Vortrag über den „Luxus Ehemann“ beim Tag der Universität

Heiraten als Luxus; Foto: Flickr cc, yuichi.sakuraba

Der „Tag der Universität“ am Sonntag, dem 3. Juli 2011, bietet allen Interessierten die Gelegenheit, Wissenschaft zu erleben und sich über die Heinrich-Heine-Universität zu informieren. Auch unser Institut ist mit einem sehr interessanten Beitrag vertreten: Prof. Dr. Annette Schad-Seifert spricht um 13 Uhr im Hörsaal 3E zum Thema „Ehemann als Luxusgut – Japans Trend zur späten Heirat“.

Schon seit längerem ist in Japan der Trend beobachtbar, dass das traditionelle Modell der Familie mit lebenslanger Bindung an einen festen Partner an Attraktivität verloren hat. Der damit verbundene Strukturwandel familiärer Beziehungen, der Anstieg an Singles und deren verlängerter Verbleib im elterlichen Haushalt, Aufschub der Heirat und „späte Elternschaft“ oder gänzlicher Verzicht auf Kinder gelten als die hauptsächlichen Verursacher des demografischen Wandels und der damit verbundenen sozialen und ökonomischen Probleme. In den letzten Jahren ist das veränderte Heiratsverhalten vor allem der jungen Frauen in den Fokus der soziologischen Demografiedebatten gerückt. Obwohl bei näherer Betrachtung klar wird, dass Männer ebenso aus freier Wahl heraus unverheiratet bleiben, ist auffällig, dass in den frühen Debatten überwiegend die veränderten weiblichen Einstellungen und Wertemuster thematisiert werden. Erst seit einigen Jahren wird erkannt, dass das traditionelle Modell des männlichen Hauptverdieners eines der hauptsächlichen Problemfelder für die Zukunftsplanung junger Erwachsener in Japan darstellt. Der Vortrag beleuchtet neuere gesellschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Analysen zu dem Problemfeld.

Auch sonst lohnt sich ein Besuch des Tages der Universität: Von 11:00 bis 17:00 Uhr öffnet die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ihre Türen und lädt Bürgerinnen und Bürgern ein, die Universität kennen zu lernen. In Vorträgen, Mitmachaktionen, bei Präsentationen und an Ausstellungsständen informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch Studierende der Universität, über ihre Forschungs- und Arbeitsfelder.

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