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Interview und Video zum Heine-Science-Slam

Es ist zwar nun schon etwas her, aber, da es nun endlich auch den Mitschnitt von Juttas Final-Performance online zu bestaunen gibt, möchten wir gerne noch einmal an ihren Sieg beim Heine-Science-Slam 2015 erinnern. Und damit das Video nicht ganz so alleine steht, haben wir auch noch ein kleines Nachinterview mit der Siegerin durchgeführt, wo sie einige interessante Einblicke gibt, auch in die Vorbereitung und Mühe, die sie für diese tolle Performance aufwenden musste:

Liebe Jutta, herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg im ersten Heine-Science-Slam. Das war wieder einmal eine klasse Show von dir. Da stellt sich natürlich eine Frage: Musstest du für so einen gelungenen Auftritt viel üben, oder schüttelst du das einfach so aus dem Ärmel?

Vielen Dank! Auch nochmals an alle, die mich so lautstarkt bejubelt und mich somit zur Siegerin des Abends gemacht haben. Die Ideen für solche Vorträge und wie ich das vermitteln möchte… das passiert tatsächlich recht spontan und intuitiv. Ich schreibe das dann auf, mache die Präsentation fertig und überlege mir genau, wie ich die Kernpunkte und Pointen rüberbringe. Dann kommt das Finetuning und vor allem: Ganz viel Übung und Wiederholung! Was nämlich nachher auf der Bühne so locker ausschaut ist in Wahrheit viel Arbeit. Und die Wand in meinem Büro kennt meinen Vortrag nun auch schon auswendig…

In der offiziellen Ankündigung zum Finale wurde um zahlreiches Erscheinen gebeten. In der Tat war der mit 450 Plätzen ausgestattete Hörsaal sogar komplett überfüllt. Warst du überrascht, dass das Finale so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat und hat dies deine Nervosität gesteigert?

Dass SO viele kommen würden war wirklich eine Überraschung! Da meine Nervosität aber sowieso schon ganz weit oben war, haben die 100 Leute mehr auch nicht mehr viel anrichten können. Jedenfalls ist es doch ein schönes Signal, dass Interesse an solchen Veranstaltungen besteht.

Bekommst du deine neugewonnene Prominenz als Gesamtsiegerin aller Fakultäten zu spüren? Wirst du von vielen Leuten darauf angesprochen?

Ja, tatsächlich werde ich öfter darauf angesprochen, als ich dachte. Neu für mich ist das Gefühl, „prominent“ zu sein. Mir ist das auf der Feier nach der Veranstaltung besonders aufgefallen: Ich wurde mit Respekt aus der Ferne beäugt, manch einer traute sich aber tatsächlich nicht, mich dirket anzusprechen. Und wenn ich mit einer Gruppe von mir bis dahin unbekannten Leuten ins Gespräch kam, dann habe ich mitunter richtig gemerkt, wie sie sich verstellt haben. Sie wollten mir gefallen! Daran muss ich mich noch gewöhnen, bin ich doch sonst eher Hierarchie-abgeneigt und mag Begegnungen auf Augenhöhe.

Neben dem Ruhm hast du ja auch eine ansehnliche Trophäe erhalten. Hast du für diese schon einen schönen Platz gefunden?

Siehe Foto! Wie für mein Wohnzimmer gemacht!

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Wie du ja im ersten Interview angedeutet hast, war dies deine erste Teilnahme an einem Science-Slam, du hast aber Lust auf weitere. Kann man also mit dir nächstes Jahr für eine mögliche Titelverteidigung rechnen und würdest du dich auch ins benachbarte Gebiet der Poetry-Slams vorwagen, oder bleibst du lieber bei wissenschaftlichen Inhalten?

Oh ja! Tatächlich habe ich schon einige Anfragen bekommen, so dass ich allein dieses Jahr noch mindestens vier Slams machen werde. Z.B. werde ich bei der Erstsemesterbegrüßung am 19.10 slamen sowie am 16.11. in der Tonhalle auf der Feier zu 50 Jahren HHU. Und am 2.12. wird es im K21 dann auch einen Poetry Slam von mir geben – im Rahmen einer Ausstellung. Auf alle diese Veranstaltungen freue ich mich wirklich schon sehr! Sie sind übrigens alle öffentlich – also bitte wieder zahlreich erscheinen! :) Und was die Titelverteidigung nächstes Jahr angeht… das steht noch in den Sternen.

Vielen Dank für das Interview und noch einmal herzlichen Glückwunsch

Zum Abschluss noch der versprochende Mitschnitt für alle, die die Performance verpasst haben oder sie sich gerne noch einmal anschauen möchten:

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