Kritischer Blick auf Fukushima-Mediendiskurse

Die dreifache Katastrophe vom März 2011 in Nordjapan hinterließ auch in den globalen Medien ihre Spuren. Auch deutsche Fernsehsender, Zeitungen und auch Internet-Medien berichteten wochenlang fast ausschließlich über die Folgen des Erdbebens und des Tsunamis, konzentrierten sich aber vor allem auf die Havarie der Kernkraftwerke von Fukushima. Wie diese Mediendiskurse strukturiert waren, war Thema des studentischen Symposiums „Medienberichterstattung zur Katastrophe in Japan“.
Die Studierenden eines Seminars von Prof. Dr. Dr. hc Mae und PD Dr. Tagsold hatten das Symposium selbst organisiert und beworben und so konnten auch Gäste begrüßt werden.

Die Veranstaltung war in drei Themenblöcken unterteilt. Zunächst wurden verschiedene Aspekte der Berichte über die atomaren Katastrophe unter die Lupe genommen – so zum Beispiel die Kontroverse über die sogenannten „Wegwerfarbeiter“ in Fukushima oder die „Fukushima 50“. Der zweite Themenblock wandte sich verschiedenen deutschen Sichtweisen auf die Katastrophe zu. Die Rolle der Japanologen im Mediendiskurs war hier ebenso relevant wie die Frage, wie Deutsche in Japan durch Zeitungen befragt wurden. Abschließend wurde die Sichtweise deutscher Mediendiskurse auf die japanische Zivilgesellschaft analysiert. Insgesamt warfen die Beiträge des Symposiums einen sehr kritischen Blick auf die Mediendiskurse. Immer wieder wurde deutlich, wie kulturalistisch die Berichterstattung argumentiert.

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