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Populärkultur-Workshop

Unser Institut veranstaltet am Freitag, 18. Juni, einen Workshop zum Thema „Zwischen Transkulturalität und Japanizität – Repräsentationen kultureller Differenzen und Diversität in der gegenwärtigen japanischen Populärkultur“. Treffpunkt ist um 13 Uhr im Heinrich-Heine-Saal unserer Universität. Eingeladen sind hochkarätige Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland. Wer teilnehmen möchte, muss sich wegen der begrenzten Platzanzahl bei Stephanie Klasen anmelden.

(c) adrian, acediscovery (Flickr cc)

Hier das Programm:

13:00 Uhr  Begrüßung durch Prof. Dr. Michiko Mae

13:15 Uhr  Hilaria Gössmann: „Japanisch“ versus „asiatisch“ – Repräsentationen kultureller Differenzen in japanischen Fernsehdramen seit den 90er Jahren

14:15 Uhr Stephan Köhn: Miyazaki reloaded – einige paradigmatische Überlegungen zur „Transkulturalität“ eines Mediums

15:15 Uhr Kaffepause

16:00 Uhr Steffi Richter: Zwischen „cool“ und „beautiful“: Trans/Nationalisierung von J-Culture

17:00 Uhr Marco Pellitteri: Japanese pop culture in Italy through anime and manga: features of a successful encounter

18:00 Uhr Abschlussdiskussion

Zum Hintergrund des Workshops:

Die Interpretation Japans als eine national-­‐kulturell und sozial homogene Gesellschaft bestimmte lange den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs. Seit einigen Jahren wird jedoch infolge tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen auch in Japan zunehmend anerkannt, dass die japanische Gesellschaft und Kultur durch Diversität und Heterogenität geprägt sind. Diese Entwicklung bildet den Hintergrund für ein Forschungsprojekt, das wir zurzeit an unserem Institut vorbereiten: „Neue Differenzen und Diversität im gegenwärtigen Japan: Die Kontroverse um Kultur, soziale Schicht und Gender“.

Unser Workshop konzentriert sich auf die Repräsentation kultureller Differenz und Diversität in der japanischen Populärkultur. Wie wird in unterschiedlichen populärkulturellen Medienprodukten, aber auch allgemein in den so genannten J-Pop-Diskursen, das ‚Japanische’ konstruiert? Was wird in diesen Produkten und Diskursen imaginiert und behauptet, um das ‚Japanische’ zu konstruieren? Wie zeigt sich das ‚Japanische’ und wo tritt das Transkulturelle hervor, d.h. Elemente, die über das ‚Japanische’ hinausgehen? Diesen Fragen möchten wir im Workshop sowohl auf der inhaltlichen, narrativen Ebene wie auch auf der formal-stilistischen Ebene und auf der Metaebene des Diskurses nachgehen.

Dabei interessieren wir uns besonders für neue methodische Analyseansätze. Zum Einen könnte thematisiert werden, inwieweit die Herangehensweise, Medienanalyse als Diskursanalyse zu betreiben, kombinierbar mit anderen medienwissenschaftlichen Zugängen ist. Zum Anderen sollte bei der Analyse einzelner Fallbeispiele aus den Bereichen Manga, Anime, dorama, Film etc. besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, von welchen ‚traditionell’ genrespezifischen Konventionen die Repräsentationen kultureller Differenzen und Diversität möglicherweise überlagert werden und welche darüber hinausgehenden, transkulturellen Gestaltungselemente und Techniken angewendet werden.

Wir freuen uns auf anregende Referatsbeiträge und eine konstruktive Diskussion!