5 Fragen BA+: Praktikum im Shared Office

Berufliches Praktikum und Feldforschung verbinden – wie geht das?BachelorPlus-Logo-neuesCD2013-ohneschrift

Im Rahmen der Interviewreihe „5 Fragen BA+“ berichten die Studierenden des 6. Jahrgangs des Bachelor Plus über ihre Erfahrungen mit Studium und Forschung in Japan. Nachdem bereits Herr Hausmann über Forschen im Sumo-Club und Frau Huynh über die Herausforderungen berufstätiger Mütter in Japan berichtet haben, erzählt heute Jan Meier von seinem Forschungsthema:

„Als Praktikant in einem Ein-Mann-Unternehmen: Ein Einblick in die Welt der japanischen Shared-Offices und Coworking-Spaces“

Lieber Herr Meier, Sie haben Ihre Forschung in einem kleinen Unternehmen durchgeführt. Wie sind Sie auf das Thema gekommen?

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Seit meinem Eintritt in die Heinrich-Heine-Universität studiere ich Informatik und Modernes
Japan parallel. Schon immer war ich von Technik und Computern begeistert. Japanisch kam dann erst noch dazu. In meinem Projekt wollte ich beides in Verbindung setzen. Daher bat sich ein Forschungsprojekt in einem IT Unternehmen in Japan optimal an. Nicht nur um einen Einblick in die japanische Berufswelt zu werfen, sondern auch um persönlichen Interessen nachzukommen. Dadurch das das Arbeitsumfeld ein „Shared Office“ war, entschied ich mich dazu, über die Arbeit in einem solchen Büro zu forschen.

Sie haben Ihre Feldforschung mit einem Praktikum verbunden. Wie hat sich der Zugang zum Feld gestaltet?

Mir ist der Zugang zum Feld erstaunlich leichtgefallen. Vor meiner Anreise in Japan habe ich Kontakt zu diversen Unternehmen in Japan hergestellt. Nach meiner Unterkunft habe ich dann verschiedene Unternehmen besucht und ´Details bezüglich eines Praktikums geklärt. Da ein Unternehmen mich darum bat, nicht erst im Mai 2017, sondern bereits im Oktober 2016 anzufangen, entschied ich mich für dieses Unternehmen und führte das Praktikum während meines Studiums an der Nanzan durch.

Und was haben Sie dann im Feld gemacht? Wie sah die Arbeit während Ihres Praktikums aus?

Meine Arbeit im Praktikum bestand aus der Übersetzung von Englisch zu Japanisch und umgekehrt. Da das Unternehmen noch sehr jung ist, gehörte es außerdem zu meinen Aufgaben, effektive Werbestrategien zu entwickeln. Also die Frage: Wo kann wie geworben werden, so dass mehr Leute diese Seite nutzen. Kundenkontakt gehörte außerdem auch zu meinen Aufgaben. Zu guter Letzt wurden Videos erstellt, die diverse Dinge in Japan vorstellen und erklären sollten. Z.B. Wie reinige ich mich wenn ich einen Schrein betrete? In diesen Videos habe ich öfters mal als „Schauspieler“ ausgeholfen und die japanischen Untertitel ins Englische übersetzt.

Das klingt ja sehr spannend und abwechslungsreich. Wie hat Ihnen das Forschen gefallen? Was war schwierig, was hat besonders Spaß gemacht?

Dadurch, dass ich meine Forschung parallel zu der Arbeit ausgeführt habe, hatte ich zwar manchmal das Gefühl, dass ich mich lieber auf eins von dem beiden konzentrieren würde, aber Spaß gemacht hat es dennoch immer. Und wären die Interviews nicht gewesen, hätte ich vielleicht gar nicht so viel über meinen Chef oder die anderen Mitarbeiter im Büro mitbekommen. So groß also diese Herausforderung auch war, und es schwierige Zeiten gab, hat es sehr viel Spaß gemacht und ich habe durch diese Forschung nicht nur viel gelernt, sondern auch gute Freunde gewonnen.

Was hat Ihnen der Bachelor Plus gebracht?

Durch den Bachelor Plus konnte ich nicht nur meine Forschung auf einem hohen Niveau durchführen, sondern ich konnte zusätzlich noch etwas über Forschung allgemein lernen. Ich denke, durch die Unterstützung die ich im Bachelor Plus erhalten habe, bin ich auch auf zukünftige Forschungsarbeiten und Interviews etc. besser vorbereitet.
Aber auch im BA-Plus sollte man nicht vergessen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Spaß zu haben. Wer die Forschung dabei nicht vernachlässigt, hat nicht nur Spaß während seines Aufenthaltes, sondern auch noch eine erfolgreiche Forschung und eine schöne Zeit im Online Kolloquium.

Vielen Dank Herr Meier für das Gespräch.

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