Schlagwort-Archiv: Eko-Haus

Konzert: Eternal Japan

Ein Konzert mit Shinobue und Schlagzeug unter dem Titel “Eternal Japan” gibt es am Vorabend des Japan-Tags, 24. Mai (Freitag), um 19.30 Uhr im Eko-Haus in Düsseldorf. Gespielt werden ein Medley japanischer Volksmusik und Kompositionen der beiden Musiker. Der Eintritt ist frei.

Satoshi Katano stammt aus Sawara (Präf. Chiba). Mit neun Jahren begann er, Shinobue zu spielen und wurde früh Mitglied der Volksmusikgruppe “Yokura geizaren”. 2005 wurde er als Kulturbotschafter für Chiba nach Wisconsin (USA) entsandt, wo er Volksmusik aus Sawara spielte. In seinen Konzerten bringt er die traditionellen japanischen Elemente der Musik aus Sawara und westliche Genres zusammen. – Satoru Sawada stammt aus Nobeoka (Präf. Miyazaki). 2005 begegnete er dem weltbekannten Perkussionisten Semba Kiyohiko, dessen Schüler (kotsuzumi–und taiko–Trommeln) und Assistent er wurde. Er spielt in Rock–, Soul– und Blues–Bands, singt während seines Drummings, schreibt eigene Stücke und spielt mit bekannten Popgrößen in Japan zusammen.

eternal japan

Vortragsreihe: Gespenster und Dämonen in der japanischen Kulturgeschichte

Im April gibt es im Eko-Haus in Düsseldorf eine kleine Vortragsreihe, die sich japanischen Geistern und yôkai widmet. Jeweils donnerstags um 18.30 Uhr geht es im Eko-Saal um schaurige Gestalten, ihre Wurzeln und ihre gegenwärtigen Inkarnationen. Hier das Programm:

geistDo 11.04.
Dr. Elisabeth Scherer (Düsseldorf):
“Rache und Verführung im weißen Gewand: Weibliche Geister in der japanischen Kulturgeschichte”

Zerzauste schwarze Haare, ein weißes Kleid, unausweichliche Rache: Die japanischen Geister, die meist weiblichen Geschlechts sind, gelten heute weltweit als Ikonen des Horrorkinos. Doch woher kommt dieses stereotype Äußere, was treibt die Geister an, und warum sind sie so häufig weiblich? Der Vortrag verfolgt die Spuren der weiblichen Geister in der japanischen Kulturgeschichte und widmet sich dabei unter anderem dem japanischen Theater, Holzschnitt–Künstlern und den Kino–Geistern.

Do 18.04.
Dr. des. Nicole Fujimoto (München):
“Yōkai 妖怪 in der Edo–Zeit: Gespenstisches zwischen(Aber)glaube, Spiel und Pop”

Die Edo–Zeit (1603–1868) ist reich an phantasievollen Darstellungen gespenstischer Figuren (yōkai) wie einäugigen Tōfuträgern, langhalsigen Ölschleckerinnen oder Katzenmonstern. Zwar lassen sie sich zu einem Teil auf den Volksglauben zurückführen, aber der Vortrag zeigt auch, wie die yōkai als “Stars” in der städtischen Kultur ein besonderes Eigenleben entwickelten und zur Attraktion und zum Publikumsmagneten nicht nur in Theater, Literatur und Holzschnittkunst, sondern auch zum Beispiel in Schaustellergeschäften, Schießbuden und Spielzeug wurden.

Do 25.04.
Timo Thelen M.A. (Düsseldorf)
“Von Monstern zu Kuscheltieren: Über japanische Fabelwesen in Anime–Filmen”

Das Mittelalter in Japan war eine Epoche Furcht einflößender Kreaturen. Die Monster, die einst für Angst und Schrecken sorgten, blieben durch Bilder und Erzählungen bis in die Gegenwart lebendig. Allerdings hat sich ihr Aufgabenbereich elementar verändert. Anstatt Menschen zu belästigen, zu täuschen oder sogar zu töten, schützen sie im heutigen populären Medium des Anime–Films die bedrohte Umwelt, berichten von einer besseren Vergangenheit und wollen die Menschen über Moral und Ethik belehren. Anhand zahlreicher Beispiele wie GeGeGe no Kitaro, Mein Nachbar Totoro und Pompoko wird gezeigt, wie die Transformation von Monstern zu Kuscheltieren schrittweise vollzogen wurde und wie die Diskurse um Japanizität und Heimat dabei beteiligt waren. Es wird kein Vortrag zum Gruseln, sondern zum Staunen werden.

