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Nippon Performance Nights 2018

Nippon Performance Night 2018Bei der „Nippon Performance Night“ präsentiert das Forum Freies Theater Düsseldorf auch dieses Jahr wieder ausgewählte Produktionen aus Japan und von in Europa und Deutschland lebenden Japaner/innen. Mit dabei ist dieses Jahr auch wieder unser Mitarbeiter Bastian Nonnenberg, der bei der Performance „Tag H“ von miu mitwirkt. Die einzelnen Programmpunkte im Überblick:

29.9.2018 Konzert „100 Keyboards“ von ASUNA
20 Uhr, Berger Kirche, Wallstraße 17

Wo 100 Keyboards draufsteht, sind tatsächlich auch 100 Keyboards drin. Keyboards, Keyboards, Keyboards, ein großer Kreis von Keyboards. Keyboards in unterschiedlichen Größen und Farben. Die 100 Keyboards lassen multiple Schallwellen derselben Frequenz durch den Raum schwingen. Die Töne der Keyboards überlagern sich zu einem komplexen musikalischen Moiré-Muster. In der performativen Installation der 100 Keyboards des japanischen Tonkünstlers ASUNA werden subtile Variationen von Überlagerungen und Resonanzen erlebbar. Dieser Text enthält 12 Keyboards, alle 100 Keyboards gibt es im exzellenten visuellen und akustischen Raum der Berger Kirche in der Altstadt zu sehen und zu hören.

10., 12. und 13.10.2018 Performance „Tag H“ von miu
20 Uhr, Werft 77, Reisholzer Werftstraße 75

Am 3. September 1967 war in Schweden der „Tag H“. Das H steht für „högertrafikomläggningen“, die Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr. Während alle Verkehrszeichen umgestellt wurden, lag der gesamte Verkehr für mehrere Stunden lahm. Die Umstellung der erlernten Gewohnheiten der Verkehrsteilnehmer*innen dürfte um einiges länger gedauert haben. Der Konzeptkünstler miu nimmt den „Tag H“ zum Ausgangspunkt für eine poetische Performance über Gewohnheit und Anpassung: Ein Linkshänder, der sein Leben lang auf rechts korrigiert wird, wünscht sich nichts mehr, als dass die Welt sich spiegelt. Er entwickelt die Maschine „H“, einen Wahrnehmungs-Transformer, dessen Testlauf zur Katastrophe wird.
Konzept, Text, Ton und Regie: miu. Performer: Soya Arakawa, Pia Tomoko Meid, Bastian Nonnenberg, Kenji Shinohe, Daniel Werner.

16. + 17.11.2018 Theaterstück „Five Days in March“ von Okada Toshiki/chelfitsch
20 Uhr, FFT Juta, Kasernenstraße 6

Am Vorabend des Einmarsches britischer und amerikanischer Truppen in den Irak am 21. März 2003 entscheidet Japan, sich an der Invasion zu beteiligen. Es ist der erste, hochumstrittene militärische Einsatz des Landes seit 1945. Vor dem Hintergrund einer Friedensdemonstration historischen Ausmaßes erzählen die jungen Erwachsenen in „Five Days in March“ persönliche Alltagsgeschichten aus Tokio. Der japanische Theatermacher Toshiki Okada erarbeitet eine Neufassung seiner eigenen Inszenierung, die ihm vor 12 Jahren zum internationalen Durchbruch verhalf. Seine choreografisch-minimalistische Theatersprache hebt den logischen Bezug zwischen Sprache und Bewegung auf und gleicht einem Drahtseilakt zwischen Natürlich- und Künstlichkeit. Die Jugend von heute erscheint orientierungslos, ihre Beteiligung an der Demonstration steht im Gegensatz zu ihren persönlichen Bedürfnissen. (Text übernommen von Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt)