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„Wurst trifft Sushi“ – Buch für guten Zweck

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„Wurst trifft Sushi“ ist ein interkulturelles Buchprojekt, das 2011 von Japanisch-Lernenden der VHS Düsseldorf und Mühlheim ins Leben gerufen wurde, um Spenden für die Opfer der Dreifachkatastrophe zu sammeln. Nun gibt es mit einem zweiten Band der Reihe einen „Nachschlag“ mit weiteren interkulturellen Geschichten rund um Japan.  Nach Abzug von Materialkosten gehen die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches an die Organisation Ashinaga, die ein Projekt für traumatisierte Kinder in der Tohokuregion gegründet hat, wo diese Kinder z.B. psychologische Betreuung finden.

Das Buch ist für 10€ bei Anke Gärtner erhältlich (Kontaktaufnahme per Mail unter anke.gaertner[ätt]uni-due.de). Darüber hinaus wird es am JLPT-Prüfungstag, 7.12.2014,  bei Books Nippon im Foyer der VHS in Düsseldorf zu erwerben sein.

Benefizveranstaltung in Erkrath

Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Erkrath organsiert am Sonntag, 14. April, eine Benefizveranstaltung für Kinder in der Katastrophenregion Japans. Der Erlös der Veranstaltung geht an eine Non-Profit-Organisation in Iwaki (Präfektur Fukushima). Nähere Informationen finden sich auf folgendem Flyer:

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Eine CD für Japan

„Benefiets for Japan“ – so lautet der Titel einer Doppel-CD, die das Leverkusener Label licht-ung zugunsten von Hilfsprojekten in Nordjapan herausgibt. Johannes Garbe hat 35 Künstler aus der ganzen Welt für dieses außergewöhnliche Projekt gewinnen können, so dass auf den beiden CDs eine sehr große Vielfalt versammelt ist.

Die Stücke stammen alle aus der alternativen Musik-Szene und reichen von abstrakten Noise-Werken über Tanzbares bis hin zu Punkrock. Sogar eine japanische Berühmtheit ist vertreten: Der Acid-Folk-Sänger Tomokawa Kazuki, der seit den 1970er Jahren aktiv ist und mit Regisseuren wie Miike Takashi und Wakamatsu Kôji zusammengearbeitet hat. Einen Überblick über alle auf dem Album vertretenen Künstler und Titel gibt es hier.

Die CD ist über licht-ung erhältlich und kostet 16 Euro, von denen je 5 Euro an das Rote Kreuz und an das Projekt „Heart on Coin“ gehen, das Schulen in den betroffenen Regionen unterstützt.

Große Unterstützung für „Heart on Coin“

Shinji Nakagawa und Rolf Beek

Seit April unterstützt unser Institut das Hilfsprojekt „Heart on Coin„, das Studierende der Kwansei Gakuin Universität ins Leben gerufen haben. Mittlerweile haben wir für diese Projekt schon sehr viel Hilfe erhalten, für die wir uns herzlich bedanken möchten! Neben dem tollen Ergebnis der Fotoausstellung Camera Japonica gab es diese Woche einen weiteren Grund zur Freude: Bei einem Märchenabend im Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter in Meerbusch wurden Professor Shinji Nakagawa ingesamt 2315 Euro überreicht!

Diese große Summe ist unter anderem den fleißigen Händen von Meerbuscher Schülern zu verdanken. Grundschüler, Hauptschüler und Realschüler falteten eifrig Origami-Kraniche, die bei verschiedenen Gelegenheiten gegen Spenden abgegeben wurden. So kamen insgesamt 1300 Euro zusammen. Angeregt hatte die Aktion Rolf Beek, der mit seiner Idee in Meerbusch allerorten auf offene Ohren traf. Beim Bauern- und Handwerkermarkt beteiligten sich auch die Frisöre von Schmitt und Walter und nahmen weitere 600 Euro für die Grundschulen in Japan ein.

