Schlagwort-Archiv: Erdbeben

Fotoausstellung: „Tage zählen“ im EKO-Haus

Copyright: Tsutomu Koiwa

Copyright: Tsutomu Koiwa

Vom 6. Januar bis 8. Februar 2015 zeigt das EKO-Haus der japanischen Kultur die Fotoausstellung des japanischen Fotografen Tsutomu Koiwa. Die Ausstellung trägt den Titel „Tage zählen“ 1988-1991 und 2011 Onagawa – die verlorene Stadt.

Es handelt sich dabei um eine fotografische Dokumentation („Szenen aus Onagawa“), die Tsutomu Koiwa bereits 1992 herausbrachte und die durch Schwarzweiß-Fotografien das Leben der Menschen in Onagawa im Schatten des Atomkraftwerkes darstellt. Die Stadt Onagawa in der Präfektur Miyagi wurde wie viele andere Städte auch am 11. März 2011 durch das Erdbeben und den Tsunami schwer beschädigt und 500 Einwohner der Stadt verloren ihr Leben. Das Atomkraftwerk, das in der Dokumentation „Szenen aus Onagawa“ thematisiert wurde musste abgeschaltet werden. Die Fotoausstellung zeigt auch an wenigen Beispielen die Zustände in der Region nach dem Tsunami.

2. Deutsch-Japanische Summer School „Sanriku Fukkou“

Hoffnung durch Handeln

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft Tokyo und dem DAAD Tokyo findet dieses Jahr zum zweiten Mal die Deutsch-Japanische Summer School „Sanriku Fukkou“.
Dabei wird jungen Menschen die Möglichkeit geboten, Nachhaltigkeit zu lernen.

Dein Engagement liegt im Bereich Natur/Umweltschutz? Du hast großes Interesse an Japan und der japanischen Kultur? Neben Tokyo möchtest Du auch einen Teil des ländlicheren Japans in Tohoku (Kesenuma, Rikuzentakata, Otsuchi, Taro, Tono) kennenlernen und dort Kontakte knüpfen? Du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt? Dann komm vom 3. Bis 25. September 2014 mit dem Jugendaustauschprogramm des Deutsch Japanischen Synergie Forums e.V. nach Japan.
Weiter Infos auf www.sanrikufukkou.com.
Wir freuen uns auf Deine Bewerbung (Lebenslauf und Motivationsschreiben). Oder nutze die Bewerbungsunterlagen.
Bitte schicke sie per Mail an wiederaufbautohoku@gmail.com.

Eröffnung der Post-Tsunami Fotoausstellung 生きる – IKIRU – Weiterleben!

ikiru-ausstellungZum Jahrestag der Dreifachkatastrophe in Japan zeigt das Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln die Fotoausstellung „生きる – IKIRU – Weiterleben!“. Die bewegenden Fotografien, aufgenommen von betroffenen Berufsfotografen und Amateuren, zeugen davon, wie sich das Leben der Menschen in der japanischen Küstenregion im Nordosten Japans innerhalb von Minuten komplett veränderte.

Die Eröffnung der Fotoausstellung findet am 11. März 2014 um 17 Uhr statt. Weiterlesen

Posterausstellung: „Sunshine for Japan“

Die Posterausstellung des Projekts “Sunshine for Japan” wird am Donnerstag, 1. Dezember, um 18 Uhr im Japan-Haus der FH Düsseldorf eröffnet. Die Ausstellung dokumentiert die internationale Solidarität mit den Betroffenen der Dreifachkatastrophe in Japan. Das Institut für Modernes Japan der Heinrich Heine Universität Düsseldorf ist Kooperationspartner für diese Ausstellung und führt so seine Zusammenarbeit mit der FH Düsseldorf fort, die schon bei Projekten wie dem Magazin „Tomo“ und der Fotoausstellung „Camera Japonica“ erfolgreich war. Frau Prof. Mae wird bei der Eröffnung auch ein Grußwort sprechen. Weiterlesen

