Schlagwort-Archiv: J-Literatur

Lesung mit der Autorin Aoyama Nanae

Am Donnerstag, 1. März, gibt es in Düsseldorf die einmalige Gelegenheit, die berühmte Autorin Aoyama Nanae bei einer Lesung zu erleben. Aoyama hat für ihr Werk Hitori biyori („Eigenwetter“, 2006), das zur sogenannten „Freeter-Literatur“ gerechnet wird, den renommierten Akutagawa-Preis erhalten. „Eigenwetter“ ist auch auf Deutsch im Cass-Verlag erschienen. Die Lesung, die vom Literaturbüro NRW organisiert wird, findet im ANMO ART/CHA, einer Kombination aus Teeladen und Galerie, ab 19.30 Uhr statt und ist kostenlos. Davor gibt es eine Tee-Schulung, an der man gegen eine Gebühr von 25 Euro teilnehmen kann. Die Veranstaltung ist zweisprachig Deutsch und Japanisch.

Wichtig: Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig, da der Platz in den Veranstaltungsräumen sehr begrenzt ist! Melden Sie sich bis spätestens 26. Februar unter info@literaturbuero-nrw.de an.

Weitere Termine: Direkt am nächsten Tag, 2. März, ist die Autorin zu einer Lesung im japanischen Kulturinstitut in Köln. Informationen dazu gibt es hier. Weitere Lesungen in Deutschland folgen; der komplette Ablauf der Deutschland-Tour von Aoyama Nanae kann auf der Webseite des Cass-Verlags eingesehen werden.

Hier noch einmal ausführlichere Informationen zur Veranstaltung in Düsseldorf:

Aoyama

Übersetzungswerkstatt zu Murakami in Frankfurt

Übersetzerwerkstatt 2017Für alle Murakami-Fans und alle die, die sich für das Übersetzen japanischer Literatur interessieren, gibt es am 14. und 15. Dezember eine sehr interessante Veranstaltung an der Universität Frankfurt. Dabei erhalten die Teilnehmenden unter anderem die Gelegenheit, das Übersetzen unter der Anleitung der bekannten Murakami-Übersetzerin Ursula Gräfe selbst in praktischen Übungen zu erproben.

Die Übersetzerwerkstatt der Japanologie Frankfurt widmet sich insgesamt Murakami, seinem Umfeld und der Literatur als Konsumgut sowie der Frage, wie japanische Texte adäquat ins Deutsche übertragen werden können. Beteiligt sind neben Ursula Gräfe auch noch die Übersetzerin Kimiko Nakayama-Ziegler und Literaturwissenschaftler/innen aus der Japanologie. Das genaue Programm ist hier zu finden.

Zum Konzept
Während man in einem amerikanischen Sammelband zur zeitgenössischen japanischen Literatur Ende der 1990er Jahre noch die Perspektive „Ôe and Beyond“ (1999) einnahm, also die neue Literatur jenseits des Nobelpreisträgers Ôe ansiedelte, muss man heute die zeitgenössische Literatur Japans als Entwicklung der Post-Murakami-Phase betrachten. Tatsächlich schreibt man bald das 40. Jahr seit der spektakulären Ankunft des umstrittenen Avantgardisten Murakami Haruki in einer Literaturlandschaft, die damals noch von den Klassikern der Gegenwart und der bildungsbürgerlichen Intellektualität geprägt war.

Nach Murakami verlautbarte man die Strömung der „J-Literatur“, mit ihr hat der Literaturmarkt der Insel viele Talente für ein junges Publikum gefördert. Murakamis Texte sind nun ihrerseits „Klassiker“, obschon das Werk des „Kultautors“ keineswegs abgeschlossen ist: Im Februar 2017 erschien der aktuelle große Roman Kishidanchô goroshi, auf Englisch „Killing Commendatore“.

Anmeldung
Die Veranstaltung kann sowohl von Angehörigen der Goethe-Uni als auch anderer Universitäten besucht werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt. Anmeldung im Sekretariat der Japanologie: 069-79823287, paulat[at]em.uni-frankfurt.de.