Weitere 415 Euro kamen am Montag bei dem Märchenabend in Konrad Mönters Buchhandlung dazu. Unter dem Motto „Zeichen der Verbundenheit – der weiße Kranich“ erzählte Elisabeth Beckmann virtuos und sehr lebendig Märchen aus der japanischen Überlieferung. Dazu gab es Querflötenmusik von Anne Burbulla.

Das nächste Benefizkonzert für Japan gibt es im Buch- und Kunstkabinett Konrad Mönter morgen, Samstag, um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen Klavierstücke, die von japanischen Pianistinnen interpretiert werden.

Vielen Dank nach Meerbusch für die tolle Unterstützung!

Fotoausstellung brachte 579,35 Euro

Die Studentin Sandrina Pichowsky berichtet von der Japan-Woche der HHU:

Die vergangene Woche an der Heinrich-Heine-Universität stand ganz im Zeichen Japans. Das Institut für Modernes Japan lud die Studierenden der Universität ein, sich auf die für den Standort Düsseldorf so wichtigen Beziehungen zum Land der aufgehenden Sonne einzulassen.

Wilfried Korfmacher, Michiko Mae, Elisabeth Scherer; Foto: Lisa Schäfer

Die vom Institut veranstaltete Fotoausstellung „Camera Japonica“ bildete das Herzstück der Themenwoche. Studierenden des Studiengangs Modernes Japan präsentierten Fotos, die ihre persönliche Sicht auf Japan zeigen. Die von Stephanie Klasen und Elisabeth Scherer getroffene Auswahl, 25 Bilder, konnte vom 23.-26. Mai im Foyer der Universitätsbibliothek Düsseldorf besichtigt werden. Offiziell eröffnet wurde die Ausstellung am Mittwoch, 25. Mai, mit einer Ansprache von Prof. Michiko Mae als Vertreterin des Instituts, in der sie betonte, wie wichtig es für die Studierenden sei, eine transkulturelle Perspektive zu entwickeln. Insbesondere durch die eingesandten Bilder ließen die Studenten einen individuellen Blick auf Japan zu, der im Gegensatz zu den alten „Vorurteilen“, die im Zuge der Katastrophe vom März wieder hervortraten, steht.

Das Spektrum der Bilder reichte von Traditionellem über Modernem, Stadtansichten und Portraits und bot dem Besucher einige ungewöhnliche und interessante Blickwinkel auf ein Japan jenseits der Stereotypisierung der Medien. Entstanden ist ein Gesamtbild, welches Japan in einer Alltäglichkeit zeigt, die ganz im Sinne der Transkulturalität steht, der Überwindung des (Kultur-)Fremden. Abgerundet wurden die Fotos mit von den Künstlern ausgewählten Zitaten, Anekdoten und Beschreibungen, die diesen Effekt noch unterstrichen.

Auch wies Frau Mae auf die gute Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Düsseldorf hin, ohne die die Ausstellung nicht hätte realisiert werden können. Prof. Wilfried Korfmacher von der FH hat dieses Semester ein ganzes Seminar unter das Vorzeichen der Solidarität mit Japan gestellt und gemeinsam mit seinen Studierenden verschiedenste Projekte in die Wege geleitet. So kam es auch dazu, dass Andreas Steinbrecher, der an der FH Düsseldorf Kommunikationsdesign studiert, die Gestaltung der Fotoausstellung inklusive Plakatdesign übernahm.

Prof. Wilfried Korfmacher, berichtete von seinen positiven Erfahrungen, auch im Hinblick auf eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Universität Düsseldorf. Insbesondere die Plakat-Kampagne der Fachhochschule, „Wir sagen Ja zu Japan!“, die man derzeit im Stadtgebiet sehen kann, fand Erwähnung. Laut Herrn Korfmacher sei es das erste Mal, dass das gesamte Rheinland geschlossen auf einem Plakat stehe. Ein Beweis dafür, wie sehr die wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Beziehungen mit Japan die Gegend prägen. Wilfried Korfmacher sorgte mit einigen seiner Studierenden für eine lebendige Stimmung in der ULB: Sie hatten einen „Wunschbaum“ mitgebracht, an den die Besucher ihre persönlichen Glücksbotschaften für die Menschen in Japan knoten konnten. In kurzer Zeit waren alle Bambusstangen mit bunten Nachrichten in den verschiedensten Sprachen verziert.

