Der Besuch von Yamada Kinuo

Letzte Woche Dienstag, dem 7.12.10 hatte das Institut für modernes Japan überraschend Besuch der japanischen Schauspielerin Yamada Kinuo.

Yamada-San mit Übersetzerin Mai Umezaki

Yamada-San mit Übersetzerin Mai Umezaki

Leider stellte sich die Chance, die Schauspielerin ins Institut einladen zu können, sehr kurzfristig ein.  So dass eine Bekanntmachung erst einen Tag vorher stattfinden konnte.

Den leichten Startschwierigkeiten zum Trotz kamen zahlreichen Besucher zum kurzzeitig auf die Beine gestellten Workshop. Nach einer eingehenden Vorstellung von Yamada-San wurden ihr von Seiten der Teilnehmer verschiedene Fragen zu ihrem Leben als Schauspielerin gestellt. Im Laufe der Veranstaltung erhielt man so einen kleinen, aber durchaus interessanten Einblick in die Welt des Japanischen Film- und Fernsehalltags. Darüber, dass Fernsehserien in Japan gewöhnlich unter großem Zeitdruck entstehen und es sogar vorkommen kann, dass eine Folge, die am Abend im Fernsehen ausgestrahlt wird erst am Morgen des selben Tages fertiggestellt und eingereicht wird. Dafür gibt es in diesen oft aufwendigen Produktionen mehrere Kameras und jede Szene muss nur einmal gedreht werden, der Rest wird in der Postproduktion zurecht geschnitten.  In den Filmen, in denen Yamada-San mitgespielt hat, war es oft der Fall, dass lediglich eine Kamera zur Verfügung stand und Szenen mehrmals gedreht werden mussten, um für den Schnitt verschiedene Perspektiven zu haben.

Yamada-San erzählte, dass sie persönlich an beiden, Film- sowie Fernsehproduktionen, gerne Teil hat, dem Film jedoch einen leichten Vorzug gibt, da das Verhältnis zwischen dem Team und den Schauspielern viel familiärer ist. Allerdings sei auch nicht zu Verachten, dass man von den Leuten vom Fernsehen umfassend umsorgt wird und einem fast alle Wünsche von den Augen abgelesen werden.

Obwohl Yamada-San ausschließlich Japanisch spricht waren die beiden Übersetzer beinahe überflüssig, da sie es dank ihrer Schauspielkünste und ganzem Körpereinsatz schaffte das, was sie sagen wollte, sehr unterhaltsam mit Händen und Füßen zu vermitteln.

Ein kurzer Eindruck darüber, wie gut die Veranstaltung besucht war.

Alles in Allem war der Workshop nicht nur für Filmliebhaber eine Bereicherung, auch Leute, die sich nicht ausgiebig mit der cineastischen Welt auseinandersetzen, konnten sicher eine Menge interessante Eindrücke mit nach Hause nehmen.

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