Koto-Konzerte von Yamaji Miho

Foto_Yamaji_MihoDie Koto-Spielerin Yamaji Miho kommt auf Ihrer Europa-Tournee im April auch nach Düsseldorf und Köln. Musikfreunde erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus populären japanischen Melodien, traditionellen und modernen Stücken. Der Entritt ist frei.

Die beiden Konzerte finden an folgenden Terminen statt:

  • am Dienstag, dem 9. April 2013, um 19.30 Uhr im EKO-Haus der Japanischen Kultur (Brüggener Weg 6, 40547 Düsseldorf)
  • am Mittwoch, dem 10. April 2013, um 19.00 Uhr im Japanischen Kulturinstitut Köln (Universitätsstr. 98, 50674 Köln)

Yamaji Miho begann im Alter von fünf Jahren mit dem Spiel der Koto, der traditionellen japanischen Wölbbrettzither. Später studierte sie an der Tokyo National University of Fine Arts and Music (Tokyo Geijutsu Daigaku), nahm 1997 am 42. NHK- Kurs für Hochbegabte im Bereich japanische Musik (Hōgaku Ginōsha Ikuseikai) teil und erhielt im Rahmen eines Stipendiums des Bunkachō (Agency for Cultural Affairs) Unterricht bei der renommierten Koto-Meisterin Sawai Kazue (*1941).

Inzwischen hat sich Yamaji Miho als herausragende Koto-Musikerin etablieren können und mehrfach erste Preise bei Musikwettbewerben in Japan gewonnen. Sie ist landesweit unterwegs und im japanischen Rundfunk und Fernsehen zu hören. Ihre Vielseitigkeit zeigt sich u.a. an der Kooperation mit Rakugo-Künstlern, Auftritten auf Nō-Theater-Bühnen sowie mit Chören, Orchestern und Big Bands.

Rakugo im Eko-Haus

Einige kennen ihn noch vom letzten Jahr, als er bei uns im Hörsaal 2C gastierte: Der Rakugo-Erzählkünstler Sanyûtei Kenkô kommt wieder nach Düsseldorf, diesmal ins Eko-Haus. Am Freitag, 14. Dezember, tritt er um 19.30 Uhr dort gemeinsam mit Onda Eri, einer Shamisen-Meisterin, auf. Die Vorstellung ist in japanischer Sprache, wird aber deutsch übertitelt.

Rakugo ist die traditionelle Kunst des japanischen Geschichtenerzählens. Auf den ersten Blick erscheint Rakugo unspektakulär: Der Meister sitzt im Kimono auf einem Kissen und gibt alte und neue, witzige und bewegende Geschichten zum Besten. Ihm stehen dafür lediglich Fächer, Tuch und seine Schauspielkunst zur Verfügung. Wenige Requisiten bedeuten aber nicht, dass Rakugo langweilig ist – von einer Sekunde zur nächsten, nur durch eine kleine Handbewegung markiert, kann sich ein Rakugo–Meister von einem Betrunkenen in eine verführerische Frau verwandeln. Er isst, nur durch seine Gestik und Mimik ausgedrückt, auf der Bühne eine Nudelsuppe, und der Zuschauer bekommt großen Hunger … – Begleitet wird Meister Kenkô von der Shamisen–Meisterin Eri, die die Yosebayashi, die Musik des Rakugo, erklären wird.

Tickets können unter kuhl(at)eko-haus.de bestellt werden und kosten 10 Euro, für Studierende 8 Euro.

