Schlagwort-Archiv: Japanaufenthalt

Bewerbung für den Japan-Aufenthalt 2017/18!

Eine unserer Partneruniversitäten: Die Universität Kanazawa (Bild: Wikimedia cc, Danko Georgiev MD)

Eine unserer Partneruniversitäten: Die Universität Kanazawa (Bild: Wikimedia cc, Danko Georgiev MD)

Alle, die sich für einen Studienaufenthalt in Japan 2017 bis 2018 interessieren, können sich ab sofort bis zum 3. Juni 2016 dafür bewerben.  Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 15 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von April 2017 bis März 2018 vergeben: Weiterlesen

Neues vom Bachelor Plus: Fünfter Jahrgang

Am Freitag trafen sich die Studierenden des inzwischen fünften Bachelor Plus Jahrgangs bei Kaffee und Kuchen mit dem BA+ Projektteam, um sich kennenzulernen und Fragen rund um die Organisation des BA+ und des geplanten Japanaufenthaltes ab dem WS 2015/16 zu besprechen. Weiterlesen

Japanaufenthalt 2016/17: Ausschreibung

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 8 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von April 2016 bis März 2017 vergeben.

Bunkyō-Universität (2 Plätze, BA)
Ferris-Universität (1 Platz/Studentin, MA)
Kanazawa-Universität (3 Plätze, BA & MA)
Dōshisha-Universität (2 Plätze, BA)

Voraussetzungen Weiterlesen

Bachelor Plus Five Questions

Wie sieht der Alltag chinesischer Studierender an einer japanischen Universität aus?

Mit Evelyn Szawerski schließen wir heute unsere Interviewreihe mit dem dritten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden ab. Vor ihrem Japanaufenthalt im Rahmen des Bachelor Plus hat Frau Szawerski auch bereits einen Studienaufenthalt in China absolviert – da lag es nahe, die erworbenen Sprachkenntnisse zu nutzen und sich mit chinesischen MigrantInnen in Japan zu beschäftigen. Unter den Überseechinesen hat Frau Szawerski ihr Augenmerk auf die chinesischen Studierenden gelegt. Hier interessiert sie vor allem der Lebensalltag der Studierenden in verschiedenen Kontexten, wie z.B. die Beweggründe für ein Studium in Japan und die Erfahrungen in den verschiedenen Studienkontexten: Wie integrieren sich chinesische Studierende in ein japanisches Studienumfeld? Wie sieht der Kontakt mit japanischen Studierenden aus und welche Zukunftspläne haben die jungen chinesischen Migranten? Diesen und anderen Fragen ist Frau Szawerski im Rahmen Ihres BA+ Projekts „Alltag und Studienumfeld chinesischer Studierender an einer japanischen Universität“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen.

BA+: Frau Szawerski, was hat Sie daran gereizt, sich mit den „Übersee-Chinesen“ in Japan zu beschäftigen?

Da ich vor meinem Studium des Modernen Japan bereits Chinastudien studiert hatte, stellte das Projekt für mich die Möglichkeit dar, im Rahmen meines Auslandsaufenthaltes in Japan eine Verbindung zwischen diesen Studienschwerpunkten herzustellen. Diese Kombinationsmöglichkeit meiner beiden Studienfächer war somit der wohl größte Antrieb, mich mit Übersee-Chinesen in Japan zu beschäftigen.

BA+: Wie und wo haben Sie versucht, für Ihr Projekt chinesische Interviewpartner und -partnerinnen zu finden?

