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Sutren, Tee und Diskussionskultur: Ein Wochenende mit dem Shin-Buddhismus im Ekô-Haus

Hoonko blog

Erinnerungsfoto: Die Teilnehmer/innen des buddhistischen Seminars im Ekô-Tempel. Foto: Ekô-Haus

Buddhistische Sutren rezitieren, ausgezeichneten grünen Tee trinken und über Gut und Böse diskutieren – das Wochenende vom 1. bis 3. Dezember war für einige Teilnehmer/innen des Seminars „Rituale in Japan“ von Elisabeth Scherer mit nicht ganz alltäglichen Beschäftigungen ausgefüllt. Die Studierenden waren zu Gast beim Seminar der Ekô-Gemeinschaft der europäischen Shin-Buddhisten im Düsseldorfer Ekô-Haus, in dessen Rahmen auch das sogenannte Hôonkô-Fest begangen wurde. Dieses Fest wird zu Ehren von Shinran, dem Gründer der buddhistischen Jôdo Shinshû, gefeiert und gilt als das wichtigste Ereignis des Jahres in dieser Schule. In diesem Beitrag schildern einige die dort waren ihre Eindrücke, und Katharina Gröner und Charlotte Henschel berichten weiter unten ausführlich von dem Ritual, das im Zentrum des Wochenendes stand.

Eine (für manche) schlechte Nachricht vorab: Eine Erleuchtung in diesem Leben ist nicht zu erwarten. Die Erlösung tritt nach Shin-buddhistischer Lehre erst nach dem Tod ein, wenn man auf die Hilfe durch Amida Buddha vertraut. Auch Prof. Arai Toshikazu (auf dem Foto oben in der ersten Reihe im grauen Gewand), der das Seminar der Shin-Buddhisten leitete, sieht sich selbst weiterhin als bombu, als gewöhnlichen Menschen mit allen damit verbundenen Leiden und Fehlern. Arai war eigens aus Japan angereist, um mit den Teilnehmer/innen über Gut und Böse im Shin-Buddhistmus zu reflektieren. Die Lehren der Jôdo Shinshû verdeutlichte er mit Geschichten, die von dem indischen König Ajatashatru bis zu Gefangenen in japanischen Todeszellen reichten. Die Atmosphäre im Seminar lässt sich am besten mit den Worten der Teilnehmer/innen beschreiben: Weiterlesen

Erlebnisbericht: Im Rampenlicht bei Nippon Connection


Anfang des Semesters haben einige unserer Studierenden (wie bereits berichtet) sehr fleißig an den Untertiteln für einen 30-minütigen japanischen Film gearbeitet. Ende Mai wurde dieser Film beim Filmfestival Nippon Connection gezeigt, und drei Studentinnen waren für unser Institut in Frankfurt, um das Werk dort vorzustellen. Caroline Fest, Jana Klacanska und Nadine Schmidt berichten nun hier von ihren Erlebnissen beim Filmfestival. Für alle, die neugierig auf den Film und die Arbeit der Studierenden geworden sind, gibt es am 15. Juli eine tolle Gelegenheit: Um 17 Uhr wird der Film bei unserem Instiuts-Event mit Berufsinfotag und Preisverleihung für die besten BA- und MA-Abschlüsse gezeigt. Nun aber zum Bericht: 

Vom 23.05. bis 28.05. fand in Frankfurt am Main die 17. Nippon Connection statt. Dieses Mal leistete unser Institut in Kooperation mit der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) im Rahmen eines Untertitel-Workshops einen Beitrag zu dem Filmfestival, das sich von der Idee einiger Filmwissenschaftsstudenten zu einer der größten Plattformen für aktuelle japanische Filme entwickelt hat. In Gruppen erstellten Studierende englische Untertitel für den Kurzfilm 自販機の光にふらふら歩み寄りごめんなさいってつぶやいていた (Murmuring Breathless Apologies in the Light of Vending Machines) von Sugita Kyôshi, der am Donnerstag, 25. Mai, als Vorfilm von Innocent 15 gezeigt wurde. Vor Ort waren drei Teilnehmerinnen des Workshops, die im Folgenden ihre Erfahrungen teilen werden.

Caro:
Gleich vorweg war es eine schöne Erfahrung, zwei Tage auf der Nippon-Connection in Frankfurt zu sein. Ich war zum ersten Mal dort und hatte mich im Vorfeld über die Lage der Veranstaltungsgebäude auf der Homepage informiert. Da sowohl die Filmvorführungen, als auch die Workshops zum Teil in unterschiedlichen Gebäuden stattfinden sollten, hatte ich zunächst ein wenig Bedenken, auf Anhieb den Weg zu finden. Vor Ort war es dann jedoch überhaupt kein Problem. Die Veranstaltungsorte lagen sehr nah beieinander und waren auch sehr leicht zu finden. Weniger als 5 Minuten von der U-Bahn-Haltestelle zu Fuß und schon war man im Geschehen, das auch durch die zugehörigen Plakate ausgeschildert war. Weiterlesen