Zum Rekordpreis: Shibuya-Kreuzung von David Pham

Die Bilder konnten auch im Rahmen eines studentischen Hilfsprojektes ersteigert werden, wofür eigens Postkarten zum Bieten bereitgestellt wurden. Der Erlös der Versteigerung wird komplett an das Projekt „Heart on Coin – Kizuna“ von Studierenden der Kwansai Universität in Kobe gespendet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Grundschulen in Nord-Japan zu unterstützen.

Die Ausstellung wurde am Wochenende in den Kunstverein „reinraum“ verlegt, anlässlich einer Lesung aus dem Buch „Gebrauchsanweisung für Japan“ von Andreas Neuenkirchen. Die Besucher steigerten nochmals fleißig für die Fotos und spendeten außerdem 86,53 für das Hilfsprojekt „Heart on Coin“.

Durch die Versteigerung der Fotos sind insgesamt stolze 579,35 Euro zusammen gekommen. Den höchsten Preis erzielte das Bild der Shibuya-Kreuzung von David Pham, für das 11 Personen boten und welches am Ende für 111,11 Euro versteigert wurde. 11 Bilder verblieben nach der Versteigerung, und diese werden nun für je 25 Euro zum Verkauf angeboten. Der Erlös geht natürlich an das Hilfsprojekt.

Der Campus im Zeichen der Japan-Woche; Foto: Larysa Harke-Demydenko

Weiterhin lud die Fachschaft des Instituts für Modernes Japan in der Woche zu diversen japanischen Köstlichkeiten ein. Ob Yakisoba (Japanische Nudeln), Anpan (ein süßes Brötchen gefüllt mit Bohnenmus) oder Edamame (gesalzenen Bohnen) – es gab genügend für die Studierenden zu entdecken. Die Abwechslung war den Meisten willkommen und sie ließen es sich unter den aufgehängten Koi-Fahnen schmecken.

Einen weiteren Programmpunkt bildete das von der Fachschaft organisierte Filmfest, bei dem sich eine Auswahl der besten japanischen Animationsfilmkunst einfand. Der auch außerhalb Japans bekannte Regisseur Hayao Miyazaki vom Studio Ghibli mit den Klassikern wie Mein Nachbar Totoro, Chihiros Reise ins Zauberland und Prinzessin Mononoke war eben so vertreten wie die Musiker des französischen Electro House Duos Daft Punk mit ihrem Film Interstella 5555. Eine bunte Mischung für alle Altersklassen lud kostenlos zum Filmvergnügen.

Als fulminanten Abschluss gab es eine von der Fachschaft organisierte Japan-Party.

Sandrina Pichowsky

Infobend: Unterstützungsprojekt für den Nordosten Japans

Nächste Woche Mittwoch, 13. April, informiert Prof. Shinji Nakagawa (Kwansei Gakuin Universität) über ein Hilfsprojekt für den Nordosten Japans, das an seiner Heimatuniversität angestoßen wurde. Treffpunkt ist um 18.30 Uhr im Hörsaal 3B. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Hier der Ankündigungstext mit näheren Informationen:

Ein verheerendes Erdbeben hat den Nordosten Japans erschüttert. Ein gewaltiger Tsunami überrollte ganze Küstenstädte und richtete massive Schäden an. Hunderttausende Menschen leben derzeit in Notunterkünften und es mangelt an Lebensnotwendigem. Studierende der Kwansei Gakuin Universität möchten Helfen und brauchen dazu IHRE Hilfe. Eine Kooperation zwischen Studierenden der Kwansei Gakuin Universität und Studierenden der Heinrich-Heine Universität könnte gemeinsam eine schnelle und effiziente Hilfe ermöglichen.

Seien Sie dabei und helfen Sie, für Japan ein Spendennetzwerk aufzubauen.

Neue Informationen zum Unglück in Japan

Wir als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Modernes Japan danken für die Anteilnahme, die uns in den vergagenen Tagen erreicht hat und immer noch erreicht.