Pressespiegel: Deutschland und die Katastrophe in Japan

Es wurde viel darüber diskutiert, welches Bild von Japan angesichts der Katastrophe in den deutschen Medien verbreitet wird. Viele Artikel und Fernsehbeiträge zeugten davon, dass das Verständnis der japanischen Kultur sich auf wenige Stereotype beschränkt. So war zum Beispiel von „20 Kamikaze gegen die Höllenmaschine Fukushima“ die Rede (Die Welt, 17.3.), von dem „unglaublichen Volk“ (Stern-Titel, 24.3.), es wurde festgestellt, dass „die Menschen in Tokio auf ihr geliebtes Sushi verzichten“ müssten (Spiegel Online, 22.3.) und als kulturelles Muster zum Verstehen der derzeitigen Lage wurden die Gozilla-Filme anempfohlen: „Wer die Duldsamkeit und Ruhe der Japaner im Umgang mit der gegenwärtigen Katastrophe begreifen will, sollte sich die Monsterfilme dieses Landes anschauen.“ (Die Zeit, 17.3.)

Viele Fachleute sehen in dieser stereotypen Berichterstattung eine Gefahr für die deutsch-japanischen Beziehungen. Prof. Dr. Reinhard Zöllner (Universität Bonn) brachte seine Empörung in einem Artikel in der Welt zum Ausdruck (28.3.), den er sehr deutlich folgendermaßen betitelte: „Apokalypse jetzt! Wir Deutschen sollten uns schämen.“ In dem Seminar zu den deutsch-japanischen Beziehungen, das Stephanie Klasen und ich dieses Semester geben, haben wir uns diese Berichterstattung Anfang des Semesters etwas genauer angesehen, wollten gemeinsam mit den Studierenden aber auch versuchen herauszufinden, ob sich bereits erste Anzeichen dafür finden lassen, wie das „deutsche Verhalten“ in der jetzigen Situation in Japan aufgenommen wird.

Hierfür haben wir die beiden japanischen Zeitungen Yomiuri Shinbun und Asahi Shinbun nach Artikeln durchsucht, die über das Erdbeben im Zusammenhang mit Deutschland berichten (Auswertung bis 28. März). Dabei fiel auf, dass dem Thema der deutschen Atompolitik, den damit in Zusammenhang stehenden Demonstrationen und der Wahl in Baden-Württemberg die ausführlichsten Artikel gewidmet wurden. In einem eigenen Artikel wurde erwähnt, dass deutsche Autobauer Teile, die aus Japan geliefert werden, auf Strahlenbelastung überprüfen lassen. Themen waren außerdem, dass Deutschland seine Botschaft nach Osaka verlegte und dass die Lufthansa den Flughafen Narita nicht mehr anflog.

Immer wieder tauchte in den Berichten eine Pumpe aus Deutschland auf, die von der deutschen Firma „Putzmeister“ gestellt wird und helfen soll, die Lage in den Atomkraftwerken unter Kontrolle zu bringen. Überraschend prominent wurde über die Reaktion von deutschen Fußballvereinen berichtet, die ihr Mitgefühl zum Ausdruck brachten und teilweise Benefizspiele organisierten. Erwähnung fanden auch der Kondolenzbesuch Angela Merkels in der japanischen Botschaft und das Sonderkonzert der Düsseldorfer Symphoniker in der Tonhalle. In zwei Artikeln, die weiter unten in Übersetzung vorgestellt werden, wurden auch die Reaktionen der deutschen Presse thematisiert. Der Einsatz des THW wurde nur am Rande erwähnt, in Artikeln in denen insgesamt über die Hilfe durch ausländische Kräfte berichtet wurde. Deutschland war außerdem in einigen persönlichen Erfahrungsberichten präsent, die ebenfalls in den Zeitungen abgedruckt wurden. Da berichtete zum Beispiel eine japanische Austauschstudentin, die sich derzeit in Deutschland befindet, über ihre Gefühle, oder ein Japaner, der in München die Tschernobyl-Katastrophe miterlebt hatte, erinnerte sich an seine Erfahrungen.

