Workshop in Düsseldorf: Familie, Jugend, Alter – Call for Papers

Call for Papers zum interdisziplinären Workshop „Familie, Jugend, Alter. Tendenzen und Perspektiven in Japan und Deutschland im Zeitalter der Globalisierung“, eine Kooperation des Instituts für Modernes Japan mit dem Institut für Medien- und Kulturwissenschaften am 01.07.11.-02.07.11.

Japan und Deutschland sind als hochentwickelte Industrienationen mit ähnlichen gesellschaftlichen Veränderungen und Umwälzungen konfrontiert, die sich auf alle Lebensbereiche und -lagen erstrecken. An erster Stelle ist hierbei der für alle postindustriellen Gesellschaften typische demographische Wandel mit seinen ökonomischen, kulturellen und sozialen Folgen zu nennen; nicht zuletzt die sich verändernden Zuschreibungen und Praxen der Lebensformen von Familien, Jugend und Alter.

Für uns ist das der Anlass, diese Veränderungen am Beispiel der beiden Länder Japan und Deutschland interdisziplinär und vergleichend zu betrachten. Das betrifft unter anderem Fragen der (biologischen) Reproduktion, der Entgrenzungen von Familie und Jugend(lichkeit), des problematisch werdenden Alterns sowie insgesamt der Zukunftsfähigkeit dieser beiden Gesellschaften. Der Workshop möchte diese Fragen sowohl auf der konkreten lebensweltlichen als auch auf der konzeptionellen, theoretischen Ebene verfolgen.

Es fällt auf, dass der gesellschaftliche Wandel fundamental in die institutionalisierte Geschlechterordnung eingreift, weshalb es lohnend erscheint, sich wandelnde Gender- Identitäten für die Wahrnehmung und Strukturierung von Familie, Jugend, Alter zu untersuchen. Insbesondere in Hinblick auf diese immer noch als naturalisiert wahrgenommenen „Lebensformen“ ist eine Auseinandersetzung mit den beiden Ländern Deutschland und Japan sinnvoll, da eine vergleichende Perspektive eine Kontextualisierung derselben ermöglicht.

Im Workshop sollen daher möglichst vielfältige Perspektiven auf die besagten Bereiche vorgestellt und diskutiert werden. Die Beiträge sollen 20 Minuten nicht überschreiten, damit Zeit für rege inhaltliche Diskussionen bleibt. Möglich sind sowohl länderspezifische Beiträge als auch Beiträge mit komparativen, transnationalen Perspektiven, die Europa oder Asien einschließen. Der Workshop möchte eine intensive Auseinandersetzung über anderthalb Tage hinweg leisten, deshalb ist eine Teilnahme für den gesamten Zeitraum verpflichtend.

Die Teilnehmerzahl ist auf ca. 20-25 Personen beschränkt. InteressentInnen aus beiden Instituten können sich bis zum 28. Februar 2011 mit einem Abstract (eine DinA4 Seite) bewerben. Auch Studierende sind herzlich eingeladen, aktiv an diesem Workshop teilzunehmen. Bitte reichen Sie eine kurze Skizze ihres Themas ein!

Bewerbungen bitte an:

Dr. Hans Malmede / Katrin Ullmann

Institut für Medien- und Kulturwissenschaft (23.02.02.65)

Nora Kottmann / Stephanie Osawa

Institut für Modernes Japan (23.03.02.31)

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