Konferenz Japan-Pop-Kultur in Deutschland

Immer mehr deutsche Jugendliche beschäftigen sich mit unterschiedlichen Facetten japanischer Populärkultur. Manga, Cosplay, Visual Kei, Mode haben sich hierzulande eine stetig wachsende Fangemeinde geschaffen.
Auch an den Studierenden im Fach Modernes Japan ist diese Entwicklung nicht spurlos vorübergegangen: Die Antwort auf die Frage „Woher kommt eigentlich dein Japan-Interesse, wie bist du dazu gekommen?“ enthält nicht selten Kindheitserinnerungen an Sailor Moon und Dragon Ball, ebenso wie japanische Musik oder Dorama für viele zum Wunsch führten, sich genauer mit der Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes auseinanderzusetzen.

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Bunt und auffällig wie sie daherkommt, hat auch die Presse die japanische Popkultur als dankbares Thema erkannt und die Berichte häufen sich. Wie realistisch die Sichtweise der Medien jedoch ist, lässt sich mit einem flüchtigen Blick nur schwer abschätzen. Trifft das, was man im Kulturteil renommierter Zeitungen zum Phänomen J-Pop findet, eher zu, als die Umsetzung diverser Nachmittagsformate von Privatsendern? Oder wird den Lesern und Zuschauern von beiden ein vollkommen falsches Japanbild präsentiert?
Was denken die Fans selber über sich und ihre Hobbys? Und wie beeinflussen die Blickwinkel, mit denen Manga-Autoren, Regisseure und andere Kreative ihr eigenes Land betrachten, die Ansichten der Konsumenten?

Diese Fragen stellen sich den Teilnehmern an dem Projekt, das Frau Schmitz und Herr Dr. Tagsold dieses Semester ins Leben gerufen haben. Während im kulturwissenschaftlichen Themenmodul „Japanische Populärkultur in Deutschland“ die Berichterstattung in den deutschen Medien untersucht wird, werden im sozialwissenschaftlichen Teil „Die Empirie japanischer Populärkultur in Deutschland“ mit qualitativen Methoden Fans und Umwelt beobachtet und interviewt.

Die Ergebnisse der Gruppen, die sich auf diesem Wege mit unterschiedlichsten Themen innerhalb der Popkultur auseinandergesetzt haben, werden am Samstag, dem 25. Juli in einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert. Die genauen Fragestellungen werden wir später noch hier im Blog weiter beleuchten, um euch einen kleinen Einblick in die Arbeit zu geben und euch neugierig zu machen. Auf jeden Fall seid ihr schon jetzt herzlich dazu eingeladen, an diesem Tag ab 9.00 Uhr einen Blick in den Hörsaal 3B zu werfen!

Franziska Ritt, Jana Katzenberg, Andreas van Straalen, Sebastian Böhnert

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