Zwei der Artikel wurden von Master-Studiereden (zum Teil ausschnittsweise) übersetzt und können daher hier wiedergegeben werden:

 

Yomiuri Shinbun, 17.3.2011 (Ausschnitt)

„Die Krise in Japan“ – Die Welt ist aufmerksam

[…]

In Deutschland fallen übersensible Nachrichtensendungen ins Auge, die den Atomunfall von Fukushima als „Wiederkehr von Tschernobyl“ bezeichnen oder die nun wieder Fernsehbilder von der Katastrophe in Tschernobyl zeigen.

Am 16. März hatte Die Welt als Top Thema „Tokyo in Todesangst“*. Im Artikel wurde davon berichtet, wie Frauen, Kinder und Ausländer aus der Hauptstadt flüchteten und die Regale in großen Supermärkten durch Hamsterkäufe geleert worden waren. […]

Im Leitartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde am 16. März getitelt: „Absichtliche Manipulation von Informationen hat in Japan Tradition“**. Es wurde darin unter anderem die Vertuschung bei einer Rückrufaktion von Mitsubishi in der Vergangenheit angeführt und es wurde kritisiert, dass mit Tepco in der jetzigen Situation „die Verschweige-Taktik in Japans Unternehmen einen dramatischen Tiefpunkt erreicht“ habe. Darüber hinaus wird sogar ein einseitiges Urteil über die Wesensart des japanischen Volk abgegeben: „Viele Japaner […] [haben den Grundsatz:] Nichts hören, nichts sehen, nicht sagen, Gesichtswahrung ist alles, der Preis dafür scheint fast egal zu sein […].“

In einer Sendung des öffentlichen Fernsehsenders ARD wurde ein junger Deutscher, der schnell aus Japan zurückgereist war, dazu befragt, weshalb die Japaner nicht in Panik ausbrächen: „Die japanischen Medien vermitteln nicht die Wahrheit. Ausländer, die Zugang zu ausländischen Medien haben, fliehen (weil sie die richtigen Informationen erhalten haben) nach Süden oder verlassen das Land.“

* hier nachzulesen

**hier ist dieser Artikel gemeint, der allerdings am 15. März erschienen ist. Der Satz „absichtliche Manipulation von Informationen hat in Japan Tradition“ findet sich dort so nicht, die anderen Zitate sind aber klar identifizierbar.

 

Yomiuri Shimbun, 17.03.2011

Deutschland: Misstrauen gegenüber der japanischen Regierung

Berlin: Es fiel in letzter Zeit auf, dass von deutscher Seite aus die Explosion des Atomkraftwerkes Nr. 1 in Fukushima und die Feuerschäden betreffend Misstrauen in den Nachrichten vorherrscht.

Die Hilfsorganisation „humedica“ holte am 14.3. eilig ihr fünfköpfiges Team aus dem Krisengebiet. Der Pressesprecher Steffen Richter äußerte sich gegenüber den Medien wie folgt: „Die japanische Regierung verbirgt und unterschätzt die Fakten. Es erinnert an den Atom-GAU von Tschernobyl.“* Kanzlerin Merkel wiederholte in einem Interview mit Journalisten: „Die Informationen aus Japan widersprechen sich.“ Regierungssprecher Seibert erklärt in einer regulären Pressekonferenz zwar „Wir haben Verständnis angesichts dieser verheerenden Sachlage. Dies ist keine Kritik an der japanischen Regierung“, aber es herrscht kein Zweifel, dass sich unter der Regierung Irritation breit macht bezüglich der japanischen Vorgehensweise.

Es wurde die Frage laut, warum die Japaner, wo sie doch die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki erfahren haben, ein Atomkraftwerk an so einer gefährlichen Stelle errichteten.

