als Deutschlehrkraft an der japanischen Schule

An der japanischen Schule in Düsseldorf wird ein/e Lehrer/in für Deutsch als Fremdsprache für Schüler von elf bis 15 Jahren gesucht. Beginn wäre schon ab 22. September.

Voraussetzungen sind Düsseldorf als Wohnort, die Bereitschaft zu intensiver Unterrichtsvorbereitung und Grundkenntnisse der japanischen Sprache.

Unterrichtet werden Montag 6 Stunden und Donnerstag 6 Stunden, wofür 28 Euro pro Unterrichtsstunde (45 Min.) bezahlt werden.

Interessierte melden sich bei Prof. Dr. Dr. h.c. Michiko Mae.

Vortrag: Japanisch-Lehre in Deutschland

Am Dienstag, den 3. Juni hält Herr Okada einen Vortrag über seine Erfahrungen als Japanisch-Lehrer in Deutschland.  Seit den 70er Jahren unterrichtete Herr Okada Japanisch unter anderem am japanischen Kulturinstitut in Köln und war außerdem bis zu seiner Pensionierung Geschäftsführer der japanischen Schule in Düsseldorf. Aus seinem sicher reichen Erfahrungsschatz wird er von 16:30 – 18:00 Uhr in Raum 23.03.01.41 berichten. Vortragssprache ist Japanisch.

Alle interessierten Studierenden und Institutsangehörigen sind herzlich eingeladen!