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Radiobeitrag: Annette Schad-Seifert über Elternzeit in Japan

Illustration: irasutoya

Illustration: irasutoya

Als erster Politiker in Japan hat der Umweltminister Koizumi Shinjirô angekündigt, in Kürze zwei Wochen Elternzeit nehmen zu wollen – was im Lande zu einiger Aufregung und viel Medienberichterstattung geführt hat. Aus diesem Anlass hat Prof. Annette Schad-Seifert mit dem Deutschlandfunk über das Thema Elternzeit in Japan gesprochen. So ist ein sehr spannender Beitrag entstanden (gesendet am 17.1.2020), der hier zu finden ist (zweiter Beitrag der Sendung, ca. 7:45–13:15).

Neuerscheinung aus unserem Institut: Japan in der Krise

Japan in der KriseAn unserem Institut ist soeben ein neues Buch erschienen: „Japan in der Krise – Soziale Herausforderungen und Bewältigungsstrategien“, herausgegeben von Annette Schad-Seifert und Nora Kottmann. In dem Band sind aus unserem Institut neben Beiträgen der Herausgeberinnen auch Aufsätze von Stephanie Osawa und Ludgera Lewerich vertreten.

Das Buch kann im Uni-Netz auch online über Springer Link gelesen und heruntergeladen werden.

Über das Buch „Japan in der Krise“:

Die Auswirkungen der gegenwärtigen Krise in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie Regierungspolitik, Arbeitsmarkt, Wohlfahrt, Familien- und Beziehungsstrukturen sind Thema des vorliegenden Sammelbandes der Herausgeberinnen Annette Schad-Seifert und Nora Kottmann. Die sozialwissenschaftlichen Studien informieren umfassend zu gesellschaftspolitischen Debatten und bieten empirische Analysen zu Reproduktion, (Liebes-)Beziehungen und Pflege, Work-Life-Balance, Migration, Jugendkriminalität sowie Ernährung und Nachhaltigkeit. Zusammenfassend wird so die Vielschichtigkeit der Krise(nphänomene) aufgezeigt und weiterer Handlungsbedarf in aller Dringlichkeit offengelegt. Darüber hinaus wird aber auch auf die Chancen zivilgesellschaftlicher Bewältigungsstrategien verwiesen.

Glückwunsch an Julia Hillmann!

Promotion Julia

Wir gratulieren ganz herzlich Julia Hillmann, die heute erfolgreich bei uns Ihre Promotion mit der Disputation abgeschlossen hat. Ihre Arbeit über das Konzept der Work-Life-Balance in Japan wurde von Prof. Michiko Mae betreut und Zweitgutachterin war Prof. Annette Schad-Seifert.

Ankündigung: 19. Duisburger Ostasientag

Am 11. Dezember 2015 veranstaltet das Institut für Ostasienwissenschaften (IN-East) seinen 19. Duisburger Ostasientag, der ganz im Zeichen des demographischen Wandels stehen wird. Expert/innen von nationalen und internationalen Universitäten (u.a. auch von unserem Institut) diskutieren das Thema  „Alterung – Japan als Vorreiter“.

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Glückwunsch an Nora Kottmann!

Promotion Nora

Etwas verspätet gratulieren wir unserer Mitarbeiterin Nora Kottmann zum erfolgreichen Abschluss Ihrer Promotion! Am Dienstag, 7. Juli, hat sie in der Disputation die Ergebnisse ihrer Dissertation vorgestellt: „Die Bedeutung der Heirat in Zeiten rückläufiger Eheschließungen – eine qualitative Studie zu Heiratsentscheidungen junger Menschen in Japan“. Herzlichen Glückwunsch!

Auch für Prof. Annette Schad-Seifert war es ein besonderer Tag: Nora Kottmann ist die erste Doktorandin, die unter ihrer Betreuung die Promotion abgeschlossen hat.

 

Vortrag über den „Luxus Ehemann“ beim Tag der Universität

Heiraten als Luxus; Foto: Flickr cc, yuichi.sakuraba

Der „Tag der Universität“ am Sonntag, dem 3. Juli 2011, bietet allen Interessierten die Gelegenheit, Wissenschaft zu erleben und sich über die Heinrich-Heine-Universität zu informieren. Auch unser Institut ist mit einem sehr interessanten Beitrag vertreten: Prof. Dr. Annette Schad-Seifert spricht um 13 Uhr im Hörsaal 3E zum Thema „Ehemann als Luxusgut – Japans Trend zur späten Heirat“.

Schon seit längerem ist in Japan der Trend beobachtbar, dass das traditionelle Modell der Familie mit lebenslanger Bindung an einen festen Partner an Attraktivität verloren hat. Der damit verbundene Strukturwandel familiärer Beziehungen, der Anstieg an Singles und deren verlängerter Verbleib im elterlichen Haushalt, Aufschub der Heirat und „späte Elternschaft“ oder gänzlicher Verzicht auf Kinder gelten als die hauptsächlichen Verursacher des demografischen Wandels und der damit verbundenen sozialen und ökonomischen Probleme. In den letzten Jahren ist das veränderte Heiratsverhalten vor allem der jungen Frauen in den Fokus der soziologischen Demografiedebatten gerückt. Obwohl bei näherer Betrachtung klar wird, dass Männer ebenso aus freier Wahl heraus unverheiratet bleiben, ist auffällig, dass in den frühen Debatten überwiegend die veränderten weiblichen Einstellungen und Wertemuster thematisiert werden. Erst seit einigen Jahren wird erkannt, dass das traditionelle Modell des männlichen Hauptverdieners eines der hauptsächlichen Problemfelder für die Zukunftsplanung junger Erwachsener in Japan darstellt. Der Vortrag beleuchtet neuere gesellschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Analysen zu dem Problemfeld.

Auch sonst lohnt sich ein Besuch des Tages der Universität: Von 11:00 bis 17:00 Uhr öffnet die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ihre Türen und lädt Bürgerinnen und Bürgern ein, die Universität kennen zu lernen. In Vorträgen, Mitmachaktionen, bei Präsentationen und an Ausstellungsständen informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Studierende der Universität, über ihre Forschungs- und Arbeitsfelder.