*Der deusche Wortlaut: „Das größte Problem ist die schlampige Informationspolitik der japanischen Regierung, die die Fakten verschleiert und herunterspielt. Das erinnert an Tschernobyl.“

Vielen Dank an: Katharina Hülsmann, Slim Klai, Lara Pecelin, Annika Raue

Große Unterstützung für „Heart on Coin“

Shinji Nakagawa und Rolf Beek

Seit April unterstützt unser Institut das Hilfsprojekt „Heart on Coin„, das Studierende der Kwansei Gakuin Universität ins Leben gerufen haben. Mittlerweile haben wir für diese Projekt schon sehr viel Hilfe erhalten, für die wir uns herzlich bedanken möchten! Neben dem tollen Ergebnis der Fotoausstellung Camera Japonica gab es diese Woche einen weiteren Grund zur Freude: Bei einem Märchenabend im Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter in Meerbusch wurden Professor Shinji Nakagawa ingesamt 2315 Euro überreicht!

Diese große Summe ist unter anderem den fleißigen Händen von Meerbuscher Schülern zu verdanken. Grundschüler, Hauptschüler und Realschüler falteten eifrig Origami-Kraniche, die bei verschiedenen Gelegenheiten gegen Spenden abgegeben wurden. So kamen insgesamt 1300 Euro zusammen. Angeregt hatte die Aktion Rolf Beek, der mit seiner Idee in Meerbusch allerorten auf offene Ohren traf. Beim Bauern- und Handwerkermarkt beteiligten sich auch die Frisöre von Schmitt und Walter und nahmen weitere 600 Euro für die Grundschulen in Japan ein.

Weitere 415 Euro kamen am Montag bei dem Märchenabend in Konrad Mönters Buchhandlung dazu. Unter dem Motto „Zeichen der Verbundenheit – der weiße Kranich“ erzählte Elisabeth Beckmann virtuos und sehr lebendig Märchen aus der japanischen Überlieferung. Dazu gab es Querflötenmusik von Anne Burbulla.

Das nächste Benefizkonzert für Japan gibt es im Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter morgen, Samstag, um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen Klavierstücke, die von japanischen Pianistinnen interpretiert werden.

Vielen Dank nach Meerbusch für die tolle Unterstützung!

Fotoausstellung brachte 579,35 Euro

Die Studentin Sandrina Pichowsky berichtet von der Japan-Woche der HHU:

Die vergangene Woche an der Heinrich-Heine-Universität stand ganz im Zeichen Japans. Das Institut für Modernes Japan lud die Studierenden der Universität ein, sich auf die für den Standort Düsseldorf so wichtigen Beziehungen zum Land der aufgehenden Sonne einzulassen.

Wilfried Korfmacher, Michiko Mae, Elisabeth Scherer; Foto: Lisa Schäfer

Die vom Institut veranstaltete Fotoausstellung „Camera Japonica“ bildete das Herzstück der Themenwoche. Studierenden des Studiengangs Modernes Japan präsentierten Fotos, die ihre persönliche Sicht auf Japan zeigen. Die von Stephanie Klasen und Elisabeth Scherer getroffene Auswahl, 25 Bilder, konnte vom 23.-26. Mai im Foyer der Universitätsbibliothek Düsseldorf besichtigt werden. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am Mittwoch, 25. Mai, mit einer Ansprache von Prof. Michiko Mae als Vertreterin des Instituts, in der sie betonte, wie wichtig es für die Studierenden sei, eine transkulturelle Perspektive zu entwickeln. Insbesondere durch die eingesandten Bilder ließen die Studenten einen individuellen Blick auf Japan zu, der im Gegensatz zu den alten „Vorurteilen“, die im Zuge der Katastrophe vom März wieder hervortraten, steht.

Das Spektrum der Bilder reichte von Traditionellem über Modernem, Stadtansichten und Portraits und bot dem Besucher einige ungewöhnliche und interessante Blickwinkel auf ein Japan jenseits der Stereotypisierung der Medien. Entstanden ist ein Gesamtbild, welches Japan in einer Alltäglichkeit zeigt, die ganz im Sinne der Transkulturalität steht, der Überwindung des (Kultur-)Fremden. Abgerundet wurden die Fotos mit von den Künstlern ausgewählten Zitaten, Anekdoten und Beschreibungen, die diesen Effekt noch unterstrichen.

