Infos zur Ausreise aus Japan

Das akademische Auslandsamt der Uni Heidelberg sammelt aktuelle Informationen zur Ausreise aus Japan, die Studierenden, die sich noch dort befinden, nützlich sein können. Falls Sie noch weitere aktuelle Informationen haben, melden Sie sich bei uns. Hier die Informationen, die sich aus Zuschriften von Studierenden gestern und heute ergeben haben (anonymisiert):

„sollten Ausreisende in Korea stranden, ist natürlich die Botschaft zuständig.“ (gemeint die Botschaft in Korea)

„Aus eigener Erfahrung: Sollte jemand eine Fahrt zum Narita-Flughafen in Betracht ziehen, so gibt es die Moeglichkeit den Narita-Shuttle-Bus zu nutzen. Dies wurde mir ebenso von der Deutschen Botschaft in Tokyo empfohlen.
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http://www.narita-airport.jp/en/access/bus/index.html
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Da die Zuege nun aufgrund der zeitweisen Stromunterbrechung unregelmaessig fahren, sollte man sich vorher informieren, wann diese verfuegbar sind. Die Shuttlebusse fahren fruehestens gegen 6Uhr am Morgen. Die Strassen waren z.B. am Dienstag 15.03. morgens frei und man kam vom Yokohama-Bahnhof ohne Probleme zum Flughafen (Preis pro Person: ca. 3000 Yen / Dauer: ca. 1h30min).“

„Ich kann bestätigen, dass die Anreise nach Narita mit dem Bus (Airport Limousine Bus) derzeit am besten zu gehen scheint. Bei mir gab es keine Verspätungen, jedoch sollte man diese großzügig einkalkulieren. Der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt, man sollte also rechtzeitig da sein um einen Platz zum gewünschten Abfahrtszeitpunkt zu erhalten. Mein Flug war überbucht, wir sind jedoch mit freien Plätzen gestartet, da es nicht alle rechtzeitig zum Flughafen geschafft haben.

Ich empfehle die Übernachtung in einem der Hotels am Flughafen, die ein eigenes Shuttle-Service haben und vorzugsweise Internet, sodass man das Rückflugticket soweit möglich bereits online kauft. Die Schlangen bei den Ticketverkaufschaltern sind sehr lang, aber zivilisiert und gut geregelt.

Am 15. März war am gesamten Flughafen Narita der WiFi Internetservice kostenlos. Anrufe über Telefone ins Ausland waren ebenfalls kostenlos, auch wenn dies nirgendwo angemerkt war. Mit 100 Yen konnte ich jedoch minutenlang telefonieren und erhielt das Geld wieder zurück. Ich habe die 001 010 Vorwahl verwendet.“

„wir sind am Flughafen Kansai bei Ôsaka und werden heute noch den Rückflug antreten.

Falls noch jemand versucht direkt am Flughafen ein Ticket zu bekommen, so können wir nur davon abraten. Uns wurden Tickets zwischen 3000 und 5000 Euro angeboten, was natürlich (fast) unbezahlbar ist.

Die KommilitonenInnen sollten es lieber über die bekannten Online-Flugservice-

Gesellschafter (bsp. www.opodo.de
<http://www.opodo.de> oder www.fluege.de <http://www.fluege.de>) probieren. 

Was wir beim Buchen unseres Fluges zusätzlichg bemerkt haben, ist die Tatsache, dass man nicht direkt einen Ort in Deutschland als Zielflughafen angeben sollte sondern es besser ist, auf einen Airport in den umliegenden europäischen Ländern auszuweichen. Die Verbindungen innerhalb der Europäischen Union sind recht kostengünstig.

Als Bespiel kann unser Flug dienen: Vom Kansai Airport über Hongkong nach London (Flug 1) und weiter von Heathrow nach Berlin (Flug 2).“

Hierzu kam noch:

„Die Information über die Preise am Flughafen kann ich bestätigen.
Vermutlich ist es besser online zu buchen. Ich habe gute Erfahrungen mit expedia.co.jp gemacht. Meines Wissens werden online aber keine Tickets für die nächsten 24 Stunden gehandelt. In diesem Fall bleibt nur der Flughafen oder Anfragen direkt bei einzelnen Fluglinien.“

Stand: 16.03.2011

„es war gut moeglich noch Flugtickets zu kaufen ueber die Website www.kayak.com (ung. 1200 Euro fuer Hin- und Rueckflug Deutschland/Japan). Ein grosses Problem allerdings stellten die Zugverbindungen zum Flughafen Narita dar. Wegen der Stromausfaelle war der Zugverkehr extrem unzuverlaessig (die Linien werden ueber ganze Stunden entweder vollends eingestellt, oder die Zuege halten extrem lange an den einzelnen Bahnhoefen), und ich wuerde allen Leuten empfehlen, entweder schon einen Tag vorher zum Flughafen zu fahren und dort zu uebernachten oder anderweitig (Bus oder Taxi) dort hinzukommen. Sonst koennte die Gefahr hoch sein, den Flug zu verpassen.“

Noch ein weiterer nützlicher Hinweis, der mich heute erreichte:

http://acimacorporation.com/index.html

Hier können Ausländer über Skype kostenlos anrufen und Auskunft/ Dolmetschservice bekommen.“

2 Gedanken zu „Infos zur Ausreise aus Japan

  1. Elisabeth Scherer Artikelautor

    Auch heute gibt es wieder neue Informationen zur Ausreise:

    Stand: 18.03.2011

    Erfahrungsberichte:

    Person, deutsche Austauschstudentin in Japan, momentan in Malaysia:

    „Ursprünglich wollte ich nochmal zurück nach Japan und von dort ging auch mein Heimflug, aber jetzt werde ich am 28.03. die Reise nach Deutschland von Singapur aus antreten. Meine Sachen lasse ich mir schicken.