IMG_0816Nach meiner Ankunft in Japan habe ich zunächst die Orte erkundet, die eine direkte Verbindung mit China aufweisen, allen voran die Chinatown in Yokohama. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass der Feldeinstieg gerade an solchen Orten recht schwierig ist, weil die Chinatown eigentlich mehr ein Touristenmagnet als ein alltäglicher Aufenthaltsort für Chinesen geworden ist. Daher versuchte ich, einerseits über Internetgruppen sowie Freunde, Bekannte und Professoren Kontakte herzustellen. So konnte ich eine Internetgruppe ausfindig machen, von der ich mir persönlich sehr viel versprochen hatte. Leider hatte ich das letzte Treffen verpasst, da es stattfand, kurz bevor ich auf die Gruppe aufmerksam geworden war. Das darauffolgende Treffen wurde dann wegen eines Taifuns abgesagt, weil keiner bei Wind und Wetter picknicken gehen wollte und das nächste Treffen ließ dann so lange auf sich warten, dass ich in der Zwischenzeit bereits über einen anderen Weg Kontakte gefunden hatte. Für mich war es sehr wichtig, dass ich mich nicht nur auf eine Kontaktmöglichkeit verlasse, sondern gleichzeitig mehrere Alternativen ausprobiere, um sicherzugehen letztendlich auch Kontakte zu finden. Letzten Endes hat dann gerade eine Professorin, von der ich mir eigentlich kaum wertvolle Hinweise erhofft hatte, den entscheidenden Kontakt vermitteln können. Eine andere Professorin, von der ich mir hingegen mehr Hilfe erhofft hatte, weil sie sich fachlich mit Minderheiten in Japan beschäftigt, konnte mir dagegen nicht weiterhelfen. Es ist daher sicher nicht verkehrt, mehrere Eisen im Feuer zu haben und immer die Augen offen zu halten, ob sich nicht eine günstige Gelegenheit bietet, Kontakt zu möglichen InformantInnen herzustellen.

BA+: Im Laufe des Japanaufenthaltes haben Sie die thematische Ausrichtung Ihres Projekts ein wenig geändert. Wieso war das nötig und was genau haben Sie an Ihrem Projekt geändert? Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba

In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen.

BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade von innen vorstellen?

Sehr laut! Hier ist Reizüberflutung sozusagen vorprogrammiert. Typischerweise gibt es viele Arten von Spieleautomaten, wovon die meisten nichts mit kompetitiven Spielen zu tun haben. Dinge wie Greifautomaten oder Lightgun-Shooter gehören dazu. Die meisten Arcades haben mehrere Ebenen, die dann meistens einen gewissen Schwerpunkt haben. So gibt es z.B. Greifautomaten auf einer Ebene, Prügelspiele auf der nächsten etc. Generell lässt sich so etwas schwer durch Worte vermitteln. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Mit deutschen Spielhallen, die eigentlich nur Glücksspiel-Automaten enthalten, haben japanische Gamecenter eher weniger zu tun, auch wenn es diese Automaten dort ebenfalls gibt.

Bild2

BA+: Für Ihr Projekt haben Sie sich ja die Szene rund um ein bestimmtes Spiel angeschaut und sich mit denjenigen beschäftigt, die „BlazBlue“ spielen – worum geht es denn bei „BlazBlue“? Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Zwischen Fast Food und traditioneller Kost – Wie ernähren sich Senioren in Japan?

Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs mit Carolin Maibach. Frau Maibach hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort „Die Ernährungsgewohnheiten der älteren Generation Japans – Selbstversorgende Senioren zwischen Fast Food und traditioneller Kosterforscht. Dabei wollte sie mehr über den Essalltag und die kulinarischen Präferenzen japanischer Senioren herausfinden. Sie führte Leitfadeninterviews mit sich selbstversorgenden, also eigenständig kochenden Senioren und ließ ihre Forschungspartner Esstagebücher ausfüllen, in denen sie eine Woche lang Frühstück, Mittag, Abendessen und Zwischenmahlzeiten dokumentierten.

BA+: Frau Maibach, Sie haben sich ja intensiv mit der Ernährung in Japan auseinandergesetzt. Was ist denn Ihr Lieblingsgericht in Japan?