Auch wies Frau Mae auf die gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Düsseldorf hin, ohne die die Ausstellung nicht hätte realisiert werden können. Prof. Wilfried Korfmacher von der FH hat dieses Semester ein ganzes Seminar unter das Vorzeichen der Solidarität mit Japan gestellt und gemeinsam mit seinen Studierenden verschiedenste Projekte in die Wege geleitet. So kam es auch dazu, dass Andreas Steinbrecher, der an der FH Düsseldorf Kommunikationsdesign studiert, die Gestaltung der Fotoausstellung inklusive Plakatdesign übernahm.

Prof. Wilfried Korfmacher, berichtete von seinen positiven Erfahrungen, auch im Hinblick auf eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf. Insbesondere die Plakat-Kampagne der Fachhochschule, „Wir sagen Ja zu Japan!“, die man derzeit im Stadtgebiet sehen kann, fand Erwähnung. Laut Herrn Korfmacher sei es das erste Mal, dass das gesamte Rheinland geschlossen auf einem Plakat stehe. Ein Beweis dafür, wie sehr die wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Beziehungen mit Japan die Gegend prägen. Wilfried Korfmacher sorgte mit einigen seiner Studierenden für eine lebendige Stimmung in der ULB: Sie hatten einen „Wunschbaum“ mitgebracht, an den die Besucher ihre persönlichen Glücksbotschaften für die Menschen in Japan knoten konnten. In kurzer Zeit waren alle Bambusstangen mit bunten Nachrichten in den verschiedensten Sprachen verziert.

Zum Rekordpreis: Shibuya-Kreuzung von David Pham

Die Bilder konnten auch im Rahmen eines studentischen Hilfsprojektes ersteigert werden, wofür eigens Postkarten zum Bieten bereitgestellt wurden. Der Erlös der Versteigerung wird komplett an das Projekt „Heart on Coin – Kizuna“ von Studierenden der Kwansai Universität in Kobe gespendet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Grundschulen in Nord-Japan zu unterstützen.

Die Ausstellung wurde am Wochenende in den Kunstverein „reinraum“ verlegt, anlässlich einer Lesung aus dem Buch „Gebrauchsanweisung für Japan“ von Andreas Neuenkirchen. Die Besucher steigerten nochmals fleißig für die Fotos und spendeten außerdem 86,53 für das Hilfsprojekt „Heart on Coin“.

Durch die Versteigerung der Fotos sind insgesamt stolze 579,35 Euro zusammen gekommen. Den höchsten Preis erzielte das Bild der Shibuya-Kreuzung von David Pham, für das 11 Personen boten und welches am Ende für 111,11 Euro versteigert wurde. 11 Bilder verblieben nach der Versteigerung, und diese werden nun für je 25 Euro zum Verkauf angeboten. Der Erlös geht natürlich an das Hilfsprojekt.

Der Campus im Zeichen der Japan-Woche; Foto: Larysa Harke-Demydenko

Weiterhin lud die Fachschaft des Instituts für Modernes Japan in der Woche zu diversen japanischen Köstlichkeiten ein. Ob Yakisoba (Japanische Nudeln), Anpan (ein süßes Brötchen gefüllt mit Bohnenmus) oder Edamame (gesalzenen Bohnen) – es gab genügend für die Studierenden zu entdecken. Die Abwechslung war den Meisten willkommen und sie ließen es sich unter den aufgehängten Koi-Fahnen schmecken.

Einen weiteren Programmpunkt bildete das von der Fachschaft organisierte Filmfest, bei dem sich eine Auswahl der besten japanischen Animationsfilmkunst einfand. Der auch außerhalb Japans bekannte Regisseur Hayao Miyazaki vom Studio Ghibli mit den Klassikern wie Mein Nachbar Totoro, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke war eben so vertreten wie die Musiker des französischen Electro House Duos Daft Punk mit ihrem Film Interstella 5555. Eine bunte Mischung für alle Altersklassen lud kostenlos zum Filmvergnügen.

Als fulminanten Abschluss gab es eine von der Fachschaft organisierte Japan-Party.