Uns erreichen viele Anfragen, wie es unseren Studierenden ergangen ist und wieviele von Ihnen sich in Japan aufhalten oder aufgehalten haben. Wir sind sehr erleichtert darüber, dass wir Kontakt zu unseren Studierenden haben, es allen gut geht und die meisten mittlerweile nach Deutschland zurückkehren konnten. Unsere Gedanken sind nun bei den Menschen in Japan, wir hoffen und bangen mit ihnen, dass sich die Lage bald stabilisiert.

14 Studierende unseres Instituts befanden sich zur Zeit des Unglücks offiziell an einer unserer Partneruniversitäten. Sieben dieser Studierenden sind mittlerweile wieder in Deutschland eingetroffen, drei befinden sich auf Okinawa und die übrigen halten sich entweder in Osaka auf oder planen bereits ihre Heimreise. Wir wissen von 20 weiteren Studierenden, die nicht an einem unserer offiziellen Austauschprogramme teilnehmen, dass sie sich zur Zeit des Unglücks in Japan aufgehalten haben. Allen geht es gut, 17 Personen sind bereits in Deutschland bzw. sitzen noch im Flugzeug und die übrigen drei halten sich im Süden Japans auf. Elf weitere Studierende wollten eigentlich zum Sommersemester ihr Auslandsstudium in Japan aufnehmen.

Für alle Studierenden, die Ihren Auslandsaufenthalt wegen der Katastrophe abbrechen mussten oder Aufenthalt im April nicht antreten können, wird es zeitnah bei uns im Institut eine Infoveranstaltung geben. Dies wird allerdings erst möglich sein, wenn sich die Lage in Japan stabilisiert hat. Wir halten Sie hierüber auf dem Laufenden.

Zum Gedenken an die Opfer der Katastrophe und zum Sammeln von Spenden für Japan wird es in nächster Zeit in Düsseldorf folgende Veranstaltungen geben:

Samstag, 19. März, 17 Uhr:
ökumenischer Gottesdienst
in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz.

Samstag, 19. März, und Sonntag, 20. März, 13 bis 17 Uhr:
Gedenken im Eko-Haus
, Brüggener Weg 6, Kondolenzbuch liegt aus

Samstag, 26. März, 20 Uhr:
Benefizkonzert mit den Düsseldorfer Symphonikern und dem Dirigenten Yutaka Sado in der Tonhalle

Für alle, die für Japan spenden möchten, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen empfiehlt folgende Institutionen: [verlinken]
Deutsches Rotes Kreuz e.V.
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Deutscher Caritasverband e.V.
Diakonie Katastrophenhilfe
World Vision Deutschland e.V.

Auch die Deutsch-Japanischen Gesellschaften sammeln Spenden:
Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften e.V. ( VDJG )
Commerzbank Düsseldorf,  BLZ 300 400 00, Kto  808 828 801 Stichwort „Erdbebenkatastrophe Japan“

Gespendet werden kann auch direkt beim japanischen Generalkonsulat in Düsseldorf.

Eine weitere Möglichkeit zu spenden ist die NPO National Homeless Support Network (NPO 法人 ホームレス支援全国ネットワーク), für die in Deutschland die Organisation „Stiftunglife“ Spenden zusammenträgt.

Eine Gruppe von Leuten aus Berlin hat eine Website eingerichtet, um die Aufnahme von Menschen, die Japan verlassen möchten, zu koordinieren. Jeder, der ein Zimmer oder eine Wohnung anzubieten hat, kann sich dort melden, sowie jeder Japaner, der einen Aufenthaltsort sucht: http://love4japan.com/

Über weitere Informationen zu Benefizveranstaltungen in der Region und Spendenaktionen sind wir dankbar!
Wenn wir in irgendeiner Form Hilfe leisten können, sind wir dazu jederzeit bereit.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Modernes Japan

 

Kontakt:
Elisabeth Scherer
elisabeth.scherer@phil.uni-duesseldorf.de
0211/81-13251