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Studienaufenthalt in Japan 2013-2014 und Bewerbungen Bachelor Plus

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die Austauschprogramme mit japanischen Partneruniversitäten für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan vom September/Oktober 2013 bis August/September 2014 sind auch Bewerbungen für das vom DAAD mit einem Teilstipendium geförderte BA Plus Programm „Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung“ (fünf Studienplätze) möglich!

Geben Sie bei Ihrer Bewerbungen für einen Studienplatz in Japan Ihr Interesse am BA+ Programm mit an.

Der forschungsorientierte Bachelor Plus erweitert den bisherigen Bachelorstudiengang „Modernes Japan“ zu einem vierjährigen Studium mit integriertem einjährigen Auslandsaufenthalt. Während Ihres Japanaufenthaltes führen Sie ein eigenes kultur- bzw. sozialwissenschaftliches Feldforschungsprojekt durch und werden während des anrechenbaren Studiums an einer der Partneruniversitäten in eLearning-Veranstaltungen von Düsseldorf aus intensiv betreut. Wir begleiten Sie bei der Projektplanung, -durchführung und anschließenden Auswertung in Ihrer Abschlussarbeit.

Sie erhalten ein Teilstipendium des DAAD, das Reisekosten, einen Zuschuss zur Krankenversicherung und monatlich 500 Euro beinhaltet. Es ist mit anderen Stipendien oder Auslandsbafög kombinierbar, in dem Falle reduziert sich der Betrag allerdings.

Infos auch auf der Institutshomepage:

http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/modernes-japan/studium/bachelor-plus-japanforschung/

und bei Michiko Uike-Bormann: muike@phil.uni-duesseldorf.de

Infoveranstaltungen zum Japanaufenthalt

Auch dieses Semester informieren Kaori Fujita und Studierende, die bereits in Japan waren, wieder über die Möglichkeit des Auslandsstudiums an unseren Partnerunviersitäten und über alles, was man in diesem Zusammenhang wissen muss. Treffpunkt ist jeweils mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr im Raum 81.

Hier das Programm:

17.10. 

– Allgemeine Information über das Studium & Praktikum in Japan (Prof. Dr. Shimada, Fujita)
– DAAD-Stipendium (BA+Programm: Michiko Uike-Bormann, Birte Hauke, Melanie Kopf, Lisa Wäntig, Michael Herold; DAAD-Jahresstipendium: Jacqueline Spisa, Imke Schmidt)

24.10.

Japanaufenthalt für Master-Studierende
(Osaka-Universität: Ludgera Lewerig, Kanazawa-Universität: Timo Tehlen, Ferris-Universität: Lara Pecelin, Katharina Hülsmann)

14.11.

Partneruniversitäten I – private Universitäten
(Keio: Lisa Wäntig, Bunkyo: Christian Bieneck)

28.11.

Partneruniversitäten II – staatliche Universitäten
(Osaka:N.N., Ryukyu: Birte Hauke, Sandy Mischak, Jasmin Hutzheimer, Franz Schmatz, Melanie Kopf, Chiba: Rebecca Hemer, Michael Herold)

12.12.

Auslandsstudium auf eigene Kosten & Auslands-BAföG
(Auslands-BAföG: Sebastian Steinfelder, Keio-Universität: Tabea Weidinger, Doshisha-Universität: Sarah Schnee, Kobe Fremdsprachenuniversität: Robert Kägler)

09.01.

Sonstige Programme/Sprachkurse in Japan (Charlotte Schneider, Alexander Schander)

23.01.

Working Holiday & Praktikum (Sara Schmitz, Dominik Puszicha)

 

Auf Jobsuche in Japan

Was machen Studierende, wenn sie in Japan sind?

Sie lernen nicht nur Japanisch, ihre Universität und Stadt kennen, sondern forschen auch schon sehr konkret. Der neu eingerichteten Bachelor-Plus-Studiengang (Vorstellung am 19. Oktober im Rahmen der Informationsveranstaltung Japanaufenthalt) fördert Studierende, die während ihres Auslandsaufenthalts an einem eigenen Forschungsprojekt arbeiten, mit einem DAAD-Stipendium. Die Forschungsprojekte, die wir bisher kurz vorgestellt haben, untersuchen dabei Themen von Fast Food, dem Lehrerideal, japanischen Frauenzeitschriften bis hin zu sozialen Netzwerken.