Kimono-Ausstellung

Eine Ausstellung mit prächtigen Kimono aus der Sammlung von Ruth Jäschke gibt es vom 30. Oktober bis 25. November 2012 im Eko-Haus der Japanischen Kultur in Düsseldorf. Unter dem Titel “Blütenzauber und Farbenpracht” werden Kimono aus dem 20. Jahrhundert gezeigt, wie sie auch heute noch Verwendung finden: Vom bunten Kinderkimono über schlichte Männergewänder bis hin zum reich dekorierten Hochzeitsumhang. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem furisode, dem dekorativen, farbenprächtigen Gewand, das heute vor allem beim Volljährigkeitsfest getragen wird.

Am Donnerstag, 8. November, trägt Ruth Jäschke um 19 Uhr im Eko-Haus auch zu dem Thema vor:  “Der Kimono: Kleidung, Kunstwerk und visuelle Botschaft”.

Die Öffnungszeiten sind Dienstags bis Sonntags von 13 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Nähere Informationen können hier heruntergeladen werden.

 

Symposium zu Ästhetik und Kunst

Ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Zur Kritik eines ästhetischen Umgangs mit der Kunst“ gibt es vom 30. März bis 1. April im Eko-Haus in Düsseldorf. Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie Japanologie, Religionswissenschaft und Kunstgeschichte beschäftigen sich mit Kunst zwischen ästhetischem Umgang und religiösen Funktionen.

Hier das Programm:

Freitag, 30. März

15 Uhr   Eröffnung
15.15–16.30 Uhr   Michael Reichel: Zur Begriffsgeschichte von aisthesis im Altgriechischen
16.45–18 Uhr   Wolfgang Christian Schneider: Das Spirituelle in der mittelalterlichen Kunst der Ottonenzeit und der Gotik
danach: Kurzführung im Tempel – optional (Hermann–Josef Röllicke)
19 Uhr   Japanisches Buffet im EKŌ–Haus

Samstag, 31. März

10–11.15 Uhr   Joachim Steinheuer: Das Verborgene und das Offenbare in Matthaeus Pipelaeres (ca. 1450 – ca. 1515) Motette „Memorare, mater Christi“
11.30–12.45   Reinhard Zimmermann: „Komm mit mir in die Leere!“ Ein nicht–ästhetisches Konzept bei Yves Klein und John Cage?
13–15 Uhr   Mittagessen im Brauhaus Albrecht (Alt–Niederkassel)
15–16.15 Uhr   Paulus Kaufmann: Wird eine ästhetische Interpretation der mantra und der Sprachphilosophie Kūkais den zu Grunde gelegten Texten gerecht?
16.30–17.45   Jörg Quenzer: Die poet(olog)ischen Äußerungen Bashōs als „Kritik an der Ästhetik“
19 Uhr   Abendessen im Restaurant Alter Oberkasseler Bahnhof (Am Belsenplatz): Turmzimmer

Sonntag, 1. April

10–11.15 Uhr   Heidi Buck–Albulet: Zwischen religiöser Rede und „Kunst“: Zur Entwicklung der buddhistischen Predigt im vormodernen Japan
11.30–12.45 Uhr   Gerald Kozicz: Die Stūpatempel von Saspotse (Ladakh): Wie kann das Zentrum eines maṇḍala erreicht werden, wenn es architektonisch bereits definiert und besetzt ist?
danach: Abschlussdiskussion

 

Japanisches Marionettentheater und “1.000 Jahre Genji Monogatari” im EKÔ-Haus

Das EKÔ-Haus bietet Interessenten mit zwei Veranstaltungen im August und September wieder die Gelegenheit auch in Deutschland hautnah japanische Kultur zu erleben.