Während meines Auslandsaufenthaltes habe ich unzählige Gerichte kennen und lieben gelernt, jedoch ist mein Favorit das klassische Kitsune Udon. Auch in Okonomiyaki habe ich mich verliebt, doch ich brachte es stark mit Osaka inVerbindung, sodass ich es kaum woanders essen wollte. Es war sehr interessant zu beobachten, welchen Stellenwert vor allem regionale Spezialitäten an den verschiedensten Orten haben. So entdeckt man auf beinahe jeder Reise in eine andere Region Japans neue kulinarische Spezialitäten.

Maibach6BA+: Und welches deutsche Essen haben Sie während Ihres Japanaufenthaltes am meisten vermisst?

Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Die Akahata Shinbun und linker Journalismus in Japan

Weiter geht’s in unserer Interviewreihe mit den Studierenden des dritten BA+ Jahrgangs. Unser Studierender Cédric Klein interessiert sich für linken Journalismus in Japan – Grund genug für ihn, sich im Rahmen seines Bachelor-Plus Studiums während seines Aufenthaltes an der Ôsaka Daigaku einmal genauer mit der „Arbeitsweise linker Journalisten in Japan und deren Stellung in der japanischen Medienwelt am Beispiel der Akahata Shinbun“ zu befassen. Er schaffte es, den Kontakt zur Redaktion der Akahata Shinbun herzustellen und mit einigen der Journalisten Interviews zu führen. Im Anschluss an die Dreifach-Katastrophe in Fukushima gab es viel Kritik am Umgang des japanischen Pressewesens mit Informationen. Aktuell hat Ende 2013 das umstrittene neue Geheimhaltungsgesetz (himitsu hogo hô) für Aufsehen gesorgt. Wie die aktuellen Entwicklungen Einfluss auf die Arbeit der Journalisten der als sehr regierungskritisch geltenden Akahata Shinbun nehmen, hat Cédric Klein untersucht.

von außen_2

Zentrale in Tôkyô

BA+: Herr Klein, warum haben Sie sich gerade die Akahata Shinbun für Ihr Projekt ausgesucht?

Ich interessiere mich generell für linken Journalismus. Doch gerade auch in Japan, wo man Bewegungen, die sich als „links“ bezeichnen, mit sehr viel Misstrauen begegnet, stellt sich die Frage, in welchem Ausmaß linker Journalismus möglich ist. So war die Akahata Shinbun, als Sprachrohr der Kommunistischen Partei Japans und größte linke Zeitung in Japan, mein Wunschpartner.

BA+: Wie haben Sie es geschafft, den Zugang zur Redaktion zu bekommen?

Weiterlesen

Bachelor Plus 5 Questions

Unsere Studierenden des inzwischen dritten Bachelor Plus Jahrgangs sind aus Japan zurück und starten jetzt ins Wintersemester in Düsseldorf. Während eines einjährigen Japanaufenthaltes haben Theresa Behle, Cédric Klein, Carolin Maibach, Gerrit Neumann und Evelyn Szawerski an einer der Partneruniversitäten des Instituts studiert und spannende Feldforschungsprojekte zu selbstgewählten Themen bearbeitet. Nach einem Willkommen-zurück-Treffen, bei dem sich alle TeilnehmerInnen des BA+ und das BA+ Projektteam wiedersehen und über die in Japan gemachten Erfahrungen austauschen konnten, wollen wir jetzt natürlich genauer wissen, wie es unseren Studierenden in Japan ergangen ist und wie sie ihre Forschungsprojekte geplant und durchgeführt haben. Wie auch bereits bei den vorangegangenen BA+ Jahrgängen (erster Jahrgang und zweiter Jahrgang) haben wir die Studierenden daher zum Interview gebeten und werden diese in den nächsten Wochen hier auf dem Blog veröffentlichen.