Heute berichtet unsere Studentin Lisa Wäntig, zur Zeit an der Keiô-Universität in Tokio, von ihrem Forschungsprojekt »Die Zukunftsplanung japanischer Studierender im Prozess des shûshoku katsudô«. Dabei wird sie untersuchen, wie japanische Studierende ihre Suche nach dem Arbeitsplatz organisieren und welche Rolle NGOs wie SUPLI dabei spielen.

(1) BA+            Frau Wäntig, was war Ihr erster Berufswunsch?

Ich hatte in der Schule lange den Wunsch, Journalist zu werden. Das lag wahrscheinlich zum einen an der romantischen Vorstellung, dass der Beruf wahnsinnig aufregend sei und ich viel reisen und interessante Menschen kennenlernen würde. Zum Anderen macht mir sowohl das Schreiben als auch das Sammeln von Informationen Spaß. Neben der Schülerzeitung arbeitete ich etwa seit der neunten Klasse bei unserer Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung.

(2) BA+             Wie haben sich Ihre Berufsvorstellungen verändert?

Dass sich mein Berufswunsch geändert hat, liegt wohl an den Erfahrungen, die ich bei verschiedenen Praktika und Nebenjobs gesammelt habe. Im Endeffekt kann man vorher nie planen, wo man in 10 oder 20 Jahren arbeiten wird. Die Lektion, die ich bisher gelernt habe, ist, dass ich meinen Beruf nicht nach Bezahlung oder Prestige aussuchen sollte. Wichtig ist, dass mir meine Arbeit Freude bereitet und ich mit dem Ergebnis am Ende des Tages zufrieden bin.

(3) BA+            Auch in Ihrem Forschungsprojekt geht es um Vorstellungen und Wünsche beim Wechsel von Studium- zur Arbeitswelt. Wie sind Sie auf das Thema gestoßen?

Das ist ganz einfach. Viele meiner Freunde an der Uni stehen im Moment an diesem Entscheidungspunkt: Was mache ich in Zukunft? Als was kann ich arbeiten? Als was will ich arbeiten? In letzter Zeit habe ich daher öfter mit Freunden sowohl in Japan als auch in Deutschland über die Arbeitssuche gesprochen und darüber, wie schön oder wie schwierig sie sich ihre Zukunft vorstellen. Da ich selbst nach dem Bachelorabschluss auch gern in Japan arbeiten möchte, hat der Unterschied im Beschäftigungssystem beider Länder mein Interesse geweckt.

(4) BA+            Welche Unterschiede gab es denn in den Gesprächen mit Japan und Deutschland?

Die Unterschiede waren sehr subtil, hingen aber größtenteils mit der unterschiedlichen Art der Arbeitssuche beider Länder zusammen. Bei meinen japanischen Freunden findet die Arbeitssuche, das shûshokukatsudô, schon sehr organisiert an der Universität statt. Sie gehen zu Informationsveranstaltungen und sagen direkt, „Ich bin gerade mitten in der Arbeitssuche!“, und jeder versteht sofort, dass damit nicht nur das reine Bewerbungen-Schreiben gemeint ist. Teilweise gibt es auch NGOs, die sich auf shûshokukatsudô spezialisiert haben.
Interessant finde ich auch, dass dabei dem Anschein nach das Studienfach nicht so wichtig zu sein scheint. Ein Wirtschaftsabsolvent kann genau so in einen jurabezogenen Beruf landen wie ein Soziologieabsolvent in der Wirtschaft. Womit das genau zusammenhängt, wie sich das auf Berufsberatung und die konkrete Arbeitssuche auswirkt, möchte ich noch genauer erforschen.

BA+            Und wo sehen Sie Bereiche für Ihr shûshokukatsudô nach dem Studium?

Ich hege schon seit langem den Wunsch, nach meinem Abschluss in Japan zu arbeiten. Anfang diesen Jahres durfte ich Erfahrungen im Bereich Tourismus sammeln, das wäre ein denkbarer Weg, der mir Spaß machen würde. Aber bis zu meinem Abschluss dauert schließlich es noch ein Bisschen. In der Zwischenzeit möchte ich so viele Eindrücke und Chancen mitnehmen, und vielleicht von meinen Interviewpartnern sowie alten und neuen Bekanntschaften in Japan und Deutschland lernen, um letztendlich den passenden Lebensweg für mich zu finden.

 

In ihrem Forschungsprojekt untersucht Lisa Wäntig besonders die Rolle von nicht-kommerziellen Organisationen, die Studierende bei der Arbeitssuche unterstützen. Ein Thema wird dabei die NGO SUPLI sein. Wir sind gespannt auf Nachrichten aus der Welt des „job hunting“ und wünschen Lisa Wäntig gute Jagd.