“1.000 Jahre Genji Monogatari” Japanische Seidenreliefbilder aus der Werkstatt von Yōko Nakamura

Fr 27.8.(Eröffnung) – So 19.9., EKŌ-Saal, Eintritt frei. Eröffnung: Dienstag, den 27.8., 18 Uhr

Im Jahr 2008 beging man in Japan ein Jubiläumsjahr anlässlich der Niederschrift des höfischen Romans Genji Monogatari [Die Geschichte vom Prinzen Genji] vor 1.000 Jahren. Dieser als einer der ältesten Romane der Weltliteratur geltende Liebesroman zeichnet zugleich ein Porträt der Adelsgesellschaft im Japan der Heian–Zeit (794–1192) und wird traditionell der japanischen Hofdame Murasaki Shikibu zugeschrieben. Eine im Tempel Ryozan–ji in Kyōto gezeigte Ausstellung umfasste 54 oshie, Reliefbilder aus Seidenstoffen und Japanpapieren, deren einzelne Bildelemente mit Watte unterfüttert und dann zu einem Bild mit räumlicher Wirkung zusammengefügt werden. Dieser Bilderzyklus, der die 54 Kapitel des Romans darstellt, wurde von Yōko Nakamura und ihrer kunsthandwerklichen Gruppe Sainokai gefertigt. Die Szenen bieten nicht nur einen Einblick in das Leben am kaiserlichen Hof zu Beginn des 11. Jhs., sondern zeigen auch das hohe künstlerische Niveau und Geschick in ihren Arrangements und ihrer farblichen Gestaltung, mit der sich harmonisch eine Auswahl hochwertiger Stoffqualitäten, vorrangig Seide, verbindet.

Japanisches Marionettentheater

Einführung und Erläuterungen: Sachiko und Jürgen Meutgens
Di 14.9., 19 Uhr, Kyōsei-Saal
Eintritt: 5 €
Bitte beachten Sie: Kartenbestellungen nur schriftlich mit Zahlungseingang bis spätestens 6.9. möglich. Restkarten an der Abendkasse nur nach Verfügbarkeit!

Auf seiner Deutschlandtournee gastiert der Puppenspieler Mitsuru Kamijo, begleitet von Kumi Fukuda, auch im EKŌ–Haus in Düsseldorf. Er vertritt die traditionelle Puppenspielweise, wie sie aus der Edo–Zeit (1603–1868) überliefert ist. Die gespielten Stücke entstammen dem klassischen Repertoire: Kappore ist ein von Männern auf der Straße getanzter Tanz zu aktuellen Themen, der in dieser Zeit sehr populär war. Yoidore zeigt einen betrunkenen Mann, der auf dem Heimweg von einem Fest über eine sake–Flasche stolpert, sie leert, in Schlaf verfällt, von kraftvoller Musik geweckt wird und in wundersamer Weise anfängt zu tanzen. In Kurokami, einem Frauentanz, wartet eine junge Frau in ihrem Schlafgemach in Ungewissheit auf den Liebsten, der auch die letzte Nacht mit ihr verbracht hatte. Shishimai, der Tanz des Löwen, ist in vielen Ländern Asiens beheimat. Der Volksglaube sagt, durch das laute Gebrüll des Löwen, der durch die Straßen streift, würden schädliche Einflüsse ferngehalten, und er bringe Schutz und Segen in die Häuser.

“Himeyuri” im Eko-Haus

Einen erstklassigen Dokumentarfilm zeigt das EKO-Haus Düsseldorf am kommenden Samstag, 10. Juli, um 15 Uhr. “Himeyuri” (Shibata Shôhei, 2007) handelt von der sogenannten “Himeyuri-Schülerinnen-Truppe” – einer Gruppe von 15- bis 19-jährigen Schülerinnen, die in der Schlacht um Okinawa (April bis Juni 1945) als Krankenpflegerinnen für verwundete Soldaten zum Einsatz kamen. Der Film, in dem 22 der Schülerinnen von ihren traumatischen Erfahrungen berichten, beruht auf Filmmaterial, das über einen Zeitraum von 13 Jahren aufgenommen wurde. “Himeyuri” erhielt unter anderem den Großen Filmpreis des japanischen Kultusministeriums und wurde von der Zeitschrift Kinema Junpô zum besten Dokumentarfilm des Jahres 2007 gewählt.

Sehr ausführliche Informationen – auch auf Englisch – finden sich auf der offiziellen Homepage des Films.

Auf der offiziellen Homepage des Films finden sich zahlreiche Hintergrundinformationen.