Sandrina Pichowsky

Camera Japonica – Fotoausstellung in der ULB

Plakat von Andreas Steinbrecher

Vom 23. bis zum 26. Mai werden Bilder, die Studierende vom Institut für Modernes Japan auf ihren Japanreisen gemacht haben, als Teil der Japan-Woche im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek ausgestellt. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 25. Mai um 12 Uhr.

Die Ausstellung steht unter dem Titel Camera Japonica und soll den Blick von Studierenden auf Japan zeigen. Dafür wurden einzelne Fotos ausgewählt und jeweils mit Texten versehen, die die Gedanken und Eindrücke des Studierenden bezüglich der Bilder kurz erläutern.

Die Fotos der Ausstellung werden außerdem zu Gunsten des Hilfsprojektes „Heart on Coin“ versteigert. Weiterlesen

Unterstützung gesucht: „Heart on Coin“

Langsam werden die Nachrichten aus Japan spärlicher, die Dreifachkatastrophe beschäftigt die Medien in Deutschland nur noch in geringerem Umfang. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Lage in Nordjapan normalisiert hätte: Es wird dringend Hilfe benötigt, auf lange Sicht. Deswegen unterstützt unser Institut das Hilfsprojekt „Heart on Coin – Kizuna“, das von Studierenden der Kwansei Gakuin Universität ins Leben gerufen wurde.

Einige der Studierenden haben selbst als Kinder die Erdbebenkatastrophe in Kobe erlebt und wissen daher, was ein solches Erlebnis für die Betroffenen, besonders die Kinder, bedeuten kann. Sie haben sich deswegen zum Ziel gesetzt, Grundschulen in Nordjapan, die stark von Erdbeben und Tsunami betroffen waren, langfristig zu unterstützen.

 

 

In Deutschland braucht das Projekt noch dringend MitstreiterInnen! Mit kleinen kreativen Aktionen soll Unterstützung für das Projekt gewonnen werden – in Form von Geldspenden, aber auch in Form von aufmunternden Nachrichten, die den Kindern in Japan zeigen sollen, dass viele Menschen an sie denken. Der Kontakt zu den Helfern von „Heart on Coin“ besteht über den Gastprofessor Shinji Nakagawa von der Kwansei Gakuin Universität, der bis Herbst an unserem Institut tätig ist. Herr Nakagawa freut sich sehr über deutsche Studierende (und natürlich auch andere Interessierte), die das Projekt unterstützen möchten und Ideen haben, wie man konkret Spenden und Nachrichten sammeln kann. Auch benötigt er Hilfe dabei, die auf deutsch und englisch verfassten Nachrichten ins Japanische zu übersetzen (damit sie die Kinder auch verstehen können).

Ausführliche Informationen: http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/oasien/hilfe-fuer-japan/

Kontakt: Prof. Shinji Nakagawa, nakagawa@phil-fak.uni-duesseldorf.de

Der Atombombenabwurf veränderte nicht nur Japan, sondern die ganze Welt.

Herr Sotobayashi ist 82 Jahre alt. Als er 16 war hat er den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945 erlebt und verlor dabei seine Mutter. 1957 kam er nach Berlin um Chemie zu studieren und später lehrte er auch an der Technischen Universität Berlin und am Max-Planck-Institut. Das Institut für Modernes Japan lud ihn ein einen Vortrag zu halten.

Er hat 30 Jahre in Japan gelebt und 50 Jahre in Deutschland. Zu Beginn der Pressekonferenz, die anlässlich seines Vortrages „Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki“ an der Heinrich Heine Universität gegeben wird, betont Herr Sotobayashi diese Abschnitte seines Lebens und fügt hinzu: „Ich bin ja Berliner“. An diesem Dienstag, dem 12. April, steht die Reaktor-Katastrophe von Fukushima zum ersten Mal seit einigen Tagen wieder in den Schlagzeilen, weil die INES-Gefahrenstufe nun offiziell auf 7 angehoben wurde und damit auf derselben Stufe steht wie Tschernobyl damals. Weiterlesen