Nachbericht zur Abschlusstagung „Okinawa als das ‚andere Japan‘?“

Am 27. und 28.7.2009 fand zum Ende des Sommersemesters die Abschlusstagung des Aufbauseminars „Okinawa als das ‚andere Japan‘?“ von Dr. Ina Hein statt. Die Studierenden des Seminars präsentierten in fünf Panels die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten der Selbst- und Fremd-Konstruktion okinawanischer Andersartigkeit.

Lars Rotter, (C) OK Abschlusstagung

Lars Rotter, (C) OK Abschlusstagung

Im ersten Panel mit dem Titel „Eine Tradition des Protests? Über oppositionelle Widerstandsbewegungen in der Geschichte Okinawas“ ging es um den historischen Hintergrund für die heutigen Beziehungen zwischen Japan und Okinawa in den Vorträgen von Philipp Fuchs, Lars Rotter, Mark Schüpstuhl Noret Mau, Geneviève Bart-Plange und Markus Gartzke.
Das zweite Panel stand unter dem Titel „Okinawa als Hybridmotor Japans?“ und widmete sich dem Problem der kulturellen Identität auf theoretischer Ebene mit den Konzepten von „Transkulturalität“ (Katharina Komkin) und „Hybridität“ (Malte Woick), um diese dann mit praktischen Ergebnissen aus Befragungen junger OkinawanerInnen (Steve Orlamünder) zu verknüpfen.

slim klai

Slim Klai, (C) OK Abschlusstagung

Im dritten Panel „Churasan – das heilende Okinawa“ diskutierten Sabrina Sajonz, Annika Raue, Sylvia Borek und Antonia Kühnemund die Okinawa-Konstruktion im terebi dorama „Churasan“.
Anhand der Kinofilme „Pineapple Tours“ (Karin Kwak) und „Sonatine“ (Slim Klai) behandelte das vierte Panel Japans Sichtweise auf und Konstruktion Okinawas als „Die filmische Sehnsucht Japans“.

Orianaschepelmann

Oriana Schepelmann, (C) OK Abschlusstagung

Im fünften und letzten Panel „Literatur aus Okinawa – alles anders!?“ legten Elena Gering, Kervin Kervin und Oriana Schepelmann die Klischees dekonstruierende Perspektive der okinawanischen Autoren Medoruma Shun und Matayoshi Eiki dar.

Die von einem studentischen Organisationsteam (Stéphanie Bühnsack, Fabian Koglin und Peter Otto) betreute Tagung war besonders auch durch die lebhafte Diskussion in den einzelnen Panels ergebnisreich.
Ein Dankeschön geht an alle Beteiligten für eine spannende Konferenz mit Vorträgen auf hohem wissenschaftlichem Niveau!

(Stéphanie Bühnsack, Peter Bernardi)

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