Symposium: Japan Pop goes global?

Japan Goes Pop

Das neue Jahr beginnt mit einer interessanten Veranstaltung: Das japanische Kulturinstitut Köln veranstaltet gemeinsam mit der Japanologie Köln am Freitag, 19. Januar 2018, ein Symposium zum Thema „Japan Pop goes global? – Japanische Populärkultur und ihre vielschichtige Rezeption in Deutschland“. Für die Keynote Speech ist die führende Manga-Forscherin Jacqueline Berndt zu Gast. Neben Vorträgen zu Manga und Videospielen wird es außerdem eine Podiumsdiskussion geben. Beginn ist um 14 Uhr im japanischen Kulturinstitut, und das Programm dauert bis 19.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Hier das Programm: 

  • 13.30 Uhr Registrierung
  • 14 Uhr Begrüßung
    Masakazu Tachikawa, Direktor Japanisches Kulturinstitut Köln
    Generalkonsul Ryuta Mizuuchi, Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf, Grußwort mit Exkurs „Popkultur als Träger der Außenpolitik Japans“
  • 14.20 Uhr Keynote Speech
    Prof. Dr. Jacqueline Berndt, Universität Stockholm: „Populäre Serialität: Zur Erfolgsgeschichte der japanischen Medienkultur“
  • 15 Uhr Vortrag
    Prof. Dr. Bernd Dolle-Weinkauff, Honorarprofessor an der PAE Kecskemét/Ungarn Akademischer Oberrat an der Universität Frankfurt/M. Comics aus Japan (Manga) und ihre Leser in Deutschland
  • 15.40 Uhr Vortrag
    Jun.-Prof. Dr. Martin Roth, Universität Leipzig: „Videospiele in Japan, Videospiele aus Japan“
  • 16.20 Uhr Kaffeepause
  • 16.40 Uhr Vortrag
    Vincent Freudenreich, Vorstandsmitglied des Animexx e.V., Marc Schuler, Präsidiumsmitglied des Animexx e.V.: „Ein Hauch von Japan – Deutsche Jugend und japanische Popkultur“
  • 17.20 Uhr Vortrag
    Dr. Kristin Eckstein, TOKYOPOP, Hamburg: „Vom Kombini bis zum deutschen Buchmarkt: Die Reise eines Manga von Japan nach Deutschland“
  • 18 Uhr Podiumsdiskussion mit allen Referenten
    Moderation: Prof. Dr. Stephan Köhn, Universität zu Köln
  • 19.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Zum Inhalt des Symposiums:

Manga, Anime, Cosplay, Videogames, Spiele, Popmusik und Mode aus Japan haben längst Einzug in unseren Lebensalltag gehalten. War es vor noch gar nicht allzu langer Zeit vor allem die traditionelle Kultur des Landes, die hier bewundert und rezipiert wurde, so ist es in neuerer Zeit die Populär- und Subkultur, die unseren Alltag und unser Bild vom modernen Japan prägt.

Die verschiedenen Formen der Teilhabe – sei es passiv durch die Rezeption von z.B. Manga, Anime etc. oder (inter)aktiv durch die Teilnahme an Games, Cosplay usw. – bilden hier zweifelsohne den großen Reiz. Schon längst ist daher japanische Populärkultur nicht mehr gleichzusetzen mit Jugendkultur. Sie wird inzwischen alters-, geschlechts- und schichtübergreifend rezipiert – und dies aus den unterschiedlichsten Beweggründen.
Vieles aus dem Bereich Japan Pop erscheint auf den ersten Blick sehr „westlich“ und „unjapanisch“. Ein genauerer Blick auf die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte zeigt jedoch, wie sehr all diese Phänomene bis zu einem gewissen Grad immer noch in der japanischen Kultur verwurzelt sind und deren Ästhetik widerspiegeln. Populärkultur ist Ergebnis und Motor eines fortwährenden Austauschs mit anderen Kulturen weltweit. Sie ist lokal und global zugleich.

Mit dem eintägigen Symposium sollen zentrale Aspekte bei der Genese, Produktion und Rezeption von japanischer Populärkultur in einer Zusammenschau herausgearbeitet werden. Neben einer allgemeinen Einführung in die Entwicklungsgeschichte der Populärkultur in Japan stehen im ersten Themenblock des Symposiums Prozesse und Mechanismen der Verbreitung von Manga- und Game-Kultur in Deutschland im Mittelpunkt. Der anschließende zweite Themenblock beleuchtet Aspekte der Rezeption von Populärkultur aus Fan- und Konsu- mentenperspektive und der Vermarktung von Manga auf Verlagsseite.
Eine abschließende Diskussionsrunde will versuchen, ein Gesamtbild zu zeichnen und einzelne Aspekte im Gespräch mit dem Publikum gemeinsam zu vertiefen.

 

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