Als erste in unserer Reihe berichtet uns Theresa Behle von ihrer Forschung zu „Demenz im familiären Kontext: Die Situation Angehöriger am Beispiel des Pflegeheims Yoriai. Frau Behle war an der Nanzan Daigaku und hat nach dem Abschluss ihres Studienprogramms mehrere Wochen in der Pflegeeinrichtung Yoriai geforscht und als Volunteer mitgeholfen. Zu diesem Pflegeheim in Fukuoka besteht über Prof. Shimada eine langjährige Verbindung unseres Instituts.

Altersdemenz und Pflege: Feldforschung im Yoriai

Angesichts des demographischen Wandels und der zunehmenden Alterung der Gesellschaft ist auch das Thema Demenz immer stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Unsere Studierende Theresa Behle hat sich mit ihrem Forschungsprojekt eines Themas angenommen, das insbesondere für Japan von aktueller gesamtgesellschaftlicher Relevanz ist. Dabei interessiert sie besonders, wie die Angehörigen dementer Menschen mit der Situation umgehen. Wie betrachten und empfinden Angehörige von Dementen die Erkrankung ihrer Verwandten? Wird man als demente Person unweigerlich zu einer Last für seine Familie und sein Umfeld? Wie kann die Pflege im familiären Kontext organisiert werden, gibt es auch Alternativen und wie sehen diese aus? Diesen und anderen Fragen ist sie anhand des Beispiels der Pflegeeinrichtung Yoriai in Fukuoka nachgegangen.  

DSCF9235

Basar von Yoriai

BA+: Frau Behle, was ist das Besondere an Yoriai im Vergleich zu anderen Pflegeeinrichtungen in Japan?

Yoriai unterscheidet sich von anderen Pflegeeinrichtungen in Japan durch sein ungewöhnliches Konzept. Yoriai ist nicht nur ein einzelnes Demenzpflegeheim, sondern umfasst drei einzelne Pflegeheime – Yoriai 1 bis 3 – und ein wachsendes Netzwerk, zu dem auch ein Café, ein sehr beliebter Basar, eine sehr große Medienpräsenz und eine starke Einbindung in die lokale Gemeinde gehören. Es gibt zwar in Japan andere kleine Einrichtungen, die Yoriai ähneln, trotzdem ist Yoriai mit seinem großen Netzwerk einzigartig und war tatsächlich auch das erste Pflegeheim dieser Art in Japan.

DSCF9236

Basar von Yoriai

BA+: Um Ihr Forschungsprojekt durchzuführen, haben Sie ja einen mehrwöchigen Feldforschungsaufenthalt in Fukuoka verbracht und im Yoriai als Volunteer mitgearbeitet. Welche Aufgaben haben Sie denn übernommen? Weiterlesen

Infoveranstaltungen zum Japan-Aufenthalt

Auch dieses Semester werden wieder regelmäßige Infoveranstaltungen angeboten, die verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie man seinen Japanaufenthalt gestalten und finanzieren kann. Treffpunkt ist jeweils donnerstags um 16.30 Uhr im Raum 23.02.02.81 und es sind jeweils Studierende zu Gast, die bereits Erfahrungen mit einem Japan-Aufenthalt gemacht haben. Die Veranstaltung ist auch im LSF zu finden. Hier der genaue Terminplan: Weiterlesen

Bewerbungsrunde für den Japanaufenthalt startet!

nanzan daigaku

EIngang zur Nanzan-Universität. Foto: Caroline Fest

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf /der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden insgesamt 17 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan von September/Oktober 2015 bis August/September 2016 vergeben:

  • Keiō Universität (2 Plätze, BA+MA)
  • Chiba Universität (3 Plätze, BA+MA)
  • Ryūkyū-Universität (5 Plätze, BA)
  • Ōsaka Universität (1 MA-Platz, 1 BA-Platz)
  • Nanzan-Universität (2 Plätze, BA)
  • Kanazawa-Universität (1 Platz, BA od. MA)
  • Kumamotogakuen-Universität (1 Platz, BA)
  • Kwanseigakuin-Universität (1 Platz, BA od. MA)

Weiterlesen