    Falls es von Belang für eure Erfahrungsberichtsammlung ist:

    Aufgrund der Situation verzichtet die Fluggesellschaft (Emirates) auf Umbunchungsgebühren oder Stornokosten, man muss nur die Preisdifferenz des Flugpreises zahlen. Die Umbuchung ist nur telefonisch möglich und nicht via Internet. Die Rückmeldung erfolgt leider ziemlich langsam, da sie wohl momentan sehr beschäftigt mit vielen Umbuchungen sind.“

    „Ich hatte keinerlei Probleme mit den Zugverbindungen nach Narita. Ich bin vom Keisei- Ueno Bahnhof mit dem Skyliner gefahren (kostet 2,400Yen und man hat nen festen Sitzplatz). Es gab keinen Andrang und waren noch viele Plätze frei.

    Am Flughafen hat die Japan Airlines kostenlos und ohne Probleme meinen Rückflug geändert, so dass ich gleich den nächsten Flieger nehmen konnte. Im Flieger selbst gab es sogar noch vereinzelt freie Plätze.

    Vielleicht ermutigt, das ja andere bei der Heimreise.“

    Zu Reisen Richtung Osaka:

    „Falls noch jemand in Tokyo sein sollte, so möchte ich noch folgende Information geben. Die Züge nach Kansai (Shinkansen) von Tokyo fahren nach wie vor regelmäßig und sie sind nicht überfüllt. Ich empfehle ganz in Ruhe und ohne Hektik zum Bahnhof Tokyo zu fahren, sich dort ein Ticket zu kaufen und dann in den Zug einzusteigen. Dieser Infostand ist von gestern Abend, Tokyo-Zeit.“

    Nützliches:

    „die Deutsche Telekom erlässt Gebühren für Gespräche nach Japan:
    http://mobil.abendblatt.de/wirtschaft/article1821662/Telekom-spendet-Gespraechsminuten-nach-Japan.html“

    Hierzu kam noch:

    „nachdem ich gestern in der Presse gesehen habe, dass die Telekom Kosten für Kontakte mit Japan erlässt, habe ich noch einmal genauer nachgeforscht. Es gilt:

    * Kostenfreies telefonieren, mailen und SMS/MMSen ist nur für Privatkunden möglich (aus dem Festnetz/vom Handy)
    * Die Kosten zwischen 10. März und 9. April werden zunächst in Rechnung gestellt und auf Antrag erstattet (Details dazu stehen dann auf Ihrer Rechnung)

    Mehr dazu: http://www.teltarif.de/telekom-japan-gespraeche-kostenlos/news/42055.html

    Auf der Website der Telekom habe ich noch nichts dazu gefunden.“

  2. Elisabeth Scherer Artikelautor

    Und noch einmal ein Update:

    Stand: 21.03.2011:

    Erfahrungsberichte:

    „Ich war bei Freunden in Matsuyama und bin dann vom Flughafen in Hiroshima nach Shanghai und von dort nach Frankfurt geflogen.
    Flüge von Hiroshima gab es noch viele und die Anreise mit dem Auto war auch unproblematisch.
    Überhaupt war die Situation im Süden Japans sehr ruhig.“

    „habe bei meiner Fahrt am 15. März mit dem Shinkansen von Tokyo Richtung Osaka andere Erfahrungen gemacht, als die Person, die Folgendes geschrieben hat:

    > Zu Reisen Richtung Osaka:

    >

    > „Falls noch jemand in Tokyo sein sollte, so möchte ich noch folgende

    > Information geben. Die Züge nach Kansai (Shinkansen) von Tokyo fahren

    > nach wie vor regelmäßig und sie sind nicht überfüllt. Ich empfehle

    > ganz in Ruhe und ohne Hektik zum Bahnhof Tokyo zu fahren, sich dort

    > ein Ticket zu kaufen und dann in den Zug einzusteigen. Dieser

    > Infostand ist von gestern Abend, Tokyo-Zeit.“

    Meine Tips sind:

    – Da die Schlange vor dem Shinkansen-Fahrkahrten-Schalter im Tokyo-Bahnhof in der Regel sehr lang ist, sollte man seine Fahrkarte falls möglich in einem anderen Bahnhof kaufen.

    – Für Studenten gibt es 20% Rabatt auf den Basispreis, den man aber nur erhält, wenn man ein Formular namens gakuwarishou (kurz für

    学生割引証明書), das man bei seiner Austauschuni bekommt, vorlegt.

    – Ohne Sitzplatzreservierung sollte man mindestens zehn Minuten vor Abfahrt einsteigen um einen Sitzplatz zu bekommen, in meinem Waggon standen die Leute die später kamen zweireihig im Gang.“

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