25. Gender Workshop CfP: Rückblick und neue Horizonte / Review and New Horizons

<english version below>

Wie jedes Jahr findet auch in diesem Jahr wieder der Gender Workshop zur Japanforschung vor der Konferenz der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung statt. Der Termin ist dieses Jahr der 22. und 23. November am Japanisch-Deutschen Zentrum in Berlin. Unten stehend finden Sie den Call for Paper in deutscher und englischer Sprache:

25. Gender-Workshop zur Japanforschung

Rückblick und neue Horizonte

Die Kategorie Gender hat sich in den letzten Jahrzehnten für die Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse nicht nur als ‚nützlich’  (Joan Scott), sondern als unentbehrlich erwiesen. Der Gender-Workshop, der jährlich vorgelagert zur Tagung der Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung stattfindet, bietet seit seiner Gründung 1992 ein Forum für die Präsentation und Diskussion genderbezogener Themen der (Japan-)Forschung. Unter der Federführung von Michiko Mae (Düsseldorf) und Ilse Lenz (Bochum) hat der Workshop seither Wissenschaftler*innen aller Qualifikationsstufen vernetzt, den wissenschaftlichen Austausch über Probleme der japanischen Gesellschaft, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft befördert sowie Fragen zu methodologischen Verfahren oder zu theoretischen Konzepten der Genderforschung erörtert.

Beim diesjährigen Workshop wollen wir Rückschau auf dieses Stück japanbezogener Genderforschung halten und in Anerkennung der Leistungen der Workshop-Begründerinnen und der Vielzahl von Teilnehmer*innen das 25-jährige Jubiläum gebührend feiern!

Für die Zukunft wollen wir vermehrt neuen Entwicklungen Raum geben, die deutlich machen, in welcher Weise Gender eine eminent wichtige, aber niemals isoliert zu betrachtende Kategorie der wissenschaftlichen Analyse darstellt. Die vielfache Verschränkung von Gender mit anderen Dimensionen der Differenz (Nation, Kultur, Ethnie, Klasse, Sexualität, Behinderung, Körperlichkeit, Alter, Sprache, usw.) gilt es in (inter)disziplinären Fragestellungen immer neu zu durchleuchten und sichtbar zu machen. In diesem Sinne streben wir auch thematische Öffnungen an, die sowohl ‚Geschlecht‘ als auch ‚Japan‘ de-essentialisieren, indem sie sich verstärkt intersektionalen Fragestellungen sowie transkulturellen und transnationalen Kontextualisierungen japanischer Verhältnisse im asiatischen und globalen Rahmen zuwenden.

Hierzu und zur Vorstellung und Diskussion jeglicher genderbezogener Arbeiten laden wir Nachwuchsforscher*innen und akademische Lehrer*innen ebenso ein wie interessierte Studierende und Aktivist*innen, die vielfältige Visionen von chancengleichen, freiheitlichen und (geschlechter)gerechten Gesellschaften entwickeln.

Der Workshop wird am 22.  und 23. November direkt vor der Jahrestagung der Vereinigung für Sozialwissenschaftliche Japanforschung im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin stattfinden. Wir bitten alle, die vortragen möchten, um ein kurzes Abstract (maximal 300 Wörter) zu ihrem Thema. Interessierte aller Fachrichtungen sind herzlich eingeladen, ihre Forschung auf Deutsch, Englisch oder Japanisch vorzustellen. Während des Workshops sollen inhaltliche Gespräche und Diskussionen im Vordergrund stehen, daher sollte die Vortragsdauer 20 Minuten nicht überschreiten.  Bitte mailen Sie das Abstract bis zum 31. August 2018 an Katharina Hülsmann (huelsmann[at]phil.hhu.de). Sie steht Ihnen auch bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Andrea Germer und Michiko Mae,

in Zusammenarbeit mit Anna-Lena von Garnier und Katharina Hülsmann

 

English Version:

25th Gender Workshop for Research on Japan

Review and New Horizons

In recent decades, the category of gender has proved to be not only a ‘useful‘ (Joan Scott) but an indispensable tool for the analysis of social relations. The gender workshop, which takes place annually in conjunction with the conference of the Association for Social Science Research on Japan, has provided a forum for the presentation and discussion of gender-related research (on Japan) since its inception in 1992. Together with its founding duo, Michiko Mae (Düsseldorf) and Ilse Lenz (Bochum), the workshop has subsequently connected researchers of all professional levels, promoted the academic exchange regarding issues of Japanese society, history, culture, politics and economics, and pursued questions about methodological procedures or theoretical concepts of gender research.

This year, we wish to look back on this part of Japan-related gender research and would like to duly celebrate the workshop’s 25th anniversary in recognition of the achievements of the workshop founders and of its large number of participants!

For the future, we aim to open up more space for new developments that illustrate the way in which gender is at once an indispensable category of analysis, which should, however, never be regarded solely on its own. It is important to continually re-investigate and make visible the multiple interconnections of gender with other dimensions of difference (nation, culture, ethnicity, class, sexuality, disability, physicality, age, language etc.) through (inter)disciplinary approaches. In this sense we also aim for thematic openings which de-essentialise both ‘gender’ as well as ‘Japan’ by increasingly focusing on intersectional questions and on transcultural and transnational contextualisations of Japan in the Asian and global context.

To this end and for the presentation and discussion of any gender-related work, we would like to invite junior researchers and academic teachers as well as interested students and activists, who are working on developing manifold visions of fair, free and (gender) equitable societies.

The workshop will be held on 22 and 23 November immediately prior to the annual conference of the Association for Social Science Research on Japan in the Japanese-German Centre Berlin. We invite all interested speakers to send us a short abstract (maximum 300 words) on their topic. Participants from all disciplines are invited to present their research in German, English or Japanese. We value exchange of ideas and discussion among participants of the workshop, therefore papers should not exceed 20 minutes. Please email your abstract to Katharina Hülsmann (huelsmann[at]phil.hhu.de) until 31 August 2018. She will also be happy to answer any queries you may have.

Andrea Germer and Michiko Mae,

in collaboration with Anna-Lena von Garnier and Katharina Hülsmann

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