Schlagwort-Archiv: Japanaufenthalt

Als Volunteer an einem japanischen Kindergarten

In unserer Interviewreihe mit dem zweiten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden sprechen wir heute mit Stephanie Segener. Frau Segener war an der Keiō Daigaku und hat während ihres Aufenthaltes in Tōkyō für ihr BA+ Projekt „Der Einfluss von Erziehung auf Geschlechterrollen in japanischen Kindergärten“ geforscht. Frau Segener interessierte sich dafür, inwieweit es eine geschlechtsbezogene Trennung im Rahmen der Sozialisation im Kindergarten gibt und inwiefern diese von Erziehern, Eltern, aber auch den Kindern selbst wahrgenommen wird. Wie auch unsere BA+ Studierende Ute Blazejak hat Frau Segener im Rahmen ihres Projekts als  Volunteer gearbeitet. Hierfür war sie an einem Ganztagskindergarten (hoikuen) in Yokohama tätig, in dem ca. 270 Kinder berufstätiger Eltern  von 0-5 Jahren von 42 Erziehern und Erzieherinnen betreut werden.

Segener_KindergartenBA+: Frau Segener, für Ihre Feldforschung haben Sie ja an einem hoikuen in Yokohama hospitiert. Wie sah Ihr Alltag als Volunteer im Kindergarten aus und welche Aufgaben hatten Sie dort?

Während meiner Zeit als Volunteer habe ich mehrere Altersklassen im hoikuen besucht, wodurch meine Aufgaben je nach Klasse etwas unterschiedlich ausfielen. Letztendlich war meine hauptsächliche „Aufgabe“ aber das Spielen mit den Kindern. Daneben durfte ich den Kindern auch beim Essen, beim Umziehen oder den Schlafvorbereitungen helfen, z.B. die Futons auslegen und dann zum Einschlafen bei den Kindern bleiben, etc. Also habe ich überall da ausgeholfen, wo die Kinder noch ein bisschen Unterstützung brauchten.

BA+: An der Uni wird man darauf ja nicht unbedingt vorbereitet und lernt eher Standard-Japanisch; wie war es denn für Sie, mit kleinen Kindern auf Japanisch zu sprechen?

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Karate-Dō auf Okinawa

Weiter geht es in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs. Heute sprechen wir mit Thilo Böwer über seine Forschung zu Karate auf Okinawa.  

Wer eine Kampfkunst betreibt weiß, dass heutzutage oft ein Unterschied zwischen einer sportlichen und einer traditionellen Ausrichtung der jeweiligen Kampfkunst gemacht wird. Dieses Phänomen lässt sich bei fast allen Kampfsystemen beobachten, so auch im japanischen Karate. Hier wird z.B. mittlerweile zwischen Sport-Karate und Karate-Dō unterschieden. Während seines einjährigen Studienaufenthaltes auf Okinawa hat Thilo Böwer im Rahmen seines BA+ Projektes Karate-Dō auf Okinawa – Sport oder Budō? regelmäßig am Karatetraining eines lokalen Dōjō teilgenommen und mit Karate Praktizierenden und Lehrenden Interviews geführt.

BA+: Herr Böwer, wie sind Sie auf Ihr sportliches Thema gekommen?

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Bachelor Plus 5 Questions

Wie wir bereits berichtet haben, ist der zweite Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden aus Japan zurück und hat zum laufenden Wintersemester das Studium in Düsseldorf wieder aufgenommen. Während des einjährigen Studienaufenthaltes in Japan haben Ute Blazejak, Thilo Böwer, Sarah Ferchau, Ulrike Miglo und Stephanie Segener spannende Feldforschungsprojekte durchgeführt, über die wir natürlich Näheres erfahren möchten! Daher haben wir unsere Studierenden zum Interview gebeten. Wie auch beim ersten BA+ Jahrgang, werden sich in den nächsten Wochen hier alle BA+ Studierenden unseren neugierigen Fragen stellen. Den Anfang in unserer Reihe macht Ute Blazejak, die ein Jahr an der Chiba Daigaku studiert und im Rahmen des BA+ geforscht  hat.

Paradiesische Zustände an der Tôkyô Sudbury School?

Das in den westlichen Medien verbreitete Bild des japanischen Schulsystems ist weitgehend einseitig: Die Kinder müssen demzufolge von morgens bis abends lernen, sind strikten Zwängen und Regeln unterworfen und haben dadurch kaum Möglichkeiten ihre Individualität auszudrücken. Dass es, wie in eigentlich jedem anderen Industrieland auch, auch alternative Schulformen gibt, wird kaum beachtet. Dies war für unsere Studierende Ute Blazejak ein Grund, sich eine solche alternative Schule einmal genauer anzuschauen. In ihrem Projekt forscht Frau Blazejak zu Chancen und Möglichkeiten einer japanischen Free School und hat hierzu als Volunteer an der Tôkyô Sudbury School mitgeholfen und mit Schülern und Mitarbeitern gesprochen bzw. Interviews geführt.  Die Tôkyô Sudbury School wurde im Jahr 2009 gegründet und orientiert sich in ihrer Lehrweise an den US-amerikanischen Sudbury-Valley-Schools.

BA+: Frau Blazejak, damit wir uns besser vorstellen können, um was für eine Art von Schule es sich bei der Tôkyô Sudbury School handelt, können Sie uns mal erklären, worin sich eine Free School von einer „normalen“ Schule unterscheidet?

Im Allgemeinen könnte man sagen, dass eine Free School den Schwerpunkt mehr auf die Individualität der Kinder legt. Sie sollen sich in der Schule ohne großen Leistungsdruck frei entfalten können. Zwänge wie Schuluniformen oder festgelegte Frisuren gibt es nicht. Das „Anders Sein“ wird an einer „Free School“ als etwas Natürliches angesehen und die Schüler sind immer in der Lage, sich Beratung und Hilfe von Lehrkräften und Betreuern zu holen. Es gibt lediglich Grundregeln, jedoch keine festgelegte Schulordnung. Die Kinder sollen mit Unterstützung ihre eigenen Ideen und Ziele durchsetzen. Zwischen den Lehrern und Schülern soll kein autoritäres Verhältnis herrschen. Stattdessen sollen die Lehrer die Kinder bei ihrer individuellen Wegfindung unterstützen. Eine „Free School“ stellt sowohl ein „Auffangbecken“ als auch eine „Alternative“ dar.

BA+: Für Ihre Forschung waren Sie ja als Volunteer an der Tôkyô Sudbury School, um einen besseren Einblick in die Abläufe an der Schule zu erhalten. Wie wurden Sie denn von Schülern und Lehrern an der Schule aufgenommen?

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Studienaufenthalt in Japan 2014-2015

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 14 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von September/Oktober 2014 bis August/September 2015 vergeben.

  • Keiô-Universität (2 Plätze, BA+MA)
  • Chiba-Universität (3 Plätze, BA+MA)
  • Ryûkyû-Universität (5 Plätze, BA)
  • Ôsaka-Universität (2 Plätze, MA, BA)
  • Nanzan-Universität (2 Plätze (BA) Weiterlesen

Bewerbung für Studienaufenthalt in Japan 2014–2015

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 5 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von April 2014 bis März 2015 vergeben.

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Studienaufenthalt in Japan 2013-2014 und Bewerbungen Bachelor Plus

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die Austauschprogramme mit japanischen Partneruniversitäten für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan vom September/Oktober 2013 bis August/September 2014 sind auch Bewerbungen für das vom DAAD mit einem Teilstipendium geförderte BA Plus Programm „Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung“ (fünf Studienplätze) möglich!

Geben Sie bei Ihrer Bewerbungen für einen Studienplatz in Japan Ihr Interesse am BA+ Programm mit an.

Der forschungsorientierte Bachelor Plus erweitert den bisherigen Bachelorstudiengang „Modernes Japan“ zu einem vierjährigen Studium mit integriertem einjährigen Auslandsaufenthalt. Während Ihres Japanaufenthaltes führen Sie ein eigenes kultur- bzw. sozialwissenschaftliches Feldforschungsprojekt durch und werden während des anrechenbaren Studiums an einer der Partneruniversitäten in eLearning-Veranstaltungen von Düsseldorf aus intensiv betreut. Wir begleiten Sie bei der Projektplanung, -durchführung und anschließenden Auswertung in Ihrer Abschlussarbeit.

Sie erhalten ein Teilstipendium des DAAD, das Reisekosten, einen Zuschuss zur Krankenversicherung und monatlich 500 Euro beinhaltet. Es ist mit anderen Stipendien oder Auslandsbafög kombinierbar, in dem Falle reduziert sich der Betrag allerdings.

Infos auch auf der Institutshomepage:

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/modernes-japan/studium/bachelor-plus-japanforschung/

und bei Michiko Uike-Bormann: muike@phil.uni-duesseldorf.de

Infoveranstaltungen zum Japanaufenthalt

Auch dieses Semester informieren Kaori Fujita und Studierende, die bereits in Japan waren, wieder über die Möglichkeit des Auslandsstudiums an unseren Partnerunviersitäten und über alles, was man in diesem Zusammenhang wissen muss. Treffpunkt ist jeweils mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr im Raum 81.

Hier das Programm:

17.10. 

– Allgemeine Information über das Studium & Praktikum in Japan (Prof. Dr. Shimada, Fujita)
– DAAD-Stipendium (BA+Programm: Michiko Uike-Bormann, Birte Hauke, Melanie Kopf, Lisa Wäntig, Michael Herold; DAAD-Jahresstipendium: Jacqueline Spisa, Imke Schmidt)

24.10.

Japanaufenthalt für Master-Studierende
(Osaka-Universität: Ludgera Lewerig, Kanazawa-Universität: Timo Tehlen, Ferris-Universität: Lara Pecelin, Katharina Hülsmann)

14.11.

Partneruniversitäten I – private Universitäten
(Keio: Lisa Wäntig, Bunkyo: Christian Bieneck)

28.11.

Partneruniversitäten II – staatliche Universitäten
(Osaka:N.N., Ryukyu: Birte Hauke, Sandy Mischak, Jasmin Hutzheimer, Franz Schmatz, Melanie Kopf, Chiba: Rebecca Hemer, Michael Herold)

12.12.

Auslandsstudium auf eigene Kosten & Auslands-BAföG
(Auslands-BAföG: Sebastian Steinfelder, Keio-Universität: Tabea Weidinger, Doshisha-Universität: Sarah Schnee, Kobe Fremdsprachenuniversität: Robert Kägler)

09.01.

Sonstige Programme/Sprachkurse in Japan (Charlotte Schneider, Alexander Schander)

23.01.

Working Holiday & Praktikum (Sara Schmitz, Dominik Puszicha)

 

Stipendien für einsemestrige Auslandsaufenthalte

Eine Möglichkeit, einen kürzeren Japanaufenthalt zu finanzieren, sind die sogenannten HHU High Potential Mobility Grants (HPMG; früher PROMOS).

Durch die HHU High Potential Mobility Grants fördert die HHU zusammen mit dem DAAD Auslandsaufenthalte an Universitäten weltweit, die nicht über Austausch-Programme wie ERASMUS organisiert und unterstützt werden können. 
Förderbar sind deutsche Studierende aller Fachrichtungen (und Bildungsinländer gemäß der Definition durch BAföG), die einen einsemestrigen Studienaufenthalt (bis zu fünf Monate) an einer Hochschule im Ausland planen. 

Das Stipendium umfasst ein monatliches Teilstipendium von 300 € und eine länderabhängige Reisekostenpauschale.

 BAföG-Empfänger können sich ebenfalls für die HHU High Potential Mobility Grants bewerben. Sie erhalten das Teilstipendium (bis zu 300 € Stipendium sind für das Auslands-BAföG anrechnungsfrei) und die Reisekostenpauschale. Diese wird komplett auf den Reisekostenzuschuss des Auslands-BAföGs angerechnet.

Empfänger des Deutschlandstipendiums (Chancen nutzen) können auch eine Förderung durch die HHU High Potential Mobility Grants beantragen. Als Zuschuss zum Deutschlandstipendium können sie im Falle einer Förderung die Reisekostenpauschale erhalten.

Es gelten die folgenden Bewerbungsfristen: 1.3, 1.7. und 2.11.
 Eine Bewerbung ist nur vor Antritt des Auslandsaufenthalts möglich. Nähre Informationen zur Bewerbung gibt es hier.

Infoverstanstaltungen zum Japanaufenthalt

Auch dieses Semester gibt es wieder reichlich Informationen zum Japanaufenthalt. Kaori Fujita und Gäste erklären mittwochs von 16:30 bis 18:00 Uhr, welche Möglichkeiten es gibt und was Studierende bei einem Japanaufenthalt erwartet. Treffpunkt ist im Raum 23.02.02.81.

Die Termine im Überblick:

4.4.  Allgemeine Information über das Studium & Praktikum in Japan (Prof. Dr. Shimada, Fujita) & DAAD-Stipendium (BA+: Peter Bernardi, DAAD-Jahresstipendium: Jacqueline Spisa & Imke Schmidt)

18.4. Japanaufenthalt für Master-Studenten (Osaka: Kai Macyowsky, Kanazawa: Simon Essler & Timo Tehlen)

2.5. Partneruniversitäten I  – private Universitäten – (Keio: Theresa Sieland, Bunkyo: Christian Bieneck)

16.5. Partneruniversitäten II – staatliche Universitäten – (Osaka:, Ryukyu: Dominik Puszicha &  Amelie Hachenberg, Chiba: Jacqueline Spisa &  Tobias Wolf)

30.5. Auslandsstudium auf eigene Kosten & Auslands-BAföG  (Nagasakigaidai: Sebastian Steinfelder & Martin Metzer, Nihonjoshi: Carina  & Jennifer Zichtema, Kobegaidai: Maria Hüttl, Doshisha: Martine Segener)

13.6. Sonstige Programme/Sprachschulen & -kurse  in Japan (Marc Paschke & Alexander Schander)

4.7. Working Holiday & Praktikum (Karina Hermes